Zabriskie Point

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Titel Deutschland: Zabriskie Point
Titel USA: Zabriskie Point
Genre: Krimi
Schwarzweiß, USA, 1970

Kino USA: 9. Februar 1970
Kino Deutschland: 3. September 1970
Kino Deutschland: 14. September 2000 (WA)
Laufzeit Kino: 111 Minuten, FSK 16

DVD Deutschland: -
Video Deutschland: -
Laufzeit DVD/Video: 107 Minuten


Inhalt Die USA zur Zeit der Campus-Unruhen. Der Student Mark gerät in den Verdacht, einen Polizisten getötet zu haben, und flieht in einem geklauten Flugzeug. Von allen gejagt und auf der Flucht vor der Polizei, flieht er quer durch den Südwesten der USA.

In der zivilisationsfernen, bizarren Wüstenlandschaft des Death Valley liest er Daria auf, die hier auf dem Highway unterwegs ist und vorher in einer Firma gearbeitet hat, die Wüstengrundstücke an Exzentriker verkauft. Beim Zabriskie Point, einem mythischen Ort der Indianer, lieben sie sich zur Musik von Pink Floyd.

Eine aufregende Liebesaffäre beginnt zwischen Mark und Daria, doch das Abenteuer der beiden endet in Tod und Zerstörung ...


Darsteller & Stab Darsteller: Mark Frechette (Mark), Daria Halprin (Daria), Paul Fix (Cafébesitzer), G. D. Spradlin (Lee Allens Partner), Bill Garaway (Morty), Kathleen Cleaver (Kathleen), Rod Taylor (Lee Allen, Immobilien-Kaufmann), Joe Chaikins

Stab:Regie: Michelangelo AntonioniProduzenten: Carlo Ponti für MGM • Drehbuch: Michelangelo Antonioni, Fred Gardner, Sam Shepard, Tonino Guerra, Clare Peploe • Vorlage: - • Filmmusik: Pink Floyd, The Grateful Dead, Jerry Garcia, The Kaleidoscope • Kamera: Alfio Contini • Spezialeffekte: Earl McCoy • Ausstattung: Dean Tavoulis • Schnitt: Franco Arcali • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: Starregisseur Michelangelo Antonioni erzählt in visionären Bildern vom Mythos eines Wunderlandes, von der Faszination seiner unbegrenzten Möglichkeiten, aber auch von den Symptomen seines Zerfalls, wobei utopische Wunschträume unvermittelt in tödliche Alpträume umschlagen. Wie auch in Blow Up spielt der Regisseur hier brillant mit Wirklichkeit, Einbildung und der Manipulierbarkeit des Betrachters. Bewusst werden grelle Effekte des Actionkinos mit Elementen der Pop- und Werbeästhetik verbunden. Die musikalische Untermalung von den Rolling Stones, Grateful Dead und Kaleidoscope spiegelt sehr genau die Stimmung der damaligen Flower-Power-Generation wider, vor allem die explosive Schluss-Szene mit der Musik von Pink Floyd bleibt unvergessen.

Lexikon des internationalen Films: Antonionis in Amerika entstandener Film erzählt in zum Teil allegorisch-visionären Bildern vom Mythos eines Wunderlandes, von der Faszination seiner unbegrenzten Möglichkeiten und von den Symptomen seines Zerfalls, wobei utopische Wunschträume unvermittelt in tödliche Alpträume umschlagen. Die radikalen Befreiungsversuche der Helden korrespondieren mit einem experimentellen Erzählstil, der bewußt grelle Effekte des Actionkinos und der Kolportage mit Elementen der Pop- und Werbeästhetik verbindet.

Berndt Schulz (Lexikon der Road Movies): Ein Aussteiger-Film vom Regisseur des bürgerlich-existentialistischen Kinos aus Italien, Michelangelo Antonioni. Konnte das gut gehen? Nein. Nur die ästhetische Umsetzung ist beachtlich. Die Absicht aber, zugleich die Studentenbewegung und das wogegen sie rebellierte, nämlich die westlich-materialistische Konsumgesellschaft, zu kritisieren, zeigt den hilflosen Standpunkt des liberealen Ästheten.

Michael Althen: Die Amerikaner haben den Film damals gehasst, so wie sie sich selbst gehasst haben. Und selbst ausgewiesene Antonioniten können bis heute nichts mit diesem Millionen-Dollar-Gedicht anfangen. Dabei ist alles da: Leere und Aktion. Mythos und Moderne. Natur und Architektur. Gewalt und Liebe. Freiheit und Tod.

Rhein-Zeitung, 21. August 1996: Greller Pop-Krimi von Antonioni.

Filmplakat
Szenenfoto
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