Die junge Stanzi fährt nach Wien, um in der Großstadt ihr Glück zu suchen. In der dortigen Bäckerei ihrer Tante hilft das Mädchen ein wenig aus. Bei einer Parade erblickt Stanzi einen jungen Korporal, der ihr ausgesprochen gut gefällt.
Das scheint auf Gegenseitigkeit zu beruhen, denn Wilhelm August Jurek, Soldat im österreichischen Traditionsregiment der Deutschmeister, kommt in den Laden und fragt Stanzi schüchtern, ob sie am Abend mit ihm ausgehen möchte. Dabei erfährt Stanzi, dass der junge Mann nicht nur gut trommeln kann, sondern auch komponiert.
Er hat gerade ein neues Marschlied im Kopf, das er an Ort und Stelle aufschreibt. Stanzi überlegt, wie sie ihm helfen kann, und tatsächlich kommt ihr eine Idee: Sie bäckt das Notenblatt in die Salzstangerln ein, mit denen ihre Tante den Kaiser Franz Joseph beliefert.
Zunächst jedoch zeigt die ungewöhnliche Aktion nicht den erhofften Erfolg. Doch als bei der Frühjahrsparade der Marsch gespielt wird, erkundigt sich der Kaiser interessiert nach dem Komponisten des flotten Deutschmeister-Marsches ...
Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Reizende Geschichte mit viel Gemüt, Humor und bunter k.u.k-Herrlichkeit, die die Entstehung des berühmten Deutschmeistermarsches erzählt.
Lexikon des internationalen Films: Gefälliger, volkstümlicher Film in der operettenhaften Atmosphäre des alten Wien.
Filmbeobachter: Gekonnt ist eben gekonnt.
Bemerkungen
Bevor er seine Entdeckung Romy Schneider als "Sissi" dem Kaiser Franz Joseph zur Frau gab, inszenierte Regisseur Ernst Marischka mit dem bezaubernden Star - und ihrer Mutter Magda Schneider - "Die Deutschmeister".
Über die Entstehungsgeschichte des Deutschmeister-Marsches hatte bereits 1935 Geza von Bolvary den Film "Frühjahrsparade" gedreht. Ernst Marischka hatte damals das Drehbuch dazu geliefert. 20 Jahre später setzte er selbst das Remake in Szene: eine wunderschöne Romanze, die die Atmosphäre des alten Wiens heraufbeschwört.