In einer persönlichen Krise nutzt Fernsehjournalist David Locke die Gelegenheit, die Identität eines anderen, eines toten Landsmannes anzunehmen, der in einem Hotelzimmer aufgefunden wird.
Er sieht die Chance, frei zu sein, noch mal von vorne anfangen. Um mit sich selbst ins reine zu kommen, nimmt er die Identität des Toten an. Unter seinem neuen Namen trifft David ein junges Mädchen, mit dem er seine Reise fortsetzt.
Als sich herausstellt, dass der Tote ein Waffenhändler war, versucht Locke, dessen Geschäfte weiterzuführen, und gerät in tödliche Gefahr: jetzt jagen ihn dessen Geschäftsfreunde!
Filmkritiken
Lexikon des internationalen Films: Antonioni resümiert - vor einer fünfjährigen Schaffenspause - die thematischen und filmischen Motive seines bisherigen Werks und gelangt zu einer pessimistischen Analyse, der entfremdeten Kommunikations- und Wahrnehmungsformen der modernen Welt. Die kolportagehafte Handlung ist nur Vorwand für einen meisterhaft inszenierten visuellen Diskurs über den Scheincharakter des Wirklichen und die Realität der Fiktion.
TV Spielfilm 24/1996: Als habe er in diesem Film alles gesagt, was zu sagen ist, nahm Michelangelo Antonioni nach der Fertigstellung von "Beruf: Reporter" eine fünfjährige Auszeit. Um so brillanter erscheint heute sein wenig optimistischer Blick auf die Welt der Medien und Menschen. Ein cineastisches Highlight.
Der Spiegel 49/1995: Pessimistische Studie einer Identitätskrise.