Tom Sanders ist leitender Angestellter der DigiCom in Seattle, einer Firma für modernste Computertechnologie. Er ist an den wichtigsten Neuentwicklungen der Firma beteiligt und hofft als verantwortungsvoller Mitspieler in einem perfekten Team auf eine baldige Beförderung zum Vizepräsidenten. Doch als er eines morgens die ausgetüftelte Bürokonstruktion aus Glas und Ziegelsteinen betritt, deuten alle Anzeichen auf Sturm. Nicht er, sondern eine Frau, Meredith Johnson wird befördert, wie der Chef Bob Garvin eröffnet.
Die neue Vorgesetzte ist eine gute Bekannte aus alten Zeiten, mit der Sanders vor zehn Jahren eine Affäre hatte. Enttäuscht fügt sich Sanders in sein Schicksal - bis zu jenem verhängnisvollen Abend, an dem ihn seine neue Vorgesetzte in ihr Büro ruft. Im schwarzen Mini und mit hochhackigen Pumps präsentiert sie dem verwirrten Sanders derart unverhohlen ihre Reize, dass der nicht mehr an sich halten kann. Erst in letzter Sekunde zieht er die Notbremse, ruft sich seine Frau Eliza und die Kinder ins Gedächtnis und macht, dass er - wenn auch leicht zerzaust - aus dem Büro kommt.
Am nächsten Morgen beschließt er, den Chef der Firma von dem Zwischenspiel zu informieren. Aber Meredith ist ihm schon zuvorgekommen. Allerdings gab sie zu Protokoll, dass er ihr an die Wäsche gegangen sei und nicht umgekehrt. Um seine berufliche und private Reputation nicht zu verlieren, entschließt sich Sanders, die Sache vor Gericht auszufechten.
Er heuert die renommierte Anwältin Catherine Alvarez an. Mit ihrer Hilfe beginnt Sanders die Hintergründe der Geschehnisse zu recherchieren. Er durchforstet die Datennetze, über die ihm Unbekannte Informationen zuspielen und tastet sich Bit für Bit an Motive und Gegenspieler heran.
Bald schon stellt er fest, dass er nicht das Opfer einer sexuell gefrusteten Chefin wurde, sondern der Spielball firmenpolitischer Machtinteressen ...
Filmkritiken
Cinema: Heraus kam eine solide, stark besetzte Literaturverfilmung, die sich angestrengt liberal gibt, den Quotenfrauen und Yuppie-Emanzen aber dennoch einen Klaps auf den vorwitzigen Hintern verpaßt.
Blickpunkt: Film: Und so gesehen ist Barry Levinsons auf den ersten Blick so geradliniger, einfacher Film ein kleiner Geniestreich in Sachen Täuschung und Irreführung, der um so bemerkenswerter ist, als dass er keine Pistolenschüsse und quietschenden Reifen nötig hat, um seine atemlose Spannung aufrecht zu erhalten.