08/15

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: 08/15
Genre: Kriegsfilm
Farbe, Deutschland, 1954, FSK 16

Kino Deutschland: 1954-09-30
Laufzeit Kino: 100 Minuten
Kinoverleih D:

Videocover
Videocover Video Deutschland: ja
Laufzeit Video: 96 Minuten
Anbieter: Taurus

DVD Deutschland: 2001-04-24
Laufzeit DVD: 103 Minuten
Anbieter: Kinowelt


Sie können hier das Original deutsche Filmplakat im Großformat herunterladen oder ansehen.

Szenenfoto Kasernendrill 1939: Gefreiter Asch und Kanonier Vierbein gehören der gleichen Korporalschaft an. In ihrer Gegensätzlichkeit verkörpern sie zwei ganz bestimmte Soldatentypen. Asch gilt als einer, der "mit allen Wassern" gewaschen ist, während Vierbein als Niete der Batterie gilt und immer wieder bei Vorgesetzten unangenehm auffällt.

Diese, vor allem der gefürchtete "Schleifer" Platzek, lassen keine Gelegenheit aus, dem etwas unbeholfenen Kanonier das Leben schwer zu machen: Immer häufiger wird er zu Strafdiensten herangezogen, bis dies schließlich zu seinem körperlichen Zusammenbruch führt. Asch nimmt sich des Kameraden an und beginnt gegen Schikane und vorsätzliche Schleiferei zu opponieren.

Szenenfoto Er nutzt nun das Vertrauen, das er sich durch seine Geschicklichkeit bei seinen Vorgesetzten erworben hat, und es gelingt ihm auch, hinter einige dunkle Geheimnisse dieser "korrekten" Herren zu kommen. Der eine hat Lebensmittelrationen verschoben, ein anderer die Kleiderkammer auf eigene Rechnung mißbraucht, ein dritter ist in eine Munitionsaffäre verwickelt.

Als eines Abends aus dem Dunkel auf Hauptwachtmeister Schulz geschossen wird, fällt der Verdacht auf Asch. Asch wird verhaftet, jedoch will Hauptmann Derna jedes Aufsehen vermeiden. Der Stabsarzt soll den Gefreiten kurzerhand für unzurechnungsfähig erklären. Da Asch aber gegen den Stabsarzt tätlich wird, kommt es zur Meldung an den Kommandeur. Der kennt natürlich die Verhältnisse in der dritten Batterie und regelt die Angelegenheit auf seine Weise.

Alles wird aufgedeckt, Asch wird zum Unteroffizier befördert, Platzek wird strafversetzt, die Dienststellung von Schulz wird aufgehoben, und einige Offiziere werden energisch zurechtgewiesen. Auf diese Art will der Kommandeur Korruption und vorsätzliche Schleiferei in Zukunft ausschließen.


SzenenfotoDarsteller: Joachim Fuchsberger (Gefreiter Asch), Paul Bösinger (Kanonier Vierbein), Hans Christian Blech (Platzek), Peter Carsten (Stabsgefreiter Kowalski), Reinhard Glemnitz (Lindenberg), Emmerich Schrenk (Hauptwachtmeister Schulz), Harry Hardt (Hauptmann Derna), Heinz Peter Scholu (Stabsarzt), Wilfried Seyferth (Kommandeur), Helen Vita (Lore Schulz), Eva Ingeborg Scholz (Elisabeth Asch-Freitag), Gundula Korte (Ingrid Asch), Wolfgang Wahl (Schwitzke), Dietrich Thoms (Wunderlich), Rudolf Rhomberg (Rumpler), Hans Elwenspoek (Wachtmeister Werktreu), Reiner Penkert (Leutnant Wedelmann), Wilfried Seyferth (Major Luschke), Walter Klock (Vater Asch), Herbert Kroll (Vater Freitag), Mario Adorf (Wagner)

Regie: Paul May

Stab: • Produzenten: Divina • Drehbuch: Ernst von Salomon • Vorlage: Roman "08/15" von Hans Hellmut Kirst • Filmmusik: Rolf Wilhelm • Kamera: Heinz Hölscher • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Peter Scharf • Schnitt: Walter Boos • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Ernst von Salomons Drehbuch und Paul Mays Regie haben die Konturen des Buches verschärft (ein nicht eben häufiger Vorgang - bei der Verfilmung von "Verdammt in alle Ewigkeit" war's umgekehrt), ihm aber die Komik belassen.

Gunter Groll, Süddeutschen Zeitung 02.10.1954: Kräftig und kühn - weit kräftiger, als man's vom deutschen Nachkriegsfilm gewohnt ist - wird hier denen, die uns den Marsch blasen (bliesen, blasen werden), der Marsch geblasen. Kräftiger noch und kühner als es das Buch tat: 08/15, der Bestseller vom Barras.

Lexikon des internationalen Films: Anekdotisch, derb, oft vulgär und im Grunde unpolitisch, löst der Film seinen Anspruch auf ein kritisches antimilitärisches Engagement kaum ein; er bedient vielmehr, darin sehr geschickt, die Unterhaltungserwartung des Publikums.

Dirk Jasper FilmLexikon
© 1994 - 2010 Dirk Jasper