Der Garten Allahs
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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Der Garten Allahs
Titel USA: The Garden Of Allah
Genre: Melodram
Farbe, USA, 1936

Kino Deutschland: 1953-02-19
Laufzeit Kino: 75 Minuten, FSK 12
Kinoverleih D:

Video-Cover
Video-Cover Video Deutschland: 1995-04-15
Laufzeit Video: 74 Minuten
Anbieter: Polyband


Szenenfoto Nachdem ihr Vater gestorben ist, sucht Domini Enfilden Vergessenheit in der Einsamkeit der Sahara. Auf ihrer Reise begegnet ihr Boris Androvsky, ein gutaussehender, aber verschlossener Fremder. Domini fühlt sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen.

Trotz der bedrohlichen Prophezeihungen eines Wahrsagers und der Warnungen eines Priesters willigt sie in die Ehe mit ihm ein. Als Domini entdeckt, welche Schuld auf seinem Gewissen lastet, steht sie vor einer Entscheidung, die ihr Leben für immer verändern wird.


SzenenfotoDarsteller: Marlene Dietrich (Domini Enfilden), Charles Boyer (Boris Androwsky), Basil Rathbone (Graf Anteoni), C. Aubrey Smith (Pater Roubier), Tilly Losch (Irena)

Regie: Richard Boleslawski

Stab: • Produzenten: David O. Selznick • Drehbuch: W. P. Lipscomb, Lynn Riggs • Vorlage: Roman "Der Garten Allahs" von Robert Hichens • Filmmusik: Max Steiner • Kamera: W. Howard Greene, Harold Rosson • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Hal C. Kern, Anson Stevenson • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Lexikon des internationalen Films: Die völlig unglaubwürdige Story dient nur als Vorwand für eine wirklichkeitsferne Kinoromanze. Bemerkenswert sind einzig die Besetzung und die für jene Zeit hervorragenden Farbaufnahmen.


OscarOscar ®

Oscar 1936 für W. Howard Greene, Harold Rosson (Kamera)

Oscar-Nominierung 1936 für Max Steiner (Musik)
Oscar-Nominierung 1936 für Eric G. Stacey (Regieassistenz)


SzenenfotoBemerkungen

Nachdem Ende der 20er Jahre der Tonfilm Standard wurde, fand nur wenige Jahre später die nächste technische Revolution statt: Die ersten Farbfilme wurden gedreht. 1935 war die Premiere des ersten US-Farb-Spielfilms: "Becky Sharp". 1939 erst war auch die deutsche UFA mit dem ersten Spielfilm in Farbe soweit: "FRauen sind doch bessere Diplomaten" mit Marika Rökk in der Hauptrolle.

Bereits 1936 entschloss sich David O. Selznick, seinen ersten Farbfilm zu drehen: "Der Garten Allahs". Ursprünglich hatte er Merle Oberon für die weibliche Hauptrolle vorgesehen, aber nachdem die Entscheidung für Farbe gefallen war, entschloss er sich, zwei "bombensichere Kassenmagneten" zu holen, um die ungeheuren technischen Kosten wieder hereinzuspielen.

Nachdem Marlene Dietrich für die weibliche Hauptrolle unter Vertrag stand (und mit 200.000 $ als höchstbezahlte Fru der Welt in den Zeitungen Schlagzeilen machte), fanden Probeaufnahmen für die männliche Hauptrolle statt. Unter anderem unterzogen sich dieser Prozedur Laurence Olivier, Robert Taylor und Vincent Price. Auch ein französischer Schauspieler namens Jean Gabin war dabei, den man aber mit der Begründung ablehnte, ere sei "untersetzt ... um die 40 (obwohl er erst 32 war) ... und als Mönch völlig ungeeignet".

Für die Farbaufnahmen mußste Marlene mit viel Aufwand entsprechend in Szene gesetzt werden - beispielsweise wurden ihre Haare mit echtem Goldstaub besprüht (mit Hilfe eines Baby-Klistiers). Um ihr Haar wurde so viel Aufwand gemacht, dass Selznich folgendes wütende Telegramm an den Regisseur schickte: "Würden Sie bitte mit Marlene darüber sprechen, dass ihre Haare so viel Aufmerksamkeit bekommen und dass dermaßen viel an ihnen herumfrisiert wird, bis auch der letzte Anschein von Echtheit verloren geht? Ihr Haar liegt so perfekt ... dass es völlig starr aussieht, egal was passiert, so perfekt, dass es im Grund wie eine Perücke aussieht."

Für die Aufnahmen in der Sahara wählte man als Drehort Arizona. Die Dreharbeiten wurden schließlich wegen der Temperaturen, die über 50 Grad stiegen und sogar den Film schmelzen ließen, zurück nach Hollywood verlegt. Dort stellte man fest, dass der kalifornische Sand eine andere Farbe hatte, also mußste auf Lastwagen tonnenweise Sand aus Arizone herbeigeschafft werden. Der Film wurde unter ungeheuren Anstrengungen beendet. Regisseur Richard "Boley" Boleslawski starb kurz nach der Fertigstellung.

Dirk Jasper FilmLexikon
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