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Als 1991 der Film "Frankie & Johnny" in die Kinos kam, lief ein Bekannter von mir, der ein absoluter Michelle Pfeiffer-Fan ist, natürlich sofort in die erste Vorstellung. Am nächsten Tag rief er mich an - am Boden zerstört.
Und: es war eine gelungene Investition, denn Sie glauben gar nicht, wie beruhigend es für eine durchschnittliche Mitteleuropäerin ist, einen waschechten Hollywood-Star in diesem Zustand zu sehen: verquollene Augen, eingefallene Wangen und herausgewachsene Dauerwellen - schlimmer schaue ich am Morgen nach dem Aufstehen auch nicht aus. Und das Überraschende daran: die Frau ist trotz allem sexy und man kann durchaus nachvollziehen, warum sich Al Pacino unsterblich in sie verliebt. Vielleicht ist es gerade das: Beide finden am anderen etwas ganz Besonderes, etwas, das nichts mit Schönheit zu tun hat. Und am Ende überwinden beide endlich ihre Beziehungsängste und sind bereit für die große Liebe - seufz! Ließ sich Garry Marshall in "Pretty Woman" noch vom Aschenputtel-Märchen inspirieren, so brachte er hier eine für Hollywood ungewöhnlich echte und ehrliche Liebesgeschichte auf die Leinwand. Eine Kellnerin in einem Schnellrestaurant liegt nun mal nicht mit einem roten Abendkleid auf der Theke rum und singt "Makin' Whopee"! Ich plädiere jedenfalls dafür, mehr Hollywood-Stars ungeschminkt zu sehen - als nächstes wäre da Demi Moore dran! |
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