Network

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Oscar® • Hintergrund •

Titel Deutschland: Network
Titel USA: Network
Genre: Drama / Satire
Farbe, USA, 1976

Kino USA: 27. November 1976
Kino Deutschland: 10. März 1977
Laufzeit Kino: 122 Minuten, FSK 16

DVD Deutschland: 17. April 2003
Video Deutschland: ja
Laufzeit DVD/Video: 117 Minuten


Inhalt Howard Beale ist Nachrichtensprecher bei dem kleinen Fernsehsender UBS und ein Mann der "alten Schule". Seine ruhige Art strahlt die für die Sendung angemessene Würde aus. Aufgrund stark sinkender Zuschauerzahlen und seines Alkoholproblems soll er jedoch entlassen werden.

Eine seiner letzten Sendungen nutzt Beale, um den Zuschauern in der Verzweiflung seinen Selbstmord vor der Kamera anzukündigen - jäh schnellen die Zuschauerzahlen wieder in die Höhe. "Ich werde langsam verrückt und mache das alles nicht mehr mit!" Dieses Motto macht den Journalisten Howard Beale zum Volkshelden und TV-Star.

Diana Christensen, Programmchefin des Senders und ultimative Karrierefrau, wittert Morgenluft. Sie baut diesen Vorfall zur Unterhaltungsshow aus: Beale darf sich so richtig austoben und wird zum "zornigen Propheten", der in beißender Schärfe über Gott und die Welt herzieht. Der Erfolg ist ohne Gleichen, denn die Einschaltquoten bleiben auf Rekordniveau.

Beale verschont in seinem Medien-Veitstanz nicht einmal den eigenen Arbeitgeber und droht, illegale Machenschaften innerhalb des Senders publik zu machen. Für UBS ist es höchste Zeit, den unbequemen Mitarbeiter loszuwerden. Da kommen hauseigene Recherchen zur Reportage über eine bewaffnete Untergrundbewegung mit rätselhaften politischen Zielen gerade recht. Verhandlungen werden aufgenommen ...


Darsteller & Stab Darsteller: Faye Dunaway (Diana Christensen / Helga Trümper), William Holden (Max Schumacher / Wolf Ackva), Beatrice Straight (Louise Schumacher), Peter Finch (Howard Beale), Robert Duvall (Frank Hackett / Hartmut Reck), Wesley Addy (Nelson Chaney), Ned Beatty (Arthur Jensen), Arthur Burghardt (Der 'Große' Ahmed Kahn), Bill Burrows (Fernsehregisseur), John Carpenter (George Bosch)

Stab:Regie: Sidney Lumet • Produktion: Howard Gottfried • Drehbuch: Paddy Chayefsky • Vorlage: - • Filmmusik: Elliot Lawrence • Kamera: Owen Roizman • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Edward Stewart • Schnitt: Alan Heim • Kostüme: Theoni V. Aldredge • Make Up: Lee Harman, John Alese • Ton: Jack Fritzstevens, Sanford Rackow, Marc M. Laub • Ton(effekt)schnitt: James Sabat • Stunts: - •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: In der us-amerikanischen, bekanntermaßen zynischen Fernseh-Welt ist man konsequenterweise nur so gut wie die Einschaltquoten. Und was in den 70er Jahren in den USA passiert(e), ist in Deutschland (fast) auch schon Fernsehrealität.

Lexikon des internationalen Films: Ein hervorragend inszenierter und intensiv gespielter Film, der eine ebenso bestürzende wie schneidend-scharfe satirische Abrechnung mit dem Kommerzfernsehen ist.

Rhein-Zeitung 16. Oktober 1996: Sidney Lumets rabenschwarze, ätzende Mediensatire erhielt vier Oscars.


Oscar®
  • Oscar für 1976: Paddy Chayefsky (Original-Drehbuch)
  • Oscar für 1976: Peter Finch (Hauptdarsteller)
  • Oscar für 1976: Faye Dunaway (Hauptdarstellerin)
  • Oscar für 1976: Beatrice Straight (Nebendarstellerin)
  • Oscar-Nominierung für 1976: Howard Gottfried für "Network" (Bester Film)
  • Oscar-Nominierung für 1976: William Holden (Hauptdarsteller)
  • Oscar-Nominierung für 1976: Owen Roizman (Kamera)
  • Oscar-Nominierung für 1976: Ned Beatty (Nebendarsteller)
  • Oscar-Nominierung für 1976: Sidney Lumet (Regie)
  • Oscar-Nominierung für 1976: Alan Heim (Schnitt)

Hintergrund Bei der Aufführung im März 1977 blieb der Film für viele deutsche Zuschauer eine Zeitlang rätselhaft, weil die Rundfunkhohheit in Deutschland ausschließlich in öffentlich-rechtlicher Hand war. Sender, die sich aus Werbeeinnahmen finanzierten, gab es (noch) nicht. Die Aussage des Films wurde damals eher als eine Warnung vor den Konsequenzen des Kommerzfernsehens empfunden.

Peter Finch erlebte die Verleihung seines Oscars nicht mehr: Er starb am 14. Januar 1977 an einem Herzanfall. Seine Frau Elthea Finch nahm im März 1977 den post mortem verliehenen Oscar für die darstellerische Gestaltung der Rolle des Howard Beale entgegen.

Beatrice Straight hatte in diesem Film den kürzester Auftritt, für den je ein Oscar verliehen wurde.

Inspiration für den Film holte sich Drehbuchautor Paddy Chayefsky durch einen Vorfall aus dem Jahr 1974, als sich die Fernsehmoderatorin Christine Chubbuck tatsächlich vor laufender Kamera mit einem Revolver erschoss.

Oscar®
Filmplakat
DVD-Cover
Szenenfoto
Szenenfoto
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Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
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