Die Akte

Filmkritik von

Die Akte, die in diesem Film von der Jura-Studentin Darbie Shaw ( Julia Roberts) angefertigt wird, ist zwar "unverständlich für jeden der mit ihr in Kontakt kommt", aber für den Zuschauer leider nur halb so spannend.

Der Film beginnt mit dem Mord an zwei Richtern des höchsten US-Gerichts. Das FBI tappt im Dunkeln. Aber da ist ja noch die talentierte Jura-Studentin Darbie Shaw. Ihr gelingt es, nach ein paar Tagen Studium der zur Verhandlung am Bundesgericht anstehenden Fälle, den wahren Grund für die Morde und die wahrscheinlichen Täter zu ermitteln.

Über ihren Freund und Professor Callahan gelangt die Akte zum FBI. Dort zieht sie Kreise und gelangt in die falschen Hände. Dem Zuschauer wird recht schnell klar, dass höchste Regierungskreise hinter dem Attentat stehen. Die sind (natürlich) daran interessiert, dass die ganze Angelegenheit vertuscht wird.

Kurz darauf wird Callahan umgebracht und Darbie gejagt. Darbie vertraut sich dem Enthüllungsjournalisten Gray Grantham (Denzel Washington) an. Beide machen sich daran, den Fall endgültig aufzuklären und an die Öffentlichkeit zu bringen.

Was als Buch noch recht spannend erzählt wird, kommt im Film nicht so recht rüber. Bei mir wollte sich keine richtige Spannung einstellen. Vielleicht bin ich in dieser Beziehung aber auch gehandicapt, da ich die Story schon kenne. Einige der Szenen sind hanebüchen (für die, die den Film schon kennen: z. B. die Szene in der Tiefgarage). Die Erzählung an sich ist leider auch teilweise unglaubwürdig. Die Story wurde für den Film auf die Grundelemente zusammengestutzt, darunter leidet vor allem die Darstellung der Charaktere.

Womit wir bei den Schauspielern wären. Im Vorfeld wurde vor allem Julia Roberts herausgestellt. Mehr als eine durchschnittliche schauspielerische Leistung vermag ich aber bei Miss "Pretty Woman" Roberts nicht zu erkennen. Besser gefallen hat mir Denzel Washington als "rasender" Reporter.

Fazit: Ein routinierter Krimi. Trotz aller Schwächen habe ich mich in den ungefähr 140 Minuten recht gut unterhalten gefühlt.

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

© Gerhard Heeke © 1994 - 2010 Dirk Jasper