Citizen Kane

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Oscar ® • Bemerkungen • Gewinnspiel •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Citizen Kane
Titel USA: Citizen Kane
Genre: Drama
Schwarzweiss, USA, 1941, FSK 12

Kino Deutschland: 1962-06-29
Kino USA: 1941-05-01
Laufzeit Kino: 117 Minuten
Kinoverleih D:

DVD-Cover
DVD-Cover Video Deutschland: ja
Laufzeit Video: 113 Minuten
Anbieter: Arthaus

DVD Deutschland: 1999-11-14
Laufzeit DVD: 113 Minuten
Anbieter: Arthaus



Szenenfoto Der US-Zeitungsmagnat Charles Foster "Citizen" Kane beherrscht über Jahrzehnte hinweg die öffentliche Meinung der USA. Sein geschäftliches Leben begann mit viel Enthusiasmus und dem Bekenntnis zur Wahrheit. Dann kam der Erfolg, mit ihm Ehrgeiz und schließlich die Loslösung von seinen Prinzipien bis zur Korruption durch Macht.

Charles Foster Kane kommt schließlich in seiner phantastischen Traumvilla Xanadu ums Leben. Sein letztes Wort "Rosebud" (Rosenknospe) bleibt für den Reporter, der über die Hintergründe seines Todes berichten soll, ein Rätsel.

Im Zuge seiner Nachforschungen rekonstruiert er Schritt für Schritt Kanes Vergangenheit. Er befragt Kanes Ex-Ehefrau Susan, die Kollegen von der Zeitung "Inquirer", die Kane mit 25 Jahren gründete.

Er beschäftigt sich mit den Memoiren des Bankiers Thatcher, der dem jungen Kane vorausgesagt hatte, dass er ein großes Vermögen erben würde. Doch das Rätsel um "Rosebud" bleibt bestehen ...


SzenenfotoDarsteller: Orson Welles (Charles Foster "Citizen" Kane), Agnes Moorehead (Mrs. Kane, Mutter), Harry Shannon (Mr. Kane, Vater), Joseph Cotten (Jed Leland), George Coulouris (Thatcher), Dorothy Comingore (Susan Alexander), Everett Sloane (Mr. Bernstein), Ray Collins ("Big Jim" Gettys), Paul Stewart (Raymond), Alan Ladd (Reporter), Ruth Warrick

Regie: Orson Welles

Stab: • Produzenten: Orson Welles für RKO / The Mercury Actors • Drehbuch: Herman J. Mankiewicz, Orson Welles • Vorlage: - • Filmmusik: Citizen Kane Bernard Herrmann • Kamera: Gregg Toland • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Perry Ferguson, Van Nest Polglase, Al Fields, Darrell Silvera • Schnitt: Robert Wise • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: John Aalberg • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: "Citizen Kane" ist das Erstlingswerk des 25 Jahre alten Regisseurs, der zwei Jahre zuvor mit seiner Hörspielfassung vom "Kampf der Welten" ganz New York in Aufruhr versetzt hatte. Und es ist das Gemeinschaftswerk eines jungen Regisseurs mit einem kongenialen Kameramann. Erst durch die Zusammenarbeit mit Gregg Toland, einem der renommiertesten "directors of photography" seiner Zeit, konnten die Bilder entstehen, die das Leben des Medienmoguls Kane so facettenreich beleuchten.

Lexikon des internationalen Films: Der damals 24-jährige Orson Welles, der seinen Debütfilm als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller frei gestalten konnte, entwirft ein geniales Charakter- und Gesellschaftsporträt, in dem der Mythos des Amerikanischen Traums zugleich beschworen und kritisch befragt wird. Die verschachtelte Rückblenden-Technik - nach seinem Tod forscht ein Reporter in Kanes Vergangenheit - zersplittert den Charakter in eine Vielzahl widersprüchlicher Facetten: die Figur des "Bürgers Kane" entsteht erst im Schnittpunkt ihrer öffentlichen und privaten Existenz, im Zusammenspiel aus Erinnerung, Kommentar und fiktivem Dokument. Welles nutzt virtuos die filmtechnischen Möglichkeiten seiner Zeit; die elliptischen Montagen, die ausdrucksstarken Bildkompositionen, die raschen Perspektivwechsel wirkten bahnbrechend und setzten Maßstäbe; ein kommerzieller Erfolg blieb jedoch aus.

Kölner Stadt-Anzeiger: Orson Welles' epochaler Film über einen Millionär und Beherrscher der öffentlichen Meinung, dessen Leben nach seinem Tod von einem Reporter ergründet wird. Assoziative Erzähltechnik und ungewöhnliche Bildperspektiven charakterisieren den Film über das Leben eines Medienmoguls.

Süddeutsche Zeitung: "Citizen Kane" ist in vieler Hinsicht, in seiner assoziativen und anekdotischen Erzähltechnik, in seiner ausgefeilten Bildsprache, in seiner glänzenden Montage, in seiner neuartigen Tonmischung, in seiner dichten Dramaturgie und in seiner politisch menschlichen Aussage ein Meilenstein der Filmgeschichte.

Rhein-Zeitung 1996-10-02: Orson Welles' Regiedebüt revolutionierte Filmschnitt und Kameraführung.


Oscar ®Oscar ®

Oscar für 1941 für Herman J. Mankiewicz, Orson Welles (Original-Drehbuch)

Oscar-Nominierung für 1941 für "Citizen Kane" (Bester Film)
Oscar-Nominierung für 1941 für Perry Ferguson, Van Nest Polglase, Al Fields, Darrell Silvera (Ausstattung)
Oscar-Nominierung für 1941 für Orson Welles (Hauptdarsteller)
Oscar-Nominierung für 1941 für Gregg Toland (Kamera)
Oscar-Nominierung für 1941 für Bernard Hermann (Musik)
Oscar-Nominierung für 1941 für Orson Welles (Regie)
Oscar-Nominierung für 1941 für Robert Wise (Schnitt)
Oscar-Nominierung für 1941 für John Aalberg (Ton)


SzenenfotoBemerkungen

Nominiert für insgesamt elf "Oscars", erhielt "Citizen Kane" lediglich einen Oscar" für das "Beste Originaldrehbuch" zugesprochen.

Im Frühjahr 1941, als der filmische Geniestreich in die US-Kinos kommen sollte, versuchte der sich persönlich porträtiert fühlende Verleger-Zar William Randolph Hearst über Mittelsmänner das Originalnegativ und alle Kopien für die Summe von 800 000 Dollar aufkaufen und anschließend zerstören zu lassen. Als das Unternehmen scheiterte, wurde das Werk bei der Premiere am 1. Mai 1941 von den Presseorganen Hearsts geflissentlich totgeschwiegen.

Mark Robson arbeitete beim Schnitt mit, blieb jedoch ungenannt.


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