Ödipussi

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Ödipussi
Genre: Komödie
Farbe, Deutschland, 1988, FSK o. A.

Kino Deutschland: 1988-03-10
Laufzeit Kino: 88 Minuten
Kinoverleih D:

Videocover
Videocover Video Deutschland: ja
Laufzeit Video: 85 Minuten
Anbieter: Warner Home Video


Szenenfoto Vor drei Jahren hat Paul Winkelmann die Leitung des familieneigenen Möbel- und Dekorationsgeschäftes übernommen. Trotz seiner sechsundfünfzig Jahre lebt er in offensichtlich glücklicher Abhängigkeit von seiner 78jährigen, herrschsüchtigen Mutter Louise, die ihn hartnäckig 'Pussi' nennt.

Doch eines Tages hängt der Haussegen schief, als Paul sich eine eigene Wohnung mietet und zum ersten Mal in seinem Leben Interesse zeigt für eine andere Frau als seine Mutter. Die Auserwählte ist Margarethe Tietze, eine alleinstehende Diplom-Psychologin, ebenfalls nicht mehr ganz 'taufrisch' und auch nicht völlig unabhängig von ihren Eltern.

Als es Paul gelingt, Margarethe zu einem gemeinsamen Wochenende in Italien zu überreden, kommt es zwischen Mutter und Sohn zur ersten bedeutenden Spannung seit sechsundfünfzig Jahren.

Die bald daraufhin stattfindende Zusammenführung der Familien Tietze und Winkelmann gestaltet sich trotz des Vortrages eines Brahmsliedes durch Mutter Winkelmann zu einer gesellschaftlichen Katastrophe.

Und so wird plötzlich die Frage übermächtig, ob Paul Winkelmann es schafft, das Steuer seines Lebens doch noch herumzuwerfen.


SzenenfotoDarsteller: Loriot (Paul Winkelmann), Evelyn Hamann (Margarethe Tietze), Katharina Brauren (Mutter Winkelmann), Edda Seippel (Gerda Tietze), Richard Lauffen (Kurt Tietze), April de Luca (Fräulein Hagebusch), Dagmar Biener (Frau Mengelberg), Rosemarie Fendel (Frau Westphal), Rose Renee Roth (Tante Mechtild), Klaus Schultz

Regie: Loriot

Stab: • Produzenten: Horst Wendlandt für Rialto / Bavaria • Drehbuch: Loriot • Vorlage: - • Filmmusik: Rolf Wilhelm • Kamera: Xaver Schwarzenberger • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Rolf Zehetbauer • Schnitt: Dagmar Hirz • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Filmkritik von Diana Beiler, Kabel 1

TV Spielfilm: In seinem Spielfilmdebüt fabriziert Loriot alias Vicco von Bülow mit seinem legendär-verschraubten Humor eine wunderbare Satire auf Familienwahn und spießbürgerliche Erotikphantasien.

Stern tv magazin: Humor vom Feinsten: Loriots erfrischend bösartiges Regiedebüt von 1987.

Der Spiegel: Da bleibt dem Zuschauer nichts als die Schadenfreude, um sich dieses Elend vom Halse zu lachen. Reichlich Gelegenheit dazu gibt es Loriot jedenfalls übersteht und überlebt alles mit dem stoischen Willen, Ruhe und Gesittung zu bewahren. Abendfüllend? Abendfüllend.

Cinema: Loriots "Ödipussi" ist eine deutsche Filmkomödie, wie man sie sich schon lange wünscht: witzig, aber nicht plump, überdreht, aber nicht albern.


SzenenfotoBemerkungen

Der erste westdeutsche Film nach 30 Jahren, der zeitgleich in der BRD und der DDR anlief. 1988 hatte Vicco von Bülow alias Loriot seinen ersten Kinoerfolg mit "Ödipussi". Fünf Jahre dauerte es, bis Produzent Horst Wendlandt den beliebten Komiker und Satiriker zu seinem Leinwanddebüt überredet hatte.

7,5 Millionen Mark standen Loriot zur Verfügung. Er schrieb das Drehbuch, führte Regie und spielt die männliche Hauptrolle. "Mich hat einfach immer das Verhältnis von Mann und Frau in jeder Beziehung, also auch Sohn und Mutter oder Tochter und Vater, besonders interessiert.

Und die Komik, aber auch die Traurigkeit, die in der verkorksten Situation von Menschen liegt, ist das, was mich besonders reizt", sagt Vicco von Bülow über seinen Film.

Dirk Jasper FilmLexikon
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