Spartacus

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Oscar® • Hintergrund • Filmplakate im Großformat: DeutschlandUSA

Titel Deutschland: Spartacus
Titel USA: Spartacus
Genre: Historienfilm
Farbe, USA, 1960

Kino USA: 6. Oktober 1960
Kino Deutschland: 16. Dezember 1960
Kino Schweiz (D): 16. Dezember 1960
Kino Österreich: -
Laufzeit Kino: 193 (197) Minuten, FSK 16



Inhalt Missmut und Unzufriedenheit schwelen schon seit langem bei den Gladiatoren von Capua. Als dann Prätor Crassus einen rebellisch aufbegehrenden Gladiator tötet, ist der Zündfunke für eine Rebellion gegeben. Spartacus, auch Gladiator und Sklave, der die Sklavin Varinia liebt, fasst den wahnwitzigen Entschluss, für die Freiheit zu kämpfen.

Erst folgen ihm nur wenige, dann immer mehr. Schließlich hat Spartacus ein ganzes Heer um sich versammelt, und ein mörderischer Kampf beginnt. Trotz des Aufgebots vieler römischer Legionen verläuft der Kampf für die Rebellen siegreich, und Spartacus zieht mit seinem Heer nach Süden, um Schiffe für die Rückreise in die Heimatländer zu chartern.

Auch Varinia ist dabei, die ein Kind von Spartacus erwartet. Doch sie sind betrogen worden. Die Schiffe bleiben aus, und die Rebellen müssen sich noch einmal einer großen Überzahl römischer Legionen stellen - auf Leben und Tod ...


Darsteller & Stab Darsteller: Kirk Douglas (Spartacus), Laurence Olivier (Marcus Licinius Crassus), Jean Simmons (Varinia), Charles Laughton (Sempronius Gracchus), Peter Ustinov (Lentulus Batiatus), John Gavin (Julius Caesar), Nina Foch (Helena Glabrus), John Ireland (Crixus), Herbert Lom (Tigranes Levantus), John Dall (Marcus Publius Glabrus), Charles McGraw (Marcellus), Joanna Barnes (Claudia Marius), Harold J. Stone (David), Woody Strode (Draba), Tony Curtis (Antoninus)

Stab:Regie: Stanley KubrickProduktion: Edward Lewis • Drehbuch: Dalton Trumbo • Vorlage: Roman "Spartacus" von Howard Fast • Filmmusik: Alex North • Kamera: Russell Metty • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Alexander Golitzen, Eric Orbom, Russell A. Gausman, Julia Heron • Schnitt: Robert Lawrence • Kostüme: Valles, Bill Thomas • Make Up: Bud Westmore (Make Up), Larry Germain (Frisuren) • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: Yakima Canutt (Koordinator) •


Filmkritiken Jeff Shannon (Amazon.de): Mit seinem intelligenten Drehbuch (nach einem Roman von Howard Fast) des damals auf die schwarze Liste gesetzten Autors Dalton Trumbo ist seine Botschaft von moralischer Integrität und couragierter Überzeugung noch immer beeindruckend. Die vor Stars strotzende Besetzungsliste (darunter Charles Laughton in voller Toga) sorgt für eine Fülle unterhaltsamer Überraschungen. 1992 gänzlich restauriert und um jene Szenen erweitert, die aus dem ursprünglichen Film von 1960 herausgenommen worden waren, ist die ungekürzte Spartacus-Version ein Wunder der Filmkunst allerersten Ranges mit einigen der überwältigendsten Kampfszenen, die man je auf der Leinwand sah, sowie einem Kirk Douglas als zentrale Figur, so einfühlsam emotional wie intensiv heroisch. Jean Simmons spielt die Sklavin, die Spartacus' Frau wird, und Peter Ustinov stiehlt einfach jedem die Schau mit seiner oft urkomischen, Oscar-gekrönten Darstellung eines Sklavenhändlers, der sich schamlos bei seinen römischen Vorgesetzten einschmeichelt. Die restaurierte Fassung von 1992 enthält auch eine damals herausgenommene Badehausszene, in der Laurence Olivier einen bisexuellen römischen Senator spielt, der ganz versessen auf einen von Tony Curtis gespielten jungen Sklaven ist. Diese und einige andere wiederhergestellte Szenen dehnen den Film auf etwas über drei Stunden Länge. Trotz einiger verzeihbarer Schwachstellen ist dies ein mitreißendes und umfangreiches Drama, das den Zuschauer packt und so schnell nicht wieder loslässt. Mit seinem niveauvollen Inhalt und dem undramatischen (jedoch ausgesprochen edlen) Schluss brach Spartacus mit gängigen Hollywood-Traditionen. Ein intelligentes Epos, weit über das bloße Spektakel hinausgehend -- mit einer Geschichte so beeindruckend wie seine Breitwand-Action und Oscar-gekrönten Filmdekors.

Lexikon des internationalen Films: Eine Freiheitskämpfer-Saga mit melodramatischen und sentimentalen Akzenten in freier Auslegung der historischen Fakten und starker Vereinfachung der Ereignisse. Allein in der außergewöhnlichen Bildgestaltung der Massenszenen und kämpferischen Auseinandersetzungen vermittelt der Film einen Eindruck dieser ersten revolutionären Freiheitsbewegung. 1992 kam die rekonstruierte, ungekürzte Originalfassung des Films in die Kinos; bei allen dramaturgischen Schwächen und sozialgeschichtlichen Vereinfachungen offenbaren sich hier bislang unentdeckte Reize, so zum Beispiel die homoerotischen Untertöne der Fabel.

VideoWoche: Aufwendiges Monumentalepos von Stanley Kubrick, der mit diesem imposanten Schlachtengemälde dem historischen Freiheitskämpfer und Vorbild zahlreicher Revolutionäre ein von Publikum wie Kritik gleichermaßen begeistert gefeiertes cineastisches Denkmal setzte. Was Details anbelangt, nahm sich Stanley Kubrick einige Freiheiten, doch tun weder Kirk Douglas' 'Romanze' mit dem jungen Tony Curtis noch die pittoresken Episoden aus dem Alltag römischer Wohlstandsbürger dem historischen Gesamtbild irgendwelchen Abbruch. Erst 1992 erschien die ursprüngliche, 197minütige Originalfassung.

DVD & Video Report: Stanley Kubricks epochaler Monumentalfilm um den Sklavenaufstand des Spartakus (Kirk Douglas überwältigend) und sein Scheitern unter römischen Schwertern. Schauprächtiges Massenszenenkino mit Schwerterklang, Kettensträflingen und Tod am Holzkreuz.


Oscar®
  • Oscar für 1960: Peter Ustinov (Nebenrolle)
  • Oscar für 1960: Alexander Golitzen, Eric Orbom, Russell A. Gausman, Julia Heron (Ausstattung Farbe)
  • Oscar für 1960: Russell Metty (Kamera)
  • Oscar für 1960: Valles, Bill Thomas (Kostüme Farbe)
  • Oscar-Nominierung für 1960: Robert Lawrence (Schnitt)
  • Oscar-Nominierung für 1960: Alex North (Musik Drama-Komödie)

Hintergrund Stanley Kubrick war 31 Jahre alt, als Kirk Douglas den jungen Regisseur engagierte, bei diesem Monumentalfilm Regie zu führen, in dem der rebellische Sklave Spartacus (gespielt von Kirk Douglas) eine Revolte gegen das dekadente Römische Reich führt, um die Freiheit zu gewinnen. Stanley Kubrick weigerte sich später, den Film als seinen eigenen anzuerkennen, da es kein persönliches Projekt von ihm war, denn er war nur als Regisseur engagiert.
Oscar®
Filmplakat
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Szenenfoto
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