Bastard

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Bastard
Titel Polen: Brute
Genre: Drama
Farbe, Deutschland, Polen, Frankreich, 1998, FSK 12

Kino Deutschland: 1998-02-12
Laufzeit Kino: 90 Minuten
Kinoverleih D: Delphi

Videocover
Videocover Video Deutschland: ja
Kaufkassette: 1999-01-18
Laufzeit Video: 86 Minuten
Anbieter: PolyGram


Szenenfoto Anfang der 90er Jahre wurde in Großbritannien ein ungewöhnliches Resozialisierungsprogramm diskutiert: Sozial auffällige Straftäter sollten zum Arbeitseinsatz in Waisen- und Krankenhäuser nach Rumänien geschickt werden ...

Gerry Brutecki, genannt Brute, wird direkt aus einem Londoner Gefängnis in die Ödnis der rumänischen Provinz verfrachtet. Er landet in einem heruntergewirtschafteten Waisenhaus. Er soll Handwerksarbeiten ausführen und sich um die zum Teil psychisch und physisch schwer geschädigten Kinder kümmern.

Geleitet wird das Haus von dem zwielichtigen Sincai und dem alkoholabhängigen Arzt Babits, dem die Krankenschwester Mara zur Hand geht. Mit ihr verbindet Brute schon bald nach seiner Ankunft eine intime Beziehung, die zunächst auf körperliche Leidenschaft reduziert ist, nach und nach aber an emotionaler Tiefe gewinnt.

Die Kinder, die dem Fremden anfangs feindlich gegenüberstehen, sehen in ihm bald einen Freund, und die zwölfjährige, todkranke Zigeunerin Elena verliebt sich in Brute. Für sie und die anderen Kinder wird er zum personifizierten Taum von einem besseren Leben.

Doch zum Träumen ist das Waisenhaus der falsche Ort: Kinder werden zur "Adoption" an reiche Ausländer verkauft, Medikamente verschoben, Hilfsgelder aus dem Westen verschwinden in dunklen Kanälen. Zunächst will Brute einfach nur weg.

Das Vertrauen aber, das Elena und die anderen Kinder in ihn als vermeintlichen Retter setzen, verändert Brute, läßt ihn vom kühlen Egoisten zum Mann der Tat werden ...


SzenenfotoDarsteller: Til Schweiger (Brute), Polly Walker (Mara), Pete Postlethwaite (Sincai), John Hurt (Babits), Ida Jablonska (Elena), Bartek Pieniazek (Moscu), Wojciech Brzezinsk (Iorgu), Anthony Higgins (Gefängnisdirektor)

Regie: Maciej Dejczer

Stab: • Produzenten: Claus Boje, Edouard Douek, Lew Rywin, Leonardo de la Fuente für Boje Buck Produktion / Douek Productions / Heritage Films • Drehbuch: Maciej Dejczer • Vorlage: - • Musik: Michal Lorenc • Kamera: Merian Prokop, Arthur Reinhart • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Ewa Braun • Schnitt: Arpad Bondy, Scott Stevenson, Kasia Rudnik-Glinska • Kostüme: Magdalena Biedrzycka • Make Up: - • Ton: Piotr Knop, Aleksander Golebiowski, Mariusz Kuczynski • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

film-dienst 03/1998: Ein ambitioniertes Drama, das die schlimmen Zustände in einem ehemaligen Ostblockland anspricht und sich um Authentizität bemüht. Trotz bemerkenswerter Ansätze des Hauptdarstellers, sich in einer dramaturgischen Rolle zu profilieren, sind dramaturgische und schauspielerische Schwächen des Films nicht zu übersehen.

TV Movie 04/1998: Waisenhäuser in Rumänien - ein finsteres Thema, das eine entsprechend sensible Aufarbeitung verdient hätte. Til Schweiger und seine Kollegen tun zwar ihr Bestes, doch die unausgegorene Regie fährt ihnen ständig in die Parade. So wird eine schick fotografierte Sexszene im Regen a la "9 1/2 Wochen" ebenso deplaziert wie die zahlreichen krassen Gewaltdarstellungen. Regisseur Maciej Dejczer hat ein lärmendes Sturm- und Drang-Drama abgeliefert, in dem der traurige Schauplatz zur bloßen Staffage verkommt.

TV Spielfilm 04/1998: Für die erste internationale Co-Produktion des Erfolgsteams Claus Boje/Detlev Buck erhielt Til Schweiger den Preis als bester Hauptdarsteller beim polnischen Filmfestival in Gdingen.

TV Today 04/1998: Trotz gelegentlicher Schwarzweißmalerei: eine Fabel, die anrührt, ohne rührselig zu sein.

Cinema 02/1998: Braves Läuterungsdrama.


SzenenfotoBemerkungen

Gedreht wurde 1996 ausschließlich in Polen, da die rumänischen Behörden wegen des Themas Probleme machten.

Dirk Jasper FilmLexikon
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