Auf der kleinen Insel Isla Nublar vor der Küste von Costa Rica hat sich der schottische Milliardär John Hammond einen Traum verwirklicht: Er schuf einen Vergnügungspark, in dem Dinosaurier leben! Genialen Genetikern ist es im Auftrag von Hammond gelungen, die seit Jahrmillionen ausgestorbenen Tiere zu klonen - mittels Saurier-DNS, die man aus dem Blut von in Bernstein mumifizierten Urzeit-Moskitos gewonnen hat.
Doch in dem Park werden nicht nur Dinos von der harmlosen Art gehalten, hinter hohen Elektrozäunen leben auch deren gefährliche Vettern wie der Tyrannosaurus Rex und der Velociraptor - eine Spezies, bei der sich enorme Intelligenz mit Jagdinstinkt und Mordlust paart.
Während auf Einladung von Hammond der Paläontologe Alan Grant, die Botanikerin Ellie Sattler, der Mathematiker Ian Malcolm mit Hammonds Enkelkindern Alexis und Tim in ferngesteuerten Wagen eine Fahrt durch den Park unternehmen und eine längst vergangene Welt bestaunen, plant Dennis Nedry, der Comupter-Spezialist des Milliardärs, einen ebenso üblen wie gefährlichen Coup: Für ein stolzes Entgelt soll er eine Reihe tiefgefrorener Tier-Embryos stehlen und von der Insel schmuggeln.
Inzwischen aber erfährt im Kontrollzentrum Cheftechniker Arnold, dass eine verheerende Unwetterfront geradewegs auf die Insel zusteuert. Doch nicht nur der tropische Sturm bedroht Isla Nublar - durch die Sabotage von Dennis Nedry bricht zunächst auch das Sicherheitssystem des Parks zusammen: Die gefährlichen Dinosaurier entkommen, Alan Grant, Ellie Sattler und die anderen geraten in tödliche Gefahr ...
Filmkritiken
Lexikon des internationalen Films: Steven Spielberg schuf ein gigantisches Kino-Spektakel, das mit viel Humor, rasanter Action und etwas Sentimentalität spannend unterhält. Die höchste Perfektion der Modell- und Animationstechnik ersetzt freilich die fehlende Substanz der Handlung, so dass die Geisterbahn der erstaunlichen Spezialeffekte weniger mit Filmkunst als mit Disneyland zu tun hat. In seiner Konzentration auf realistisch wirkenden Schrecken ist der Film zudem für Kinder zu belastend.
tip: Nie zuvor hat man im phantastischen Kino eine derart perfekte Tricktechnik zu sehen bekommen.
Oscar ®
Oscar für 1993 für Gary Summers, Gary Rydstrom, Shawn Murphy, Ron Judkins (Ton)
Oscar für 1993 für Gary Rydstrom, Richard Hymns (Toneffektschnitt)
Oscar für 1993 für Dennis Muren, Stan Winston, Phil Tippett, Michael Lantieri (Spezialeffekte)
Bemerkungen
"Jurassic Park" spielte bereits in den ersten neun Tagen über 100 Millionen Dollar ein. Allein in Deutschland sahen zehn Millionen Kinobesucher den Film. Weltweites Einspielergebnis 1,53 Milliarden DM, davon allein 100 Millionen DM in Deutschland.
Steven Spielberg zahlte für die Filmrechte des Buches 2 Millionen Dollar. Michael Crichton zählt zu den erfolgreichsten Autoren der letzten Jahre. Mit dem Verkauf der Filmrechte an seinen Romanen "Enthüllung", "Die Wiege der Sonne" oder zuletzt "Airframe" verdiente der am 23.10.1942 geborene Amerikaner mehrere Millionen Dollar.
Einer seiner größten Bestseller ist der Science-fiction-Roman "Dino Park". 1993 verfilmte ihn Starregisseur und Produzent Steven Spielberg unter dem Originaltitel "Jurassic Park".
Die Rechte hatte Crichton noch vor Veröffentlichung des Buches angeboten. Universal bekam schließlich für 1,5 Millionen Dollar den Zuschlag vor Warner und 20th Century Fox, weil das Studio Steven Spielberg als Regisseur anbieten konnte. Crichton sagt: "Steven ist einfach der beste für Filme dieser Art, weil er die produktionstechnischen Aspekte beherrscht und sich nicht von ihnen beherrschen läßt."
65 Millionen Dollar betrug der Produktionsetat. Die Special effects schuf das mehrfach mit "Oscars" ausgezeichnete Team von George Lucas' Firma "ILM" ( Dragonheart): Dennis Muren, Stan Winston, Phil Tippet und Michael Lantieri.
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