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Eines schönen Tages hört der weise Panther Baghira fremde Geräusche im Dschungel, die sich als das Quäken eines ausgesetzten Menschenkindes herausstellen. Baghira bringt das Baby zu einer befreundeten Wolfsfamilie, die ohnehin gerade Nachwuchs bekommen hat. Dort wächst der Dschungel-Findling, der "Mogli" genannt wird, wohl behütet auf und wird, trotz seines aufrechten Ganges, ein anerkanntes Mitglied des Wolfsrudels. Moglis sorgenfreies Leben scheint ein Ende zu haben, als eines Tages der menschenfressende Tiger Shir Khan die Rückkehr in seine alten Jagdgründe ankündigt.
Schweren Herzens beschließt der Ältestenrat des Wolfsrudels, Mogli in die sichere Obhut der Menschen zurückzubringen. Baghira erklärt sich bereit, Mogli in die Menschensiedlung zu begleiten. Mogli weigert sich zunächst strikt, den Dschungel zu verlassen, doch schließlich machen sich die beiden Freunde auf den Weg.
Die erste Nacht ihrer langen Reise verbringen die beiden auf einem hohen Baum. Als sie gerade eingeschlafen sind, schleicht sich die riesige Schlange Kaa heran. Kaa hat es auf den Jungen abgesehen und versetzt ihn mit ihren hypnotischen Schlafzimmeraugen in Trance. Gerade als Kaa Mogli umschlingt, erwacht Baghira und kann das Schlimmste verhindern.
Am nächsten Morgen werden Baghira und Mogli unsanft von einem kleinen Erdbeben geweckt: Die Elefanten, unter der Leitung des ehrwürdigen Colonel Hathi, sind auf ihrer Frühpatrouille unterwegs und Mogli beschließt, heimlich daran teilzunehmen. Dabei lernt er den jüngsten Sprössling von Hathi kennen, der versucht ihm beizubringen, wie ein richtiger Elefant zu marschieren hat. Doch Mogli bringt die ganze Kompanie durcheinander. Baghira ist mit seiner Geduld am Ende, als Mogli sich wieder weigert, auch nur einen Schritt weiter Richtung Menschensiedlung zu gehen. "Soll der verrückte Zweibeiner doch sehen wie er alleine zurecht kommt" denkt er und lässt Mogli schmollend zurück.
Doch schon sehr bald trifft Mogli den unbeschwerten Bären Balu, dessen Lebensphilosophie darin besteht, die Dinge einfach gelassen zu nehmen und sich durch nichts aus der Ruhe bringen zu lassen. Schnell sind die beiden die dicksten Freunde und ziehen gemeinsam singend und swingend durch den Dschungel. Das gemütliche Treiben der beiden hat ein jähes Ende, als eine Affenbande Mogli in die Ruinenstadt des wohlbeleibten Orang-Utans King Louie entführt. Der größte Wunsch des Affenkönigs ist es, das Geheimnis Feuer zu machen zu kennen. Er hofft, dadurch wie ein Mensch zu sein. Doch Mogli kann Louie hier leider nicht weiterhelfen.
Balu und Baghira versuchen, Mogli heimlich von der Affenhorde wegzulocken, wobei sich der dicke Bär als verführerische Affendame verkleidet und King Louie den Kopf verdreht. Als Balu bei einem wilden Tanz mit dem König sein Bambusröckchen verliert, erkennen die Affen die Maskerade und finden das nicht wirklich komisch. Bei einer waghalsigen Verfolgungsjagd bleibt in der Tempel-Ruinenstadt von King Louie kein Stein auf dem anderen.
Als Mogli nachts schon tief schläft, kann Baghira Balu davon überzeugen, dass man den Jungen besser in die Menschensiedlung zurückschickt. Behutsam versucht Balu am nächsten Morgen seinem kleinen Freund alles zu erklären. Mogli wirft Balu Verrat an ihrer Freundschaft vor und läuft davon. Baghira und Balu informieren Colonel Hathi und seine Truppe, die sofort im Gleichschritt losmarschieren, um Mogli im Dschungel zu suchen. Unglücklicherweise hat der verborgene Shir Khan das Einsatzgespräch belauscht und er macht sich sogleich auf den Weg, die Fährte Moglis zu verfolgen.
Mogli ahnt nichts von alledem, sondern fühlt sich von seinen alten Freunden verlassen und verraten. Auch die Aufmunterungsversuche der Geier Ziggy, Buzzie, Flaps und Dizzy ändern nichts an Moglis Traurigkeit. Plötzlich erscheint Shir Khan und sieht sich seinem Ziel sehr sehr nahe. Er setzt an zum Sprung auf Mogli, wird jedoch von Balu zurückgehalten, der ihn gerade noch am Schwanz packen kann. Zwischen beiden kommt es zum wilden Kampf, der damit endet, dass der Tiger den wackeren Bären mit einem kräftigen Prankenhieb zu Boden streckt.
Mogli hat derweil Schutz im Baum der Geier gesucht. Als plötzlich ein Gewitter losbricht, schlägt ein Blitz in den Baum ein und setzt ihn in Brand. Sofort haben die Geier eine glorreiche Idee: Feuer ist das einzige, was Shir Khan wirklich fürchtet. Während die Geier den Tiger geschickt ablenken, schleicht Mogli von hinten an ihn heran und bindet ihm einen brennenden Ast an den Schwanz. Shir Khan packt die heiße Panik und er rennt davon.
Baghira, der hinzugekommen ist, sieht den bewegungslosen Balu am Boden liegen und beginnt eine ergreifende Nachrufsrede. Balu hört ein Weilchen zu, bevor er gerührt über solch schmeichelnde Worte die Augen aufschlägt und wieder aufsteht. Er kann die Freunde beruhigen, dass so ein kleiner Schlag einen Bären wie ihn doch wirklich nicht umhauen kann.
Keiner von ihnen hatte bemerkt, dass sie sich die ganze Zeit nur einen Steinwurf entfernt von der Menschensiedlung befunden haben. Mogli starrt hinüber zum Teich. Seine ganze Aufmerksamkeit richtet sich auf ein Mädchen, das dort Wasser holt und den Jungen bezaubert. Trotz aller Warnungen von Seiten Balus, dass Frauen doch sowieso nur Ärger bringen, folgt Mogli dem Mädchen mit den großen Rehaugen in das Dorf. Balu und Baghira bleiben zurück. So einfach ist das plötzlich. Die beiden sind jetzt doch traurig ihren kleinen Freund ziehen zu sehen und darum trösten sie sich mit Balus Liebslingslied: "Probier ´s mal mit Gemütlichkeit".
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