Vom Winde verweht

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Titel Deutschland: Vom Winde verweht
Titel USA: Gone With The Wind
Genre: Melodram
Farbe, USA, 1939

Kino USA: -
Kino USA: 26. Juni 1998 (WA)
Kino Deutschland: 15. Januar 1953
Laufzeit Kino: 230 Minuten, FSK 12

DVD Deutschland: 7. Dezember 2000
Video Deutschland: ja
Laufzeit DVD/Video: 221 Minuten


Inhalt Die Geschichte von Scarlett O'Hara und Rhett Butler, eingebettet in die Wirren des us-amerikanischen Bürgerkrieges, der Sklavenbefreiung und einer Welt im Umbruch.

Von Tara, einer Südstaatenplantage, zieht Scarlett nach Atlanta. Sie ist bereits Kriegswitwe, als sie nach langem und beharrlichen Werben Butlers diesen schließlich erhört.

Aber nachdem ihre Tochter bei einem Reitunfall zu Tode kommt und Scarlett ihr zweites Kind durch eine Fehlgeburt verliert, verliert sie auch Rhett, den sie endlich lieben gelernt hat.

Aber da ist immer noch Tara ...


Darsteller & Stab Darsteller: Clark Gable (Rhett Butler), Vivian Leigh (Scarlett O'Hara), Leslie Howard (Ashley Wilkes), Olivia de Havilland (Melanie Wilkes), Hattie McDaniel (Mammy), Thomas Mitchel (Gerald O'Hara), Barbara O'Neil (Mrs. O'Hara)

Stab:Regie: - • Produzenten: David O. Selznick • Drehbuch: Sidney Howard • Vorlage: Roman Vom Winde verweht von Margaret Mitchell • Filmmusik: Max Steiner • Kamera: Ernest Haller, Ray Rennahan • Spezialeffekte: John R. Cosgrove, Fred Albin, Arthur Johns • Ausstattung: Lyle Wheeler • Schnitt: Hal C. Kern, James E. Newcom • Kostüme: Walter Plunkett • Make Up: - • Ton: Thomas T. Moulton • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken VideoWoche: David O. Selznicks üppig ausgestattetes, überwältigendes Leinwandepos wurde schon bei seiner Premiere als Meilenstein der Filmgeschichte gefeiert: Nie zuvor wurden derart ergreifende Massenszenen gedreht und so luxuriöse Kulissen gebaut, während gleichzeitig hochkarätige Schauspieler wie Vivien Leigh, Clark Gable und Leslie Howard ihr Bestes geben. Kein Wunder, dass der Film der Superlative bei der Oscar-Verleihung 1940 sagenhafte zehn Auszeichnungen einheimste und zu einem echten Klassiker geworden ist, bei dem sich die Zuschauer auch heute noch gerne von großen Gefühlen mitreißen lassen, um dann genüsslich zum Taschentuch zu greifen.

Lexikon des internationalen Films: Trotz mancher bloß äußerlicher Effekte fasziniert der Film immer noch durch hervorragende schauspielerische Leistung und die fesselnde Schilderung von Schicksalen vor dem Hintergrund der Bürgerkriegswirren. (Störend bleibt die für spätere Kinoauswertung und vor allem Fernsehausstrahlungen vorgenommene Breitleinwand-Bearbeitung, die den bildkompositorischen Eindruck schmälert.)

stern tv-magazin: Vollbad in Emotionen (...) Kino in einer handwerklichen Perfektion, wie es das Publikum bis dahin nicht gesehen hatte.

Süddeutsche Zeitung: Schon kein Film mehr, sondern ein Mythos.


Oscar® Oscar für 1939: "Vom Winde verweht" (Bester Film)
Oscar für 1939: Lyle Wheeler (Ausstattung)
Oscar für 1939: Sidney Howard (Drehbuch)
Oscar für 1939: William Cameron Menzies (Farbdramaturgie)
Oscar für 1939: Vivien Leigh (Hauptdarstellerin)
Oscar für 1939: Ernest Haller, Ray Rennahan (Kamera)
Oscar für 1939: Hattie McDaniel (Nebendarstellerin)
Oscar für 1939: Victor Fleming (Regie)
Oscar für 1939: Hal C. Kern, James E. Newcom (Schnitt)

Oscar-Nominierung für 1939: Clark Gable (Hauptdarsteller)
Oscar-Nominierung für 1939: Max Steiner (Musik)
Oscar-Nominierung für 1939: Olivia de Havilland (Nebendarstellerin)
Oscar-Nominierung für 1939: John R. Cosgrove, Fred Albin, Arthur Johns (Spezialeffekte)
Oscar-Nominierung für 1939: Thomas T. Moulton (Ton)


Hintergrund Ein Jahrhundertphänomen: Fast 30 Jahre führte die mit einem Budget von vier Millionen Dollar für damalige Verhältnisse sensationell teure Produktion die Hitliste der erfolgreichsten Filme an, und noch heute übt das Liebesepos eine schier unwiderstehliche Faszination auf sein Publikum aus.

Die Entstehungsgeschichte des Films ist Teil seiner Legende: Als David O. Selznick die seinerzeit horrende Summe von 50.000 US-Dollar für die Rechte an Margaret Mitchells Roman hinblätterte, war er sich des späteren Erfolgs sicher. 1936 veröffentlicht, hielt sich das mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnete Buch mehr als zwei Jahre auf der Bestseller-Liste der "New York Times".

Die Vorlage und die mit großem Wirbel betriebene Kampagne um die Besetzung der weiblichen Hauptrolle sicherten dem Unternehmen schon vorab immense Publicity. Ganz USA beschäftigte die Frage, wer aus dem Rennen um den Part der Scarlett als Siegerin hervorgehen würde.

Nachdem mehr als 2.000 hoffnungsvolle Nachwuchsstars und praktisch die gesamte weibliche Hollywood-Prominenz - darunter Bette Davis, Claudette Colbert, Carole Lombard, Norma Shearer und Joan Crawford - auf die Plätze verwiesen waren, zog Selznick die britische Bühnenschauspielerin Vivien Leigh ("Endstation Sehnsucht", "Lord Nelsons letzte Liebe") aus der Hinterhand.

Die komplizierten Dreharbeiten des späteren Kassenschlagers verschlissen mehrere Regisseure. George Cukors eher lyrische Sequenzen - etwa die Hochzeit auf "Twelve Oaks" - gelten heute als die Highlights des Films. Clark Gable, der sich vom "Frauen"-Regisseur Cukor nicht ins rechte Licht gerückt sah, sorgte dafür, dass er bald durch Victor Fleming ("Der Zauberer von Oz", "Der Mann aus Virginia") ersetzt wurde. Der mußste seinerseits die Regie zeitweise an Sam Wood abgeben - er erlitt im Laufe der Dreharbeiten einen Nervenzusammenbruch.

Der einstmals erfolgreichste Film der Welt wurde digital bearbeitet. Bei seinem Neustart am 26. Juni 1998 in den US-Kinos wurde auf Anhieb Platz 13 in der Kino-Hitparade erreicht.

Oscar®
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Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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