Schnee am Kilimandscharo
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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Schnee am Kilimandscharo
Titel USA: The Snows Of Kilimanjaro
Genre: Lovestory
Farbe, USA, 1952

Kino Deutschland: 1953-03-13
Laufzeit Kino: 111 Minuten, FSK 16
Kinoverleih D:

Video-Cover
Video-Cover Video Deutschland: 1991-07
Laufzeit Video: 106 Minuten
Anbieter: 20th Century Fox

Szenenfoto Harry Street, ein erfolgreicher Schriftsteller, war zum Kilimandscharo gekommen, um ein Rätsel zu lösen, dass ihm ein verstorbener Freund aufgegeben hat: Warum gibt es am Gipfel des Berges das Skelett eines erfrorenen Geparden? Sein Übermut wurde ihm jedoch zum Verhängnis: Als er einem der "Fremdenführer" das Leben rettete, hat er sich offensichtlich mit einem gefährlichen Virus infiziert.

In einem Zelt in einem Jagdlager am Fuße des Kilimandscharo windet sich Harry Street schwerverletzt in Fieberträumen. Auf dem schneebedeckten Gipfel des Kilimandscharo liegt das Gerippe des erfrorenen Leoparden. Was suchte ein Leopard auf dem höchsten Berg Afrikas? Diese Frage beschäftigt Harry in seinen Fieberphantasien. Die infizierte Wunde hat ihn an den Rand des Todes gebracht. Seine Begleiter holen Hilfe.

Harrys Ehefrau Helen und einige afrikanische Bedienstete harren bei ihm aus, während die Geier schon warten. Aufopfernd gepflegt von seiner Frau Helen, lässt der nahende Tod Erinnerungen an sein ruheloses Leben in ihm wach werden. Im Delirium kreisen Harrys Gedanken um sein Leben als Autor von Bestsellern, die ihm zwar zu Geld und Ruhm verhalfen, seinen eigenen Vorstellungen aber nicht entsprachen und nur ein Gefühl des Versagens hinterließen.

Szenenfoto Die Zeit als junger Autor in Paris, der Verlust seiner großen Liebe Cynthia, als er eine Stelle als Kriegskorrespondent im Nahen Osten annimmt. Großwildjagd im Busch, an seinen Kampf im spanischen Bürgerkrieg und das Wiedersehen mit seiner Liebe Cynthia, die dort in seinen Armen stirbt. Er denkt auch immer wieder über die Frauen in seinem Leben nach: Helen, Liz - eine Gräfin, die sich mit dem erfolgreichen Schriftsteller schmücken wollte - und Cynthia, seine große Liebe.

Vor allem die Erinnerung an Cynthia und glücklichere Tage in Paris kehren oft zurück. Ihr Tod nahm seinem Leben den letzten Halt, und er verbringt seine Zeit mit Alkohol und Büchern über den Kilimandscharo. Erst die schöne, reiche Witwe Helen versucht seinem Leben wieder einen Sinn zu geben, sie heiraten. Helen arrangiert die Reise nach Afrika. Erst jetzt, wo das Leben vorüber zu sein scheint, entdeckt er einen Sinn darin ...


SzenenfotoDarsteller: Gregory Peck (Harry Street), Susan Hayward (Helen Street), Ava Gardner (Cynthia), Hildegard Knef (Gräfin Liz), Leo G. Carroll (Onkel Bill), Torin Thatcher, Marcel Dalio, Vincente Gomez

Regie: Henry King

Stab: • Produzenten: Darryl P. Zanuck für 20th Century Fox • Drehbuch: Casey Robinson • Vorlage: Novelle "Schnee am Kilimandscharo" von Ernest Hemingway • Filmmusik: Bernard Herrmann • Kamera: Leon Shamroy • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Lyle Wheeler, John DeCuir, Thomas Little, Paul S. Fox • Schnitt: Barbara McLean • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Eigentlich gab es nur schlechte Vorzeichen: Eine Kurzgeschichte von Ernest Hemingway mit autobiografischen Zügen wurde auf Spielfilmlänge gestreckt, alle wichtigen Afrika-Szenen entstanden im Studio, und einige US-Kinobesitzer befürchteten ein finanzielles Fiasko, weil viele Zuschauer das Wort "Kilimandscharo" nicht kannten. Die Charaktere bewegten den Zuschauer zu wenig, er konnte sich kaum mit ihnen anfreunden und so blieben die suggerierten Gefühle zumeist plakativ. Aber Henry Kings Melodram wurde trotzdem ein Kassenhit und gilt heute als wahrscheinlich eine der besten Hemingway-Verfilmungen überhaupt - eine an das Medium Film angepaßte Übertragung der kargen Prosa. Der smarte Gregory Peck war nicht die offensichtlichste Wahl für Hemingways kantigen Protagonisten. Doch seine vielschichtige Darstellung eröffnete neue Perspektiven des Hemingway-Helden - gab ihm vor allem Sensibilität. Ava Gardner als Cynthia war die Wunschbesetzung des Autors, der sie als "schönste Frau der Welt" bezeichnete.

Lexikon des internationalen Films: Zügiger Episodenfilm nach der Erzählung von Ernest Hemingway, publikumswirksam inszeniert, doch weit davon entfernt, die Charakterdarstellung und atmosphärische Dichte der Vorlage zu erreichen.


Oscar ®Oscar ®

Oscar-Nominierung für 1952 für Leon Shamroy (Kamera Farbe)
Oscar-Nominierung für 1952 für Lyle Wheeler, John DeCuir, Thomas Little, Paul S. Fox (Ausstattung Farbe)

Dirk Jasper FilmLexikon
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