Der Duft der grünen Papaya

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Oscar® • Hintergrund •

Titel Deutschland: Der Duft der grünen Papaya
Titel Frankreich: L'odeur de la papaya verte
Genre: Lovestory
Farbe, Frankreich, 1993

Kino Frankreich: 16. Mai 1993
Kino Deutschland: 18. November 1993
Laufzeit Kino: 104 Minuten, FSK 6

DVD Deutschland: -
Video Deutschland: 24. Mai 1994
Laufzeit DVD/Video: 100 Minuten



Inhalt Das Bauernmädchen Mùi zieht 1951 als Zehnjährige vom Land in die Stadt Saigon, wo sie im Haus einer gutsituierten Kaufmannsfamilie als Dienstmädchen arbeitet. In der alten Dienstmagd Trung findet Mùi eine treue Freundin, die sie mit gewissenhafter Strenge in die Hausarbeit einweist.

Für die Mutter, die vor kurzem ein Kind verloren hat, wird die beflissen und selbstlos ihre Arbeit verrichtende Mùi bald zum Tochterersatz. Dennoch bleibt das Leben für Mùi beschwerlich. Die nichtsnützigen Söhne piesacken das Dienstmädchen mit rüden Späßen.

Als der lethargische, am Geschäft völlig desinteressierte Vater wieder einmal die gesamten Ersparnisse mit anderen Frauen durchbringt, muß die ganze Familie Hunger leiden. Vor den Turbulenzen des Familienlebens flüchtet Mùi in ihre kleine Welt in Haus und Garten. Sie beobachtet die Ameisen und die Frösche. Besondere Sorgfalt verwendet sie auf die Zubereitung der grünen Papaya.

Als sich die finanzielle Situation der Familie zuspitzt, wird die nunmehr 20jährige Mùi an den wohlhabenden jungen Komponisten Khuyen vermittelt. Der Musiker ist vom stillen Wesen Mùis bald fasziniert, verliebt sich in sie und ermöglicht ihr so den gesellschaftlichen Aufstieg.


Darsteller & Stab Darsteller: Lu Man San (Mùi, 10 Jahre), Tran Nu Yen-Khe (Mùi, 20 Jahre), Truong Thi Loc (Mutter), Nguyen Anh Hoa (alte Thi), Vuong Hoa Hoi (Khuyen), Tran Ngoc Trung, Talisman Vantha, Souvannavong Keo, Nguyen Van Oanh, Neth Berard

Stab:Regie: Tran Anh Hung • Produzenten: Christophe Rossignon für Media Invest • Drehbuch: Tran Anh Hung • Vorlage: - • Filmmusik: Ton-Thât Tiêt • Kamera: Benoît Delhomme • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Alain Negre, Claude Suné • Schnitt: Nicole Dedieu, Jean-Pierre Roques • Kostüme: Jean-Philippe Abril, Danièle Laffargue • Make Up: Amélie Rouffio • Ton: Michel Guiffan • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: Der Duft der grünen Papaya ist das grandiose Regiedebüt des in Frankreich lebenden 35-jährigen Vietnamesen Tran Anh Hung; es wurde auf dem Festival in Cannes mit der Camera d'Or ausgezeichnet. Der von der Kritik als reine Kinopoesie gefeierte Film über das Vietnam der 50er Jahre, bezieht seine Faszination aus einem ungeheuren Bilderreichtum und einer feinen Zeichnung der Charaktere.

Zoom: Über ein Jahrzehnt lang versieht ein Mädchen, das im zarten Alter von 10 Jahren vom Lande nach Saigon kommt, seinen Dienst bei einer bürgerlichen Familie. Dabei lernt es allmählich, dass deren Welt mit den feinsinnigen Manieren und der demonstrativen Kultiviertheit nicht frei ist von inneren Rissen und Wunden, bis es an den Haushalt eines Komponisten vermittelt wird, wo es die Liebe kennenlernt und sich zu emanzipieren beginnt. Opulentes Ausstattungskino.

Lexikon des internationalen Films: Opulentes Ausstattungskino mit furiosen Kamerafahrten, aber gelackten und nichtssagenden Bildern. Die Zeitgeschichte bleibt ebenso ausgespart wie eine kritische Reflexion der Rolle der Frau.

Fischer Film Almanach 1994: Wer sich jedoch auf den Überfluss an sinnlichen Eindrücken einlässt, erlebt ein betörendes Meisterwerk subtiler Beobachtungsgabe.

Cinema: Ein poetischer Film, man glaubt, den Duft der Früchte zu riechen, die Bewegungen der Blätter zu spüren, die Frische des Wassers zu schmecken.

Die Zeit: Eine schlichte Sensation.


Oscar® Oscar-Nominierung für 1993: "Der Duft der grünen Papaya" (Bester Auslandsfilm)
Hintergrund Regiedebüt des in Frankreich lebenden Vietnamesen Tran Anh Hung. Der Film erhielt die Goldene Palme bei den Filmfestspielen in Cannes für das Regiedebüt von Tran Anh Hung.

Die französische Produktion wurde fast ausschließlich in einem Pariser Studio gedreht.

Oscar®
Videocover
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto

Dirk Jasper FilmLexikon

© 1994 - 2010 Dirk Jasper