Lebendig begraben

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Hintergrund •

Titel Deutschland: Lebendig begraben
Titel USA: The Premature Burial
Genre: Horror
Farbe, USA, 1962

Kino USA: 7. März 1962
Kino Deutschland: 29. November 1963
Kino Österreich: 29. November 1963
Laufzeit Kino: 81 Minuten, FSK 16

DVD Deutschland: 4. Dezember 2003
Video Deutschland: Juni 1992
Laufzeit DVD/Video: 78 Minuten

DVD bei Amazon bestellen


Inhalt Der wohlhabende Guy Carrell führt ein Dasein in der panischen Angst, wie einst sein Vater lebendig begraben zu werden. Um diesem Schicksal zu entgehen, hat er sich in der Familiengruft einen Sarg konstruiert, aus dem er sich im Falle des Scheintods befreien könnte.

Obwohl Guy die Hochzeit mit Emily Gault, der Tochter des Arztes Dr. Gideon Gault, aus Angst vor seinem - wie er glaubt, ihm sicher bevorstehenden - schrecklichen Ende absagen möchte, gelingt es Emily, ihren Verlobten gegen den Widerstand seiner Schwester Kate umzustimmen. Guys Ängste jedoch nehmen auch nach der Hochzeit mit Emily nicht ab, so dass die junge Frau Dr. Miles Archer um Hilfe bittet.

Obwohl Guy auf Emilys Wunsch seine speziell vorbereitete Gruft zerstören lässt, kann er nach Meinung Dr. Archers nur durch eine viel drastischere Maßnahme wirklich beruhigt werden: Er mußs den Sarg seines Vaters öffnen und sich selbst davon überzeugen, dass seine Scheintodtheorie im Falle des Vaters nicht zutrifft. Als er vor den sterblichen Überresten seines Vaters steht, erleidet Guy einen schweren Schock, wird für tot gehalten und umgehend begraben.

Als er Nachts auf Geheiß seines Schwiegervaters, der sich von der Leiche interessante medizinische Erkenntnisse verspricht, wieder ausgegraben wird, erkennt der wieder zu sich gekommene Guy, dass Emily seinen Scheintod "inszeniert" hat, um dadurch an sein Erbe zu kommen. Die Rache des "Wiederauferstandenen" jedoch ist grausam ...


Darsteller & Stab Darsteller: Ray Milland (Guy Carrell), Hazel Court (Emily Gault), Alan Napier (Dr. Gideon Gault), Richard Ney (Dr. Miles Archer), Heather Angel (Kate Carrell), John Dierkes (Sweeney), Richard Miller (Mole), Brendon Dillon (Pfarrer), Clive Halliday (Judson)

Stab:Regie: Roger Corman • Produzenten: Roger Corman, Gene Corman, Samuel Z. Arkoff für Santa Clara Productions • Drehbuch: Charles Beaumont, Ray Russell • Vorlage: Erzählung "Die Scheintoten" von Edgar Allan Poe • Filmmusik: Ronald Stein • Kamera: Floyd Crosby • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Daniel Haller • Schnitt: Ronald Sinclair • Kostüme: Majorie Corso • Make Up: Lou LaCava • Ton: John Bury jr. • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: Nach Edgar Allan Poes Erzählung "Die Scheintoten" drehte Gruselfilmspezialist Roger Corman seine sehr freie Version dieses literarischen Leitmotivs des US-Erzählers, das er mit kalkulierten Schockbildern und virtuos eingesetzten Effekten für die Leinwand aufbereitete.

VideoWoche: Solider, wenn auch mittlerweile etwas antiquierter Horrorfilm in der Reihe der Edgar-Allan-Poe-Verfilmungen von Roger Corman. Routiniert gemacht, stützt sich der Film vor allem auf die beklemmende Vorstellung, lebendig begraben zu werden, und schöpft aus diesen Szenen auch die meiste Spannung.

Lexikon des internationalen Films: Ein mit geschickter Farbdramaturgie und künstlichem Dekor gestalteter makabrer Gruselfilm, in dem sich Roger Corman einmal mehr auf Motive Edgar Allen Poes stützt.


Hintergrund Ein junge Mann namens Francis Ford Coppola ging als Assistent dem Regisseur Roger Corman zur Hand.

Wie seine Figur Guy Carrell war auch der us-amerikanische Schriftsteller Edgar Allan Poe nach einem traumatischen Erlebnis mit seiner für kurze Zeit scheintoten Frau Virginia von dem Gedanken besessen, dereinst lebendig begraben zu werden. Eine fixe Idee, die immer wieder als häufig variiertes Motiv in Edgar Allan Poes Werken auftaucht, genauso wie sie sich auch wie ein roter Faden durch die Filme des phantastischen Kinos zieht.

Filmplakat Polen
Video-Cover
DVD-Cover
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto

Dirk Jasper FilmLexikon

© Fotos: Archiv © 1994 - 2010 Dirk Jasper