Der dritte Mann

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Oscar ® • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Der dritte Mann
Titel England/USA: The Third Man
Genre: Thriller
Farbe, England, 1949, FSK 12

Kino Deutschland: 1950-01-06
Laufzeit Kino: 108 Minuten
Kinoverleih D: Deutsche London Film

Videocover
Videocover Video Deutschland: ja
Laufzeit Video: 103 Minuten
Anbieter: Kinowelt

DVD Deutschland: 1999-11-14
Laufzeit DVD: 104 Minuten
Anbieter: Kinowelt


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Szenenfoto Wien 1948: Der mittelmäßige US-Western-Schriftsteller Holly Martins will in der Viermächtestadt seinen Freund Harry Lime besuchen. Doch er kommt gerade noch rechtzeitig zu Limes Begräbnis, bei dem er dessen Freundin Anna und den Chef der britischen Militärpolizei, Calloway, kennenlernt.

Calloway deutet an, dass Lime in dunkle Geschäfte verwickelt gewesen sei. Martins stellt Nachforschungen an, um seinen Freund zu rehabilitieren. Er entdeckt schließlich, dass Lime ein Penicillinschieber ist, der sich durch einen vorgetäuschten Tod den Nachforschungen der Polizei entziehen wollte.

Nachdem ihm Calloway in einem Krankenhaus die verheerenden Auswirkungen von verdünntem Penicillin, das auf dem Schwarzen Markt verkauft worden ist, drastisch vor Augen geführt hat, hilft Martins bei der Fahndung nach Lime, der im Kanalisationsnetz der Stadt gestellt und erschossen wird.


SzenenfotoDarsteller: Joseph Cotten (Holly Martin), Alida Valli (Anna), Orson Welles (Harry Lime), Trevor Howard (Calloway), Paul Hörbiger (Porter), Ernst Deutsch (Kurtz), Erich Ponto (Dr. Winkel), Hedwig Bleibtreu

Regie: Carol Reed

Stab: • Produzenten: David O. Selznick, Alexander Korda für London Film • Drehbuch: Graham Greene • Vorlage: Roman "Der dritte Mann" von Graham Greene • Filmmusik: Anton Karas • Kamera: Robert Krasker • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Oswald Hafenrichter • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: "Der dritte Mann" machte seinen Regisseur, Carol Reed, weltberühmt und wurde ein phänomenaler Erfolg, ein Klassiker der Filmgeschichte. Am Gelingen des Films hatten viele Anteil: Der Kameramann Robert Krasker, ein Könner seines Fachs, der die Magie, die Dramaturgie von Licht und Schatten effektvoll in Szene setzte; der Autor und ehemalige Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes, Graham Greene, der in Kooperation mit dem Regisseur die ökonomische und soziale Atmosphäre des besetzten Wien präzise auf den Punkt brachte; der Schauspieler Orson Welles, der dem Film mit seiner physischen Präsenz einen unverwechselbaren, eindringlichen Touch gab; die Zither-Musik von Anton Karas, der das musikalische Leitmotiv, das Harry Lime-Thema, zum Ohrwurm machte und damit eine richtige "Zither-Welle" in Amerika und Europa auslöste. "Der dritte Mann" stand natürlich in der Tradition des englischen Dokumentarfilms (John Grierson /Paul Rotha), der dreißiger und vierziger Jahre sowie des italienischen Neorealismus ("Rom, offene Stadt", "Fahrraddiebe").

André Bazin: Zum ersten und vielleicht einzigen Mal fand dieser populäre Schauspieler endlich eine Rolle, mit der er im Bewußtsein des Publikums identifiziert werden konnte (...) Wenn er, den Mantelkragen hochgeschlagen, in der halbgeöffneten Tür erscheint, macht er tatsächlich den Eindruck, als trete er aus seinem Privatleben hervor (...) Harry Lime/Welles war in diesem Fall viel mehr als eine Figur: Er war ein Mythos.

Lexikon des internationalen Films: Nach einem Stoff von Graham Greene, stark beeinflusst durch seinen Star Orson Welles, inszenierte Carol Reed einen subtilen politischen Kriminalthriller, der durch die expressiv gefilmten Originalschauplätze und Karas' weltberühmtes Zither-Thema eine unverwechselbare Stimmung erhielt.

Kölner Stadt-Anzeiger: Ein fast expressionistisch inszenierter Kriminalfilm über das Wien der Nachkriegszeit.


Oscar ®Oscar ®

Oscar für 1950 für Robert Krasker (Kamera)

Oscar-Nominierung für 1950 für Carol Reed (Regie)
Oscar-Nominierung für 1950 für Oswald Hafenrichter (Schnitt)


Orson Welles (l.) mit Regisseur Carol ReedBemerkungen

Der Film "Der dritte Mann" wurde innerhalb von fünf Wochen im Nachkriegs-Wien gedreht.

Orson Welles stand hier nach "Citizen Kane" wieder einmal mit Joseph Cotten gemeinsam vor der Kamera.


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