Ein Amerikaner in Paris

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Oscar® • Filmplakat im Großformat: Deutschland

Titel Deutschland: Ein Amerikaner in Paris
Titel USA: An American In Paris
Genre: Musical
Farbe, USA, 1951

Kino USA: -
Kino Deutschland: 17. Dezember 1952
Laufzeit Kino: 114 Minuten, FSK 12

DVD Deutschland: 5. Juni 2003
Video Deutschland: ja
Laufzeit DVD/Video: 110 Minuten


Inhalt Der Amerikaner Jerry Mulligan ist kurz nach Kriegsende nach Paris gekommen, um in der Stadt eines Toulouse-Lautrec und Utrillo selber ein berühmter Maler zu werden. Obwohl der Erfolg bisher noch auf sich warten lässt, ist Jerry nicht entmutigt. Im Gegenteil, er ist die gute Laune selber, beliebt im ganzen Viertel, singt und tanzt mit den Kindern der Nachbarn und träumt mit seinem Landsmann Adam Cook vom künftigen Ruhm.

Eines Tages begegnet Jerry der hübschen und reichen Milo Roberts, deren Leidenschaft es ist, Künstler zu "sammeln", um sie berühmt zu machen. Von Jerry kauft sie gleich zwei Bilder zu einem beachtlichen Preis mit dem Hintergedanken, damit eine Anzahlung auf den Künstler selber geleistet zu haben.

Als Jerry seine Mäzenin ausführt, begegnet er Lise und verliebt sich Hals über Kopf in die stubsnasige Pariserin. Doch Lise ist bereits an einen Freund Jerrys, einen älteren Revuestar, vergeben. Sie liebt ihn zwar nicht, fühlt sich ihm jedoch verpflichtet, weil er sie im Krieg unter Lebensgefahr aus einer gefährlichen Situation gerettet hat. Daher gibt sie seinem Drängen auf Heirat nach, obwohl ihr Jerry viel mehr bedeutet.

Jerry flüchtet sich in die Arme seiner Dollarprinzessin. Zufällig besuchen die beiden Paare eines Abends dasselbe Kostümfest, und dort kommt es zu der Lösung, die weder Jerry noch Lise zu erhoffen wagten ...


Darsteller & Stab Darsteller: Gene Kelly (Jerry Mulligan), Leslie Caron (Lise Bouvier), Oscar Levant (Adam Cook), Georges Guetary (Henri Baurel), Nina Foch (Milo Roberts), Eugene Borden (George Mattieu), Martha Bamattre (Mathilde Mattieu)

Stab:Regie: Vincente Minnelli • Produzenten: Arthur Freed für MGM • Drehbuch: Alan Jay Lerner • Vorlage: - • Filmmusik: George Gershwin, Johnny Green, Saul Chaplin • Kamera: Alfred Gilks, John Alton • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Cedric Gibbons, Preston Ames, Edwin B. Willis, Keogh Gleason • Schnitt: Adrienne Fazan • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Choreografie: Gene Kelly •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: Eines der großen Musicals mit überaus harmonischer Verbindung der klassischen Stil-Elemente. Das Leinwanddebüt der Hauptdarstellerin bringt solch wundervolle Auftritte wie der von Oscar Levant, der in einem großen Konzert gleich alle Rollen selbst verkörpert: Dirigent und Solist, Orchester und Zuschauer. Georges Guétary stürmt die "Stairway to Paradise" empor und liefert Parodie und Apotheose des Musiktheaters im Stile der Folies Bergère. Gene Kelly bezieht Adams Piano als Steptanzboden in einem Solo mit ein; zusammen mit Henri steckt er mit dem Jubelduett "'s Wonderful" das ganze Viertel mit ihrer Lebensfreude an; und der romantische Pas-de-deux mit Leslie Caron am Ufer der Seine "Our Love Is Here to Stay" erinnert an die schönsten Momente mit Fred Astaire und Ginger Rogers.

Reclams Filmklassiker: Das ist die Choreographie Gene Kellys, die Farbdramaturgie Vincente Minnellis, die Tanzkunst Leslie Carons. Die drei Freunde sitzen im Café, und auf die Frage 'What's she like?' fährt die Kamera auf einen Spiegel an der Wand, in dessen Rahmen Lise als Imagination der Männer erscheint. In sechs Vignetten, jede monochromatisch anders eingefärbt, führt sie Mode und Tanzstil einer bestimmten Epoche vor: Barock und Biedermeier, viktorianisch und jakobinisch, Louis XVI. und die 20er Jahre. Damit zeigt sie die verschiedenen Aspekte ihrer Persönlichkeit: schön oder lustig, sexy oder altmodisch, der Bücherwurm oder das Charleston-Mädchen. - Das Schlußballett vereint wiederum die europäische Kultur in einer faszinierenden Hommage mit dem Hollywood-Musical. Dafür setzte Minnelli zur Überraschung aller einen neuen Kameramann durch, den bis dahin als Meister der Schwarzweiß-Fotografie bekannten John Alton. Nach Jerrys Schwarzweißzeichnung auf dem Künstlerfest folgt die Explosion von Technicolor, Licht und Bewegung. Die großen französischen Maler geben den Ton an: Dufy für die Place de la Concorde, Renoir für den Blumenmarkt, Utrillo für die Montmartre-Straße, Rousseau für den Jahrmarkt, van Gogh für die Place de l'Opéra, Toulouse-Lautrec für das Moulin Rouge.

Rhein-Zeitung 9. März 1996: Dank Kellys brillanter Choreographie, Gershwins mitreißenden Melodie und Vincente Minnellis phantasievoller Inszenierung entstand eines der schönsten Filmmusicals der Kinogeschichte.

Lexikon des internationalen Films: Aus dem harmonischen Zusammenklang von phantasievoller Inszenierung und brillanter Choreografie ist eines der schönsten Filmmusicals entstanden, das überzeugend den Flair von Paris widerspiegelt.


Oscar®
  • Oscar für 1951: Arthur Freed als Produzent für "Ein Amerikaner in Paris" (Bester Film)
  • Oscar für 1951: Cedric Gibbons, Preston Ames, Edwin B. Willis, Keogh Gleason (Ausstattung)
  • Oscar für 1951: Alan Jay Lerner (Original-Drehbuch)
  • Oscar für 1951: Alfred Gilks, John Alton (Kamera)
  • Oscar für 1951: Orry-Kelly, Walter Plunkett, Irene Sharaff (Kostüme)
  • Oscar für 1951: Johnny Green, Saul Chaplin (Musik)
  • Oscar-Nominierung für 1951: Vincente Minelli (Regie)
  • Oscar-Nominierung für 1951: Adrienne Fazan (Schnitt)
Oscar®
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