Easy Rider

Produktionsnotizen: Notizen zum Film

Da gab es den zugedröhnten Hippie, den wortkargen Denker und den Liberalen aus bürgerlichem Milieu, und sie alle sehnten sich danach, auszusteigen. Für manche zelebrierte der Film sicherlich ?Sex, Drugs and Rock'n'Roll?, wobei die kompromisslose Darstellung dieser Elemente viel Kritik nach sich zog.

Aber trotz der knappen Story funktioniert der Film auf mehreren Ebenen. Er erzählt vom Versuch, frei zu sein und eine Alternative zu leben, deren Existenz fragwürdig erscheint. Das Startkapital für die Fahrt nach New Orleans stammt aus einem Drogengeschäft mit einem Großhändler (treffenderweise durch den Plattenproduzenten Phil Spector dargestellt).

Wyatt und Billy profitieren von dem System, das sie hinter sich lassen wollen. Vielleicht kommt daher der Titel ?Easy Rider?, denn so wird im Süden der USA der Liebhaber einer Prostituierten bezeichnet.

Der Film liefert einen zynischen Kommentar zu der Treibkraft hinter dem amerikanischen Traum, dem ?pursuit of happiness?, und stellt die ganze Idee mit seinem Ende in Frage.

Relativ unromantisch stellt der Regisseur das Alltagsleben einer traditionellen Bauernfamilie dem einer Hippie-Kommune gegenüber und offenbart das Spannungsverhältnis zwischen den Vereinigten Staaten der Gegenwart und der Siedlerzeit. Diese Verbindung drückt sich auch in vielen Referenzen auf das Western-Genre aus.

?Easy Rider? wurde vom American Film Institute unter die hundert besten amerikanischen Filme gewählt. Diese Entscheidung ist gerechtfertigt, wenn man bedenkt, dass er auch heute, mehr als 35 Jahre nach der Filmpremiere, von Zuschauern filmisch neu entdeckt und begeistert aufgenommen wird.


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Dirk Jasper FilmLexikon

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