Psycho

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Oscar® • Hintergrund • Filmplakate im Großformat: USA

Titel Deutschland: Psycho
Titel USA: Psycho
Genre: Psychothriller
Schwarzweiß, USA, 1960

Kino USA: 16. Juni 1960
Kino Deutschland: 7. Oktober 1960
Kino Schweiz (D): -
Kino Österreich: -
Laufzeit Kino: 110 Minuten, FSK 18



Inhalt Marion Crane arbeitet als Sekretärin in Phoenix, Arizona; Sam Loomis betreibt ein Geschäft in Kalifornien. Die beiden lieben sich, doch für eine Ehe fehlt das Geld. Nur in schäbigen Hotels können sich die Liebenden heimlich treffen.

Das will die attraktive Marion ändern, indem sie ihrem Chef 40.000 Dollar entwendet und mit der Beute nach Kalifornien fährt. Unterwegs aber packen sie Skrupel. Auch wird Marion durch ein Unwetter gezwungen, nachts in einem einsamen Motel haltzumachen.

Der junge Besitzer Norman Bates ist angetan von dem späten weiblichen Gast, nicht aber - wie es scheint - seine unsichtbar bleibende alte Mutter. Marion Crane bezieht Appartement Nr.1 - und wird es nicht mehr lebend verlassen. Beim Duschen wird sie mit vierzehn Messerstichen grausam ermordet. Norman Bates beseitigt die Leiche der schönen jungen Frau und tilgt sorgfältig alle Spuren.

Als bald danach drei Leute auftauchen, zunächst der Privatdetektiv Milton Arbogast, dann Marions Freund Sam und ihre Schwester Lila, geraten sie in eine bedrohliche Lage. Der Detektiv bezahlt seine Neugier mit dem Leben, Sam wird niedergeschlagen, und Lila entdeckt das makabre Geheimnis des Bates-Motels und seines Besitzers.


Darsteller & Stab Darsteller: Anthony Perkins (Norman Bates), Janet Leigh (Marion Crane), Vera Miles (Lila Crane), John Gavin (Sam Loomis), Martin Balsam (Milton Arbogast), John McIntire (Sheriff Al Chambers), Lurene Tuttle (Mrs. Chambers), Simon Oakland (Psychiater Dr. Richmond), Frank Albertson (Cassidy), Patricia Hitchcock (Caroline), Vaughn Taylor (Mr. Lowery), Mort Mills (Verkehrspolizist)

Stab:Regie: Alfred HitchcockProduktion: Alfred Hitchcock für Paramount • Drehbuch: Josef Stefano • Vorlage: Roman "Psycho" von Robert Bloch • Filmmusik: Bernard HerrmannKamera: John L. Russell • Spezialeffekte: Clarence Champagne • Ausstattung: Joseph Hurley, Robert Clatworthy, George Milo • Schnitt: George Tomasini • Kostüme: Helen Colvig • Make Up: Jack Barron, Robert Dawn (Make up), Florence Bush (Frisuren) • Ton: Waldon O. Watson, William Russell • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: Alfred Hitchcocks Streifen Psycho ist ein Schocker, der zum Klassiker wurde, sozusagen die "Mutter aller Psychothriller". Keiner der Nachfolger und der vielen Imitate hat den Vorgänger erreicht. Alfred Hitchcocks Schwarzweissfilm blieb das Maß aller Horrorfilme. Nie war das verwinkelte Haus, in dem Norman Bates Vögel ausstopft und über knarrende Stiegen steigt, unheimlicher als in diesem Film. Als junger Mann mit Mutterkomplex findet Anthony Perkins in Janet Leigh ein besonders attraktives Opfer. Die Mordszene unter der Dusche ist in die Filmgeschichte eingegangen.

Lexikon des internationalen Films: Zum Kultfilm gewordenes Meisterwerk von Alfred Hitchcock, das perfekt Atmosphäre, Montage und Musik zur Erzeugung beklemmenden Horrors einsetzt. In der Hauptrolle brilliert Anthony Perkins (1932 - 1992), der mit diesem Film zu Weltruhm gelangte.

Rhein-Zeitung 1996-09-30: Der ultimative Schocker der Kinogeschichte, ein Meisterstück der Zuschauer-Manipulation. Legendär die Mordszene in der Dusche und die Musik von Bernard Herrmann.


Oscar®
  • Oscar-Nominierung für 1960: Joseph Hurley, Robert Clatworthy, George Milo (Ausstattung)
  • Oscar-Nominierung für 1960: John L. Russell (Kamera-SW)
  • Oscar-Nominierung für 1960: Janet Leigh (Nebendarstellerin)
  • Oscar-Nominierung für 1960: Alfred Hitchcock (Regie)

Hintergrund Alfred Hitchcock drehte seinen wohl berühmtesten Thriller nach einer Romanvorlage von Robert Bloch. Für diesen schockierenden Krimi mit gänsehauterzeugenden Horror-Elementen verzichtete der Altmeister auf seine erfahrene Spielfilmcrew und griff auf ein Fernsehteam zurück, das vorher schon einige Folgen seiner eigenen TV-Serie gedreht hatte.

So wurde der Film mit einem Gesamtkostenbetrag von 800.000 Dollar eine der billigsten Produktionen in Alfred Hitchcocks Laufbahn. Die hektische Stakkato-Musik Bernard Herrmanns und die auseinanderreißenden Titelentwürfe von Saul Bass verheißen schon zu Beginn des Films enorme Spannung.

Für die berühmteste und meistkopierte Szene der Filmgeschichte - den Mord unter der Dusche - hatte die Produktionsfirma dem Meister extra einen künstlichen Körper angeboten, aus dem Blut spritzen sollte, sobald man einen spitzen Gegenstand hineinrammte. Doch Alfred Hitchcock verzichtete wohlweislich darauf und ließ statt dessen ein Model unter die Brause steigen, das dann mit einem langen Küchenmesser konfrontiert wurde.

Die berüchtigte Szene ist nicht länger als 45 Sekunden, doch sie besteht aus allein 70 Kameraeinstellungen und Schnitten, die in ihrer abrupten Härte die ungeheure Brutalität dieser Szene ausmachen, obgleich kein einziges Mal gezeigt wird, wie das Messer in den Körper des Mädchens eindringt.

Mit seinen Schauspielern ging Alfred Hitchcock, wie man heute weiß, wenig zimperlich um. So ließ er bei der berühmten Duschszene in Psycho seine Darstellerin mit einem eiskaltem Wasserstrahl überraschen, um ihr den richtigen entsetzten Gesichtsausdruck zu entlocken.

Die Dreharbeiten fanden in den Revue-Studios statt, die Außenaufnahmen wurden in Arizona und Kalifornien gedreht.

Oscar®
Filmplakat
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Szenenfoto
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