Die Vögel

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Oscar® • Hintergrund • Filmplakat im Großformat: Frankreich

Titel Deutschland: Die Vögel
Titel USA: The Birds
Titel Frankreich: Les Oiseaux
Genre: Thriller
Farbe, England, 1963

Kino USA: 29. März 1963
Kino Deutschland: 20. September 1963
Laufzeit Kino: 119 Minuten, FSK 16

DVD Deutschland: -
Video Deutschland: ja
Laufzeit DVD/Video: 115 Minuten



Inhalt Beim Kauf zweier Liebesvögel lernt die junge Melanie Daniels den Rechtsanwalt Mitch Brenner kennen. Um sich für einen dummen Scherz zu revanchieren, fährt sie mit den Vögeln nach Bodega Bay, wo Mitch mit seiner Mutter und seiner Schwester Cathy die Wochenenden verbringt. Unterwegs wird Melanie von einer Seemöwe angegriffen und am Kopf verletzt.

Obwohl man ihr noch von einem ähnlichen Vorfall erzählt, will sie in dem Küstenort bleiben und sich bei der Lehrerin Annie Hayworth, Mitchs einstiger Freundin, ein Zimmer mieten. Am nächsten Tag feiert Cathy ihren Geburtstag. Da fallen plötzlich aufgeregte Vögel über die im Garten spielenden Kinder her, und am Abend dringen Hunderte von Finken durch den offenen Kamin in das Haus der Brenners.

Nur mit Mühe gelingt es, die Vögel zu vertreiben. Aber nicht nur hier haben Vögel Menschen angegriffen; ein Farmer aus der Nachbarschaft wurde sogar duch die Attacken der Vögel getötet. Die Bewohner geben Melanie die Schuld, denn mit ihr und den beiden Liebesvögeln sei das Unheil über Bodega Bay gekommen. Die Attacken der aufgebrachten Vögel konzentrieren sich schließlich auf das Haus der Brenners, in dem auch Melanie Zuflucht gesucht hat und von aggressiven Möwen beinahe getötet wird.

Nur mit Mühe können Mrs. Brenner und Mitch die junge Frau retten. Da das Haus keine sichere Unterkunft mehr darstellt, flüchten die Bewohner bei Morgengrauen in ihr Auto, das behutsam aus der Garage auf die Straße rollt. Das verlassene Haus bleibt von Tausenden von Vögeln belagert.


Darsteller & Stab Darsteller: Tippi Hedren (Melanie Daniels), Rod Taylor (Mitch Brenner), Jessica Tandy (Mrs. Lydia Brenner), Suzanne Pleshette (Annie Hayworth), Veronica Cartwright (Cathy Brenner), Ethel Griffies (Mrs. Bundy), Charles McGraw (Sebastian Sholes), Ruth McDevitt (Mrs. MacGruder), Malcom Atterbury (Al Malone), Lonny Chapman (Deke Carter), Elizabeth Wilson (Helen Carter), Joe Mantell (Vertreter), Karl Swenson (Betrunkener)

Stab:Regie: Alfred HitchcockProduzenten: Alfred Hitchcock für Universal Pictures • Drehbuch: Evan Hunter • Vorlage: Roman von Daphne du Maurier • Filmmusik: Bernard Herrmann • Kamera: Robert Burks • Spezialeffekte: Ub Iwerks • Ausstattung: Robert Boyle, George Milo • Schnitt: George Tomasini • Kostüme: Edith Head • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: Alfred Hitchcock braucht keine Saurier und keine Monster aus dem All, um dem Kinopublikum gehörig einzuheizen - oder ihm kalte Schauer über den Rücken zu jagen; er schafft das mit unseren gefiederten Freunden, die in diesem beklemmenden Thriller in einem verschlafenen Küstenstädtchen Terror verbreiten. Was Die Vögel so verstörend macht, ist die Tatsache, dass der Film nicht versucht, eine Erklärung für das aggressive Verhalten der Tiere zu liefern. Man kann in dem beklemmenden Thriller eine Parabel über die Rache der geschundenen Natur am Menschen herauslesen - doch Alfred Hitchcock war in seinen Filmen immer zuerst an der gekonnten Erzähltechnik und an packenden Effekten interessiert und nicht an moralischen oder gar politischen Botschaften. Der Film ist ein Meisterstück an inszenatorischem Bravour und technischer Perfektion - für die Tricks stand damals noch keine Computertechnik zur Verfügung.

Lexikon des internationalen Films: Über das Thema der Novelle von Daphne du Maurier hinaus wurde die Fabel zu einer hintergründigen Vision von Weltuntergangsstimmung audgeweitert. Alfred Hitchcock setzte die Story in ebenso erregende wie beklemmende Bildfolgen um.

Cinema: Hitchcocks Meisterwerk, in dem ganz gewöhnliche Vögel über ein Küstenstädtchen herfallen. Eine Mischung aus Horror und abgründiger Ironie, die bis zur letzten Minute in Atem hält.

Rhein-Zeitung 1996-03-96: Alfred Hitchcock drehte mit diesem brillanten Schocker einen seiner berühmtesten Filme und setzte neue Maßstäbe bei der Tricktechnik.


Oscar®
  • Oscar-Nominierung für 1963: Ub Iwerks (Spezialeffekte)

Hintergrund Alfred Hitchcocks Spielfilm Die Vögel gehört zu jenen Kinoklassikern, die ihre Faszination niemals verlieren. "In meinem Film Die Vögel lauert gleich unter dem Schock und der Spannung der Ereignisse eine packende Deutung. Wenn Sie diese Deutung entdecken, wird sich Ihre Freude an meinem Film mehr als verdoppeln. Du Mauriers infernalische Erzählung ist ein neuer Beweis für die hervorragenden Eigenschaften der Autorin, deren Rebecca unvergessen bleiben wird. Es könnte der außergewöhnlichste Film sein, der jemals von mir hergestellt worden ist."

Nie zuvor war versucht worden, wilde Seemöwen zu dressieren. Vor allem stellte es ein Novum dar, eine große Zahl von Vögeln auf die Aufgabe vorzubereiten, Menschen anzugreifen, ohne sie zu verletzen. Die Vögel agierten so realistisch, dass Alfred Hitchcock zur Feststellung gelangte: "Es hat den Anschein, dass Vögel, die in meinem Film mitspielen, Revanche für die vielen Millionen ihrer Artgenossen nehmen wollen, die von den Menschen geschossen, gefangen oder aufgegessen worden sind."

Während der gesamten Dreharbeiten war ein Vertreter des Tierschutzverbandes anwesend, der darauf achtete, dass die Vögel nicht verletzt und nicht zu sehr strapaziert wurden. Neben einer Unzahl von Vögeln gab in diesem Film auch Tippi Hedren ihr Filmdebüt, die nach einem Filmtest mit Martin Balsam von Alfred Hitchcock engagiert wurde.

Für diesen Film entdeckte Alfred Hitchcock Tippi Hedren, eine neue seiner typischen kühlen Blondinen à la Grace Kelly, die ja bereits Fürstin von Monaco geworden war. Tippi Hedrens Filmkarriere verlief allerdings weniger spektakulär als jene ihrer Tochter - Melanie Griffith!

Oscar®
Filmplakat
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Szenenfoto
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