Savannah/Georgia, Anfang der 80er Jahre: Auf
einer Bank an einer Bushaltestelle hockt ein höchst
ungewöhnlicher Geschichtenerzähler. "Das Leben ist wie
eine Schachtel Pralinen, man weiß nie so genau was drinsteckt"
eröffnet Forrest Gump bedächtig seinen
Monolog.
Das Schicksal, so scheint es zunächst, meinte es nicht gut mit diesem Forrest Gump, der in den vierziger Jahren in Alabama geboren wurde. Vor seiner Einschulung stellten die Ärzte fest, dass sein IQ nur bei 75 liegt, außerdem ist er wegen eines Wirbelsäulenschadens gezwungen, Beinschienen zu tragen.
Ohne es darauf anzulegen, wird er zum Footballstar, Kriegshelden, Ping-Pong-Champ und Multimillionär, kreuzt sein Leben das prominenter Zeitgenossen. Er begegnet Elvis, John F. Kennedy, John Lennon, Richard Nixon und einigen anderen und bringt - natürlich aus Versehen - die Watergate-Affäre ans Tageslicht.
Zwei Jahre joggt er durch die
Staaten, erfindet den Slogan "Shit happens" und kreiert das
"Smiley"-Symbol. Wieder wird er berühmt, und endlich gibt auch
Jenny ein Lebenszeichen von sich. Beim langersehnten Wiedersehen
steht Forrest eine abermalige Überraschung bevor, die sein
Leben aufs Neue völlig umkrempelt ... Darsteller: Tom
Hanks (Forrest Gump), Robin Wright (Jenny Curran), Gary
Sinise (Lt. Dan Taylor), Sally Field (Mrs. Gump), Mykelti
Williamson (Bubba Blue), Michael Humphreys (Forrest Gump
jr.)
Regie: Robert Zemeckis Stab: • Produzenten:
Wendy Fineman, Steve Tisch, Steve Starkey für Paramount
• Drehbuch: Eric Roth • Vorlage: Roman von Winston Groom •
Filmmusik: Alan Silvestri •
Kamera: Don Burguss • Spezialeffekte: Ken Ralston, George
Murphy, Stephen Rosenbaum, Allen Hall • Ausstattung: Rick
Carter, Nancy Haigh • Schnitt: Arthur Schmidt •
Kostüme: Joanna Johnston • Make Up: Daniel C. Striepeke,
Hallie d'Amore, Judith A. Cory • Ton: Randy Thom, Tom
Johnson, Dennis Sands, Eilliam B. Kaplan • Toneffektschnitt:
Gloria S. Borders, Randy Thom • Stunts: - • Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Die Geschichte eines charmanten Einfaltspinsels umreißt 30 Jahre bewegende US-Geschichte. Robert Zemeckis technisch brillanter Film wird Spät-Yuppies das Gefühl geben, ihre eigene Geschichte auf der Leinwand nachzuerleben. Focus: Tom Hanks schüttelt die Hände toter US-Präsidenten - und überlebt sie unbekümmert.
Frankfurter Rundschau: Die Special-Effects verschmelzen mit dem orchestralen Rauschen der Musik und dem schwelgenden Pathos der Kranfahrten zu der Kino-Geste, die einem, ob man will oder nicht, immer wieder das Wasser in die Augen treibt. Süddeutsche Zeitung: "Forrest Gump" hat einen furiosen Soundtrack, er ist ein Melo-Drama aus den großen Hits des Rock 'n' Roll. Lexikon des internationalen
Films: Eine ganz auf den nicht immer überzeugenden
Hauptdarsteller zugeschnittene Mär vom reinen Tor, der
unbeirrt auf seiner Suche nach Glück durch die amerikanische
Zeitgeschichte wandelt. Das naive Buch und die uninspirierte Regie
halten mit dem technischen Aufwand nicht Schritt, so dass sich nur
in Ansätzen Reflexion und ironische Brechung des
Zeitgeschehens einstellen. Oscar ®
Oscar 1994 für "Forrest Gump"
(Bester Film) Oscar-Nominierung 1994 für Rick
Carter, Nancy Haigh (Ausstattung) Bemerkungen
Bei der Golden-Globe-Verleihung wurde "Forrest Gump" als bestes Drama ausgezeichnet. Tom Hanks und Robert Zemeckis erhielten für ihre Arbeit ebenfalls den Golden Globe. Lesen Sie den großen Hintergrundbericht zum Film.
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Savannah/Georgia, Anfang der 80er Jahre: Auf
einer Bank an einer Bushaltestelle hockt ein höchst
ungewöhnlicher Geschichtenerzähler. "Das Leben ist wie
eine Schachtel Pralinen, man weiß nie so genau was drinsteckt"
eröffnet Forrest Gump bedächtig seinen
Monolog.
Mut
machen ihm lediglich die kleine Jenny - die große Liebe seines
Lebens - und seine willensstarke Mutter, Mrs. Gump, deren Credo
sich Forrest zur Lebensphilosophie macht: "Dumm ist nur der, der
Dummes tut". Und das wird Forrest, dessen Leben sich auf skurrilste
Art und Weise mit der amerikanischen Geschichte kreuzt, nicht
tun.
Bei einer der großen Friedensdemos der 60er Jahre in
Washington trifft er Jenny wieder, die sich einer Gruppe von
militanten Kriegsgegnern angeschlossen hat. Doch erst als Jenny von
Drogen zerfressen ist, kehrt sie zu Forrest in die Südstaaten
zurück. Doch zu groß sind die Unterschiede zwischen dem
biederen Naivling und dem flippigen Flower-Power-Girl - bald schon
ergreift Jenny die Flucht und hinterläßt einen zutiefst
erschütterten Forrest.
Darsteller:
Filmkritiken
Cinema 9/95: Ohne es darauf anzulegen, wird er Sportidol,
Kriegsheld, Multimillionär - und sechsfacher
Oscar-Preisträger. Respekt!
Oscar ®
Bemerkungen