U 47 - Kapitänleutnant Prien
• Inhalt • Cast & Crew • Filmkritiken • Filmplakat im Großformat
Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: U 47 - Kapitänleutnant Prien
Genre: Drama
Schwarzweiß, Deutschland, 1958

Kino Deutschland: 1958-09-25
Laufzeit Kino: 89 Minuten, FSK 12
Kinoverleih D:

Video-Cover
Video-Cover Video Deutschland: ja
Laufzeit Video: 88 Minuten
Anbieter: Jaguar Video

Szenenfoto Deutschland, 1939: U-Boot-Kapitän Prien wird nach einer tollkühnen Feindfahrt als erster Soldat mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Zum Volkshelden avanciert, bittet ihn sein Jugendfreund, Pfarrer Kille, seinen Einfluß beim Nazi-Regime geltend zu machen, um politisch Verfolgten zu helfen. Doch der Offizier lehnt ab: Als Soldat will er sich grundsätzlich nicht in Dinge der Politik einmischen.

Dennoch bleibt Killes eindringlicher Appell nicht ohne Wirkung, und nach der nächsten Torpedierung eines feindlichen Schiffes versucht Prien sogar, einige Überlebende zu retten. Mittlerweile konnten die Alliierten ihre Ortungssysteme verbessern, immer mehr deutsche U-Boote werden versenkt. Dennoch lehnt Prien - zur großen Enttäuschung seiner Frau - einen Posten als Ausbilder an Land ab, weil er seine Mannschaft nicht in Stich lassen will.

Als er den inzwischen inhaftierten Freund noch einmal besucht, vollzieht sich in ihm jedoch ein endgültiger Sinneswandel: Die kommende Fahrt soll seine letzte sein ...


SzenenfotoDarsteller: Dieter Eppler (Kapitänleutnant Prien), Sabina Sesselmann (Ingeborg Prien), Joachim Fuchsberger (Oberleutnant Birkeneck), Harald Juhnke (Smut), Ute Hallant (Alwine), Olga Tschechowa (Fürstin), Richard Häussler (Befehlshaber der U-Boote), Dieter Borsche (Pfarrer Kille)

Regie: Harald Reinl

Stab: • Produzenten: Alfred Bittins für Arca • Drehbuch: Joachim J. Bartsch • Vorlage: Story von Udo Wolter • Filmmusik: Norbert Schultze • Kamera: Ernst W. Kalinke • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Heinz Haber • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Korvettenkapitän Günther Prien avancierte 1939 zum Nationalhelden, als er in einer tollkühnen Aktion britische Kriegsschiffe in ihrer heimatlichen Bucht torpedierte. Zwei Jahre später fiel er. Um diesen historischen Kern inszenierte Reinl seine Geschichte um einen Offizier, der im Krieg zunächst nur seinen Beruf, nicht aber die Fortsetzung der menschenverachtenden nationalsozialistischen Politik sehen will. Als er seine Katharsis durchlebt, ist es zu spät. Mit Filmen wie dieser oder "Des Teufels General", "Haie und kleine Fische" und "Hunde, wollt ihr ewig leben" beschäftigte sich das Kino der Ära Adenauer mit diesem Kapitel der Vergangenheitsbewältigung. Deren Prämisse lautete: "Kollektivschuld - ja, Individualschuld - nein" und bot dem Zuschauer ein psychologisches Schlupfloch, indem es den verzweifelten Versuch positiv gezeichneter Soldaten schilderte, in einem unmenschlichen System Mensch zu bleiben.

Filmblätter: Eppler glaubt man in der Titelrolle die nervliche Strapazierfähigkeit eines Kaleu und die ernsten Überlegungen eines Umkehrwilligen, Fuchsberger staffiert seinen Ersten mit Schneid und viel Seebärigkeit aus, Juhnke bewältigt die Aufgabe, mittels Berliner Schnauze als Smut eine gepfefferte Portion Soldatenhumor zu servieren.

Lexikon des internationalen Films: Eine für die Entstehungszeit modische, insgesamt unaufrichtige Mischung aus deutschem Seeheldentum, aufgesetzter Widerstandshaltung und gefühlvoller Antikriegs-Allüre.

Dirk Jasper FilmLexikon
© 1994 - 2010 Dirk Jasper