Meister des Schwertes

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Hintergrund •

Titel Deutschland: Meister des Schwertes
Titel USA: Hongkong, Taiwan, 1990
Titel Hongkong: Siu ngou gongwu
Genre: Action
Farbe, Hongkong, Taiwan, 1990

Kino USA: -
Kino Deutschland: 12. September 1991
Laufzeit Kino: 120 Minuten, FSK 16

DVD Deutschland: -
Video Deutschland: 22. Januar 1992
Laufzeit DVD/Video: 115 Minuten



Inhalt China im 16. Jahrhundert. Die Ära der Ming-Dynastie geht langsam zu Ende. Am Hof herrschen korrupte Beamte, brutale Intrigen sind an der Tagesordnung. Da wird aus der kaiserlichen Bibliothek ein Dokument gestohlen, das enormen Wert besitzt: Die "Sonnenblumenschrift" enthält Aufzeichnungen über geheime Kampfkünste und verleiht dem Besitzer magische Kräfte.

Koo, der skrupellose Chef des östlichen Geheimdienstes, schickt seine Kämpfer aus, die Schrift wieder zu beschaffen. Bald tobt zwischen den Clans und Cliquen ein verbissener Kleinkrieg. Mitten hinein ins Chaos stolpert der junge Schwertkämpfer Ling, Absolvent der berühmten Wah-Schule, der zusammen mit dem hübschen naiven Mädchen Yue Lin-San im Auftrag seines Meisters unterwegs ist.

Eigentlich hat Ling mit den blutigen Winkelzügen der Mächtigen nichts am Hut. Doch dann wird er durch Zufall zur Schlüsselfigur im Kampf um Macht und Magie im Reich der Mitte.


Darsteller & Stab Darsteller: Sam Hui (Ling Wu-Chung), Jacky Cheung (Ay Yang), Cecilia Yip (San), Liu Suen (Koo), Lau Siu-Ming (Ngok), Yuen Wah (Zhar), Chang Ming (Yan)

Stab:Regie: King Hu, Tsui Hark, Ching Siu-Tung • Produzenten: Tsui Hark für Golden Princess • Drehbuch: Ng Man-Fai, Chang Chung-Tai • Vorlage: Roman "Der lachende, stolze Wanderer" von Louis Cha • Filmmusik: James Wong, Romeo Diaz • Kamera: Ardy Lam, Peter Pau • Spezialeffekte: - • Ausstattung: James Leung • Schnitt: David Wu, Mak Chi-Seen • Kostüme: King Hu, Ng Po-Ling • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - • Choreografie: Ching Siu-Tung, Lau Chi-Ho •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: Wer nach anspruchsvollen Kung Fu-Filmen sucht, kommt an diesem Ausnahmefilm nicht vorbei. Für mehr als 30 Millionen Hongkong-Dollar entstand ein Meisterwerk des Kampfsport-Kinos, das nicht nur Action-Fans begeisterte, sondern auch die Kritiker zu Lobeshymnen hinriß.

Lexikon des internationalen Films: Ein atemberaubend choreografierter und montierter Abenteuerfilm, der das ganze Repertoire des Martial-Arts-Genres entfaltet und seine Elemente bis zur zeichenhaften Abfolge von Bewegungen und Geschwindigkeit übersteigert. Ein faszinierender Film, der aber, je mehr er die Handlung vernachlässigt, eine eher selbstzweckhafte Dynamik entwickelt. Insofern trägt er deutlich die Handschrift Ching Siu-Tungs, dessen Filme eher von entfesselten Bewegungen als von Menschen handeln.

Zitty, Berlin: Das mag nicht immer homogen sein, aber die fantastischen Kampfszenen dieses Films setzen Maßstäbe, die ihn zu einem weiteren Highlight des vitalen Hongkong-Kinos machen.

tip: Ein inhaltlich etwas konfuses Schwertkampfspektakel mit einigen eindrucksvollen Fights und einer wundervollen Titelmelodie.


Hintergrund Die Weltpremiere fand am 22. Mai 1990 in San Francisco, Kalifornien, USA, statt.

"Meister des Schwertes ist das Gemeinschaftsprojekt zweier Regie-Künstler, die zwei Generationen des Filmemachens verkörpern. Der eine, King Hu, ist ein Altmeister nicht nur auf dem Gebiet des Kung Fu-Films. Der 1931 in Peking geborene Regisseur, der später vor allem in Taiwan erfolgreich wirkte, schuf mit Filmen wie Die Herberge zum Drachentor, Ein Hauch von Zen, Der letzte Kampf des Lee Khan und Regen in den Bergen Glanzpunkte des künstlerisch anspruchsvollen asiatischen Kinos.

Der andere, Tsui Hark, zählt zur jungen Garde derer, die vom US-Unterhaltungsfilm geprägt sind. Mit seinem fetzigen, populären und technisch perfekten Stil verdiente er sich den Spitznamen "Hongkong-Spielberg".

Der Martial-Arts-Spezialist Ching Siu-Tung zeichnet für die rasanten Kampfszenen verantwortlich. Schon bei einem anderen Projekt hatten Tsui Hark und Ching Siu-Tung erfolgreich zusammen gearbeitet: Aus ihrer Ideenküche stammt der zweiteilige Action-Fantasy-Film Verführung aus dem Reich der Toten.

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Szenenfoto
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