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Über die Musik
Mit seinem sozialkritischen Streifen
Zabriskie Point landete Italiens
Kultfilmer Michelangelo
Antonioni 1970 einen derartigen künstlerischen wie
finanziellen Flop, dass er fünf Jahre benötigte, um sich
davon zu erholen und seinen Ruf als einer der bedeutendsten
italienischen Regisseure wieder herzustellen.
Nicht viel besser erging es dem Soundtrack, für den Michelangelo Antonioni mit Pink Floyd, The Grateful Dead sowie Jerry Garcia und The Kaleidoscope mit die wichtigsten musikalischen Bands diesere Zeit verpflichtet hatte, der es aber trotzdem nicht einmal in die US-Billboard-Charts schaffte. 28 Jahre nachdem der glücklose Film in die Kinos und der ebenso glücklose Soundtrack in die Plattenläden kam, entschloss sich das auf Wiederveröffentlichungen spezialisierte US-Label Rhino dazu, den Soundtrack erneut herauszugeben. Um aber den Kaufanreiz zu erhöhen, ergänzte man das bisher veröffentlichte Songmaterial auf einer zweiten Outtakes-CD mit je vier Stücken von Pink Floyd und Jerry Garcia, die bisher in den Archiven friedlich vor sich hin geschlummert hatten. Wer sich nun allerdings auf diesem zusätzlichen, knapp einstündigen Silberling besondere musikalische Offenbarungen dieser Künstler erwartet, sieht sich getäuscht. So sind etwa die vier Versionen, die Jerry Garcia auf seiner Gitarre zur Liebesszene in der Wüste improvisierte, ohne die dazugehörigen Bilder nichts anderes als eine halbe Stunde gepflegter Langeweile. Die vier "neuen" Songs von Pink Floyd hingegen sind für die britische Band derart untypisch, dass sie von jeder anderen Formation stammen könnten. Im Country Song beispielsweise erinnert höchstens die markante Stimme von Roger Waters daran, wer bei den Aufnahmen im Studio war; den Blues, den die Pink Floyd-Musiker für die Wüsten-Liebesszene eingespielt hatten, würde man indes jeder mittelmäßigen US-Bluesgruppe zutrauen, und die zweite Aufnahme für dieselbe Liebesszene könnte mit seinen romantischen Pianoklängen glatt aus der Feder von James Newton Howard stammen, wäre er damals dabeigewesen. Da nützt es auch nichts, wenn das Doppealbum in Rhino-typischer Aufmachung mit einem exzellenten und reich bebilderten Textheft und im "Psychedelic"-Schuber daherkommt. Titelliste |
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Mit seinem sozialkritischen Streifen