Wiedersehen in Howards End

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Oscar ® •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Wiedersehen in Howards End
Titel England: Howard's End
Genre: Drama
Farbe, England, 1992, FSK 6

Kino Deutschland: 1992-10-29
Laufzeit Kino: 142 Minuten
Kinoverleih D:

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1993-09-20
Kaufkassette: ja
Laufzeit Video: 135 Minuten
Anbieter: VCL


Szenenfoto Margaret und Helen Schlegel sind zwei intelligente, kultivierte und für ihre Zeit emanzipierte Schwestern. Bei ihrer Begegnung mit der reichen, konventionellen Familie Wilcox verliebt sich Helen in den jüngsten Sohn Paul. Die Liebesgeschichte scheitert jedoch an den Klassenunterschieden und bringt die beiden Familien vorläufig auseinander. Bei einer späteren erneuten Begegnung entwickelt sich zwischen Margaret und Mrs. Wilcox eine innige und langwährende Freundschaft.

Nach dem Tode von Mrs. Wilcox werden deren Hinterbliebenen unangenehm überrascht: Mrs. Wilcox hinterläßt Margaret ihr Anwesen "Howard's End". Wieder wäre es fast zum Bruch zwischen den Schlegel und den Wilcox gekommen, wenn nicht der frisch verwitwete Mr. Wilcox große Sympathie für Margaret hegen würde. Diese ist gegenseitig und geht schon bald tiefer.

Kurz darauf beschließen Margaret und Mr. Wilcox gegen den Willen ihrer Verwandten, zu heiraten. Dies zieht einige Schwierigkeiten und Komplikationen nach sich, die die unterschiedlichen Wertvorstellungen der Schlegel und der Wilcox mehr als einmal aufeinanderprallen läßt ...


SzenenfotoDarsteller: Anthony Hopkins (Henry Wilcox), Vanessa Redgrave (Ruth Wilcox), Helena Bonham Carter (Helen Schlegel), Emma Thompson (Margaret Schlegel), James Wilby (Charles Wilcox), Samuel West (Leonard Bast), Jemma Redgrave (Evie Wilcox), Prunella Scales, Joseph Bennett, Adrian Ross Meggenty, Jo Kendall, Nicola Duffett

Regie: James Ivory

Stab: • Produzenten: Ismael Merchant für MIP • Drehbuch: Ruth Prawer Jhabvala • Vorlage: Roman "Wiedersehen in Howards End" von E. M. Forster • Filmmusik: Richard Robbins • Kamera: Tony Pierce-Roberts • Spezialeffekte: Effects Associates • Ausstattung: Luciana Arrighi, Ian Whittaker • Schnitt: Andrew Marcus • Kostüme: Jenny Beavan, John Bright • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Choreographie: Teddy Peiro And His Tango Group •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Kunstvoll ausgemaltes Gesellschafts- und Sittenbild aus dem viktorianischen England um die Jahrhundertwende, wo sich Persönlichkeiten aus zwei Familien mit erzkonservativen Auffassungen und mit emanzipatorischen Idealen in den dadurch ausgelösten Liebesschicksalen und Lebenskrisen gegenüberstehen. James Ivorys vielfach preisgekrönte Verfilmung von E. M. Forster mit brillanten Darstellern.

SzenenfotoLexikon des internationalen Films: Kunstvoll ausgemaltes Gesellschafts- und Sittenbild aus dem viktorianischen England um die Jahrhundertwende, wo sich Persönlichkeiten aus zwei Familien mit erzkonservativen Auffassungen und emanzipatorischen Idealen in den dadurch ausgelösten Liebesschicksalen und Lebenskrisen gegenüberstehen. Die Verfilmung folgt zwar genau dem psychologischen Wahrheitsgehalt der Vorlage, stumpft ihre ironisch-kritische Gesellschaftsbelichtung aber durch schwelgerische Ästhetik ab. Sie verschenkt zugunsten einer gepflegt-nostalgischen Unterhaltung die Chance, den Gegensatz von gesellschaftlich bedingtem "Scheinleben" und wirklicher Persönlichkeitsstruktur und Lebensempfinden zu einem zeitlos ansprechenden Gleichnis zu formen. Hervorragend gespielt und fotografiert.

Fischer Film Almanach 1993: Ivorys Film ist durch eine ausgefeilte Kino-Ästhetik überlegen und gewinnt eine zusätzliche Dimension durch hdie geschickte Einbeziehung des Hauses "Howards End", das als Schicksalsträger über drei Jahrzehnte eine ebensolche Rollenbedeutung wie die Protagonisten besitzt. Was von manchen als Nostalgie-Unterhaltung abgetan wird, ist aber mehr, wenn man die Oberfläche hinter sich läßt und den Augen ihr eigenes Bild der Dinge öffnet.

Der Spiegel: Obwohl Forsters milde Erzähler-Ironie etwas zu selten durchscheint, rettet Ivory - was für eine Literaturverfilmung ja allerhand ist - nahezu verlustfrei die wehmütige Botschaft der Erzählung: Wie leicht könnten alle einander verstehen lernen, kämen nur wichtige Beziehungen zustande, wäre nur nicht jeder isoliert durch eigene Vorurteile.

Rhein-Zeitung 05.02.1996: In erlesen schönen Bildern zeichnete Regisseur James Ivory (...) das Porträt einer in Konventionen erstarrten Gesellschaft.

Kölner Stadt-Anzeiger: Ein subtiles Gesellschaftsporträt über die Konfrontation zweier Welten.


Oscar ®Oscar ®

Oscar für 1992 für Luciana Arrighi, Ian Whittaker (Ausstattung)
Oscar für 1992 für Ruth Prawer Jhabvala (Drehbuch)
Oscar für 1992 für Emma Thompson (Hauptdarstellerin)

Oscar-Nominierung für 1992 für "Wiedersehen in Howards End" (Bester Film)
Oscar-Nominierung für 1992 für Tony Pierce-Robert (Kamera)
Oscar-Nominierung für 1992 für Jenny Beavan, John Bright (Kostüme)
Oscar-Nominierung für 1992 für Richard Robbins (Musik)
Oscar-Nominierung für 1992 für Vanessa Redgrave (Nebenstarstellerin)
Oscar-Nominierung für 1992 für James Ivory (Regie)

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