Der Blade Runner
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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Der Blade Runner
Titel USA: Blade Runner
Genre: Science Fiction
Farbe, USA, 1982

Kino Deutschland: 1982-10-14
Laufzeit Kino: 117 Minuten, FSK 16
Kinoverleih D:

Video-Cover
Video-Cover Video Deutschland: ja
Laufzeit Video: 112 Minuten
Anbieter: Warner Home Video
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Szenenfoto Los Angeles im Jahre 2019: Saurer Regen, Überbevölkerung - die Stadt ist ein düsteres Labyrinth, das langsam verrottet. Rick Deckard ist ein 'Blade Runner', ein Polizist, der untergetauchte Replikanten jagt.

Diese Replikanten sind künstlich hergestellte Menschen mit übermenschlicher Stärke; sie sind auf vier Jahre programmiert und werden für Sklaven- und Militärdienste bei der Erforschung und Ausbeutung des erdnahen Weltraums eingesetzt. Das Betreten der Erde ist ihnen verboten.

Doch plötzlich gibt es die neue Replikanten-Generation 'Nexus-6' - und die ist so menschenähnlich, dass sie plötzlich auch einen menschlichen Überlebensdrang entwickelt. Einige rebellierende Replikanten haben ein Raumschiff gekapert und sind im Dschungel von Los Angeles untergetaucht. Sie wollen das Geheimnis ihrer Existenz ergründen und ihre programmierte Lebensspanne von vier Jahren verlängern.

Rick Deckard wiederum soll sie aufspüren und eliminieren. Doch ausgerechnet er, der härteste aller Jäger, gerät in einen schweren Gewissenskonflikt, als er sich in die schöne Replikantin Rachael verliebt und erfährt, wie menschlich sie eigentlich ist ...


SzenenfotoDarsteller: Harrison Ford (Rick Deckard), Rutger Hauer (Roy Batty), Sean Young (Rachael), Daryl Hannah (Pris), Edward James Olmos (Gaff), M. Emmet Walsh (Bryant), Joe Turkel (Tyrell), Brion James (Leon), William Sanderson (J. F. Sebastian), Joanna Cassidy (Replikantin)

Regie: Ridley Scott

Stab: • Produzenten: Michael Deeley für Blade Runner Partnership / Ladd Co. / Sir Run Run Shaw • Drehbuch: Hampton Fancher, David People • Vorlage: Erzählung "Do Androids Dream Of Electric Sheep?" von Philip K. Dick • Filmmusik: Vangelis • Kamera: Jordan Cronenweth • Spezialeffekte: Douglas Trumbull, Richard Yuricich, David Dryer • Ausstattung: Lawrence G. Pauli, David Snyder, Linda DeScenna • Schnitt: Terry Rawlings • Kostüme: Michael Kaplan • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Die Änderungen von Ridley Scotts 'Director's Cut' von 1991 verleihen dem Film insgesamt eine noch mysteriösere Atmosphäre und einen vielschichtigeren Eindruck.

Lexikon des internationalen Films: Zum Teil brillant in der Schilderung der Aura dieser Zukunftswelt und durchaus beachtenswert in der humanen Kernbotschaft, auch wohltuend ruhig und gelassen inszeniert. Dennoch kein ganz gelungener Film, da er über seiner frappant detailgenauen futuristischen Technik Handlungsführung und Charakterzeichnung vernachlässigt.


Oscar ®Oscar ®

Oscar-Nominierung für 1982 für Lawrence G. Pauli, David Snyder, Linda DeScenna (Ausstattung)
Oscar-Nominierung für 1982 für Douglas Trumbull, Richard Yuricich, David Dryer (Spezialeffekte)


SzenenfotoBemerkungen

Für "Blade Runner" kamen zwei Meister ihres Fachs zusammen: "Alien"-Regisseur Ridley Scott und Special effects-Zauberer Douglas Trumbull ("2001 - Odyssee im Weltraum"). Ridley Scott: "Mein Film ist ganz einfach ein klassischer Thriller - allerdings einer, der in der näheren Zukunft spielt. Um die Geschichte glaubwürdig erscheinen zu lassen, wollten wir die Welt um das Jahr 2019 so vertraut wie möglich zeigen."

Trumbulls "Entertainment Effects Group" baute auf dem Gelände der Burbank Studios die 1929 errichtete legendäre "New York Street" um, Hintergrund vieler Filme mit Humphrey Bogart und James Cagney. Modernste Trick- und Aufnahmetechniken wurden eingesetzt. Je eine "Oscar"-Nominierung gab es für Ausstattung und Special effects.

Harrison Ford spielt den Androidenjäger Deckard in der Tradition eines Philip Marlowe oder Sam Spade. Eine optische Attraktion für sich stellt die schöne Sean Young als Replikantin Rachael dar. Eine eindrucksvolle Leistung bietet auch der Holländer Rutger Hauer als Anführer der entflohenen künstlichen Menschen.

Elf Jahre später, 1992, kam eine von Ridley Scott autorisierte Fassung als "Director's Cut" in die Kinos und auf Video heraus, die am 22. April 1993 in Deutschland anlief. Ridley Scott fügte gegenüber der ursprünglichen Fassung von 1984 eine Traumsequenz von Hauptdarsteller Harrison Ford ein. Außerdem fehlen Harrison Fords Off-Kommentare und das Happy End.

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