Himmel über der Wüste

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken •

Titel Deutschland: Himmel über der Wüste
Titel England: The Sheltering Sky
Genre: Melodram
Farbe, England, 1990

Kino USA: -
Kino Deutschland: 25. Oktober 1990
Laufzeit Kino: 138 Minuten, FSK 12

DVD Deutschland: -
Video Deutschland: ja
Laufzeit DVD/Video: 132 Minuten



Inhalt Im Jahre 1947 reisen Port Moresby und seine Frau Kit mit dem Dampfschiff nach Nordafrika. Er ist Komponist, sie Schriftstellerin. Nach zehn Ehejahren hat das kultivierte US-Ehepaar eine Krise.

Die beiden haben kein bestimmtes Ziel - sie sind auf der Flucht vor der leeren Betriebsamkeit New Yorks und sehnen sich nach exotischen Reizen, die ihrer schal gewordenen Beziehung ein neues Zentrum geben könnten. Begleitet werden sie von einem reichen jungen Freund, George Tunner, der eine heiße Affäre mit Kit beginnt.

Dessen Anwesenheit stört den eifersüchtigen Port bald, der sich jedoch inzwischen mit einem blutjungen arabischen Mädchen tröstet. Zwischen Begegnungen mit anderen Reisenden, mit Räubern, Schnorrern und Huren komplizieren sich die Beziehungen des Trios; die existentielle Melancholie des Künstlerpaars läßt sich kaum noch verbergen.

Bevor die beiden gefunden haben, was sie suchen, stirbt Port qualvoll an Typhus. Kit taucht unter und wird freiwillig die Gefangene eines Tuaregs. Als sie endlich aufgefunden wird, ist sie völlig verstört. Tunner will sie nach Amerika bringen, doch für Kit gibt es kein Zurück mehr ...


Darsteller & Stab Darsteller: Debra Winger (Kit Moresby), John Malkovich (Port Moresby), Campbell Scott (George Tunner), Jill Bennett (Mrs. Lyle), Timothy Spall (Eric), Eric Vu An (Belgassim), Ben Smail (Smail), Amina Mannabi, Sogtgui Kouyate, Laaroussi Abdelkrim, Carolyne de Fonseca

Stab:Regie: Bernardo BertolucciProduzenten: Jeremy Thomas für The Sahara Company Ltd. • Drehbuch: Mark People, Bernardo BertolucciVorlage: Roman "The Sheltering Sky" von Paul Bowles • Filmmusik: Ryuichi Sakamoto • Kamera: Vittorio Storaro • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Gianni Silvestri • Schnitt: Gabriella Cristiani • Kostüme: James Acheson • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: Monumentale, ausgesprochen werktreue Romanverfilmung nach dem 1948 erschienenen Roman von Paul Bowles, der zum Idol der Beat-Poeten Burroughs und Kerouac avancierte. In dem Buch verarbeitete er eigene Reiseerfahrungen und Erlebnisse seiner Ehe mit seiner Frau Jane: Eine Reise ins Herz des dunklen Kontinents, die zur Metapher für die Abgründe der menschlichen Seele wird. Paul Bowles selbst tritt als stummer Beobachter des Geschehens im Film auf.

Tagesspiegel: Noch nie scheinen die ewig gleichen und doch sich immer wieder anders kurvenden Wüstendünen schöner fotografiert worden zu sein, als hier von Vittorio Storaro, im weißen Tageslicht, im roten Abendschimmern, mit einem schmalen Streifen Himmel, der schützt, vor dem schwarzen Nichts, das dahinter droht.

Lexikon des internationalen Films: Eine formal außergewöhnlich geglückte Verfilmung des Romans (...), die auf der konkret-sinnlichen wie auch metaphysischen Ebene gleichermaßen überzeugt, die aufgeworfenen menschlichen Sinnfragen aber bewusst unbeantwortet lässt.

WAZ: Die sensiblen Nachempfindungen von Gefühlen, von Ängsten, Trostlosigkeit und Selbstaufgabe durch Debra Winger und John Malkovich gehören zur Schauspielkunst der Sonderklasse.

AZ München: Ein Gänsehaut-Film in glühender Wüstensonne, von einer sehr grausamen, bizarr-melancholischen Schönheit. Die Liebe: Fata Morgana. Der Mensch und sein Tod: Sandkorn im Nichts.

TV Today 1997-20: Der italienische Regisseur Bernardo Bertolucci setzt Paul Bowles' Roman in einen kongenialen Bilderrausch um.

TV Spielfilm 1997-20: Packende, eindringliche Romanverfilmung.

Filmplakat
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Szenenfoto
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