Kinder des Olymp

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Titel Deutschland: Kinder des Olymp
Titel Frankreich: Les enfants du paradis
Genre: Drama
Schwarzweiß, Frankreich, 1945

Kino Frankreich: 9. März 1945
Kino Deutschland: 28. Februar 1947
Kino Deutschland: 9. Dezember 2004 (WA)
Laufzeit Kino: 190 Minuten, FSK 12

DVD Deutschland: -
Video Deutschland: ja
Laufzeit DVD/Video: 183 Minuten



Inhalt Mitte des 19. Jahrhunderts in Paris. Im Milieu der Diebe, Gaukler und Komödianten begegnen sich eine betörend schöne Frau und drei Männer, so verschieden wie der Tag und die Nacht. Vier Männer lieben die schöne Kurtisane Garance: der Pantomime Baptiste Debureau, der Schauspieler Frédéric, der Schriftsteller und Verbrecher Lacenaire sowie Graf de Montray.

Die schöne Garance liebt den Mimen Baptiste, läßt sich aber mit dem draufgängerischen Frédéric ein. Die Schauspielerin Nathalie liebt heimlich den schüchternen Baptiste. Garance, die mit dem Grafen ins Ausland ging, kehrt nach Jahren nach Paris zurück. Baptiste und Nathalie sind inzwischen ein Ehepaar.

Bei einer Begegnung Jahre später flammt die Liebe zwischen Baptiste und Garance wieder auf. Baptiste verläßt Nathalie und den gemeinsamen Sohn. Trotzdem erkennt Garance die Aussichtslosigkeit ihrer Liebe. Sie verschwindet im Gedränge des karnevalistischen Paris. Baptiste sucht sie verzweifelt. Vergeblich, er bleibt einsam und traurig zurück.


Darsteller & Stab Darsteller: Arletty (Garance), Jean-Louis Barrault (Baptiste Debureau), Pierre Brasseur (Frédérick Lemaitre), Marcel Herrand (Pierre-Francois Lacenaire), Louis Salou (Comte Edouard de Montray), Maria Casarés (Nathalie), Etienne Decroux (Anselme Debureau, Baptistes Vater), Pierre Renoir (Jéricho, Kleiderhändler), Fabien Loris (Avril, Lacenaires Helfer), Pierre Palau (Spielleiter des "Funambules"), Marcel Pérés (Direktor des "Funambules"), Jeanne Marken (Madame Hermine), Gaston Modot (Fil de Soie, blinder Bettler), Jean-Pierre Delmon (der kleine Baptiste), Jean Carmet (Inspektor)

Stab:Regie: Marcel Carné • Produktion: André Paulve • Drehbuch: Jacques Prévert • Vorlage: Jean-Louis Barrault • Filmmusik: Maurice Thiriet, Joseph Kosma, Georges Mouque • Kamera: Roger Hubert, Marc Fossard • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Lucien Barsacq, Raymond Gabutti • Schnitt: Henri Rust, Madeleine Bonin • Kostüme: Antoine Mayo • Make Up: - • Ton: Maurice Thiriet, Joseph Kosma, Georges Mouqué • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Francois Truffaut (Atlas Filmheft 46): Es ist ein Film, den ich sehr bewundere. Er ist, glaube ich, das beste Werk von Marcel Carné. Im Gegensatz zum "Autorenfilm", für den ich eine Vorliebe habe, weil er der Ausdruck einer einzigen Persönlichkeit darstellt, ist Kinder des Olymp vielleicht der beste "Film der Equipe" des französischen Filmschaffens. Kinder des Olymp ist einer jener zu seltenen Filme, die der Kunst des Schauspiels gewidmet sind. Der Aufbau des Drehbuchs ist von fast diabolischer Vollendung. Es ist ein Film, der nicht altert, oder, was auf dasselbe hinauskommt, der sehr schön altert.

Stern TV: Kinder des Olymp ist eines der schönsten und reifsten Werke französischer Filmkunst. Der Film wurde 1945 fertiggestellt. Diesem Klassiker haftet jedoch nichts Verstaubtes an. Hier präsentiert sich vielmehr in Form und Inhalt ein außergewöhnlich moderner Film, der immer noch jeden Zuschauer in seinen Bann zieht und ihn fasziniert. Kein anderer Film hat den magischen Raum zwischen Schnürboden und Souffleurkasten poetischer beschrieben, die Lust am schönen Schein ebenso wie Intrigen, Eitelkeiten und Genie seiner Protagonisten.

Uwe Conradt (Gaffer): Kinder des Olymp ist der Klassiker der klassischen Filme, der Kultfilm aller Kultfilme. "Kinder des Olymp" ist ein mußs nicht nur für alle Cineasten, sondern auch für diejenigen, die sich mit der Geschichte der Kultur auseinandersetzen wollen oder einfach nur Spaß an Schauspielern, an der Poesie, an Pantomime oder an wunderschönen lustig-traurigen Geschichten haben.

Lexikon des internationalen Films: Lieben und Schicksale, scheiternde Hoffnungen und Enttäuschungen verweben sich in der kunstvollen Arbeit Carnes und Preverts zu zu einem gleichnishaften Gesamtbild von Leben als Theater und vom Theater als Lebensbühne. Ein Meisterwerk der Filmgeschichte, das durch Dialogreichtum und -qualität, darstellerische Glanzleistung und poetische Grundhaltung besticht. Noch unten der deutschen Okkupation gedreht, wurde es erst nach der Befreiung uraufgeführt.

rororo Filmlexikon: Er gehört, wegen seiner großartigen filmischen Verwirklichung, seiner Schauspieler und der zutiefst menschlichen Geschichte, die er meisterhaft erzählt, zu den größten Erfolgen und kinematographischen Ereignissen des französischen Nachkriegskinos.

Kölner Stadt-Anzeiger: Eine poetische Hommage an die Mimen, dargestellt an einer Geschichte aus dem Paris des 19. Jahrhunderts.

Filmplakat
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Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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