Forrest Gump

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Oscar ® • Bemerkungen • Interview mit Tom Hanks •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Forrest Gump
Titel USA: Forrest Gump
Genre: Drama
Farbe, USA, 1994, FSK 12

Kino Deutschland: 1994-10-13
Laufzeit Kino: 142 Minuten
Kinoverleih D: UIP

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1995-08-31
Kaufkassette: 1995-08-31
Laufzeit Video: 137 Minuten
Anbieter: CIC

DVD Deutschland: 2001-11-08
Laufzeit DVD: 136 Minuten
Anbieter: Paramount



Szenenfoto Savannah/Georgia, Anfang der 80er Jahre: Auf einer Bank an einer Bushaltestelle hockt ein höchst ungewöhnlicher Geschichtenerzähler. "Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie so genau was drinsteckt" eröffnet Forrest Gump bedächtig seinen Monolog.

Das Schicksal, so scheint es zunächst, meinte es nicht gut mit diesem Forrest Gump, der in den vierziger Jahren in Alabama geboren wurde. Vor seiner Einschulung stellten die Ärzte fest, dass sein IQ nur bei 75 liegt, außerdem ist er wegen eines Wirbelsäulenschadens gezwungen, Beinschienen zu tragen.

Szenenfoto Mut machen ihm lediglich die kleine Jenny - die große Liebe seines Lebens - und seine willensstarke Mutter, Mrs. Gump, deren Credo sich Forrest zur Lebensphilosophie macht: "Dumm ist nur der, der Dummes tut". Und das wird Forrest, dessen Leben sich auf skurrilste Art und Weise mit der amerikanischen Geschichte kreuzt, nicht tun.

Ohne es darauf anzulegen, wird er zum Footballstar, Kriegshelden, Ping-Pong-Champ und Multimillionär, kreuzt sein Leben das prominenter Zeitgenossen. Er begegnet Elvis, John F. Kennedy, John Lennon, Richard Nixon und einigen anderen und bringt - natürlich aus Versehen - die Watergate-Affäre ans Tageslicht.

Szenenfoto Bei einer der großen Friedensdemos der 60er Jahre in Washington trifft er Jenny wieder, die sich einer Gruppe von militanten Kriegsgegnern angeschlossen hat. Doch erst als Jenny von Drogen zerfressen ist, kehrt sie zu Forrest in die Südstaaten zurück. Doch zu groß sind die Unterschiede zwischen dem biederen Naivling und dem flippigen Flower-Power-Girl - bald schon ergreift Jenny die Flucht und hinterläßt einen zutiefst erschütterten Forrest.

Zwei Jahre joggt er durch die Staaten, erfindet den Slogan "Shit happens" und kreiert das "Smiley"-Symbol. Wieder wird er berühmt, und endlich gibt auch Jenny ein Lebenszeichen von sich. Beim langersehnten Wiedersehen steht Forrest eine abermalige Überraschung bevor, die sein Leben aufs Neue völlig umkrempelt ...


SzenenfotoDarsteller: Tom Hanks (Forrest Gump), Robin Wright (Jenny Curran), Gary Sinise (Lt. Dan Taylor), Sally Field (Mrs. Gump), Mykelti Williamson (Bubba Blue), Michael Humphreys (Forrest Gump jr.)

Regie: Robert Zemeckis

Stab: • Produzenten: Wendy Fineman, Steve Tisch, Steve Starkey für Paramount • Drehbuch: Eric Roth • Vorlage: Roman von Winston Groom • Filmmusik: Alan Silvestri • Kamera: Don Burguss • Spezialeffekte: Ken Ralston, George Murphy, Stephen Rosenbaum, Allen Hall • Ausstattung: Rick Carter, Nancy Haigh • Schnitt: Arthur Schmidt • Kostüme: Joanna Johnston • Make Up: Daniel C. Striepeke, Hallie d'Amore, Judith A. Cory • Ton: Randy Thom, Tom Johnson, Dennis Sands, Eilliam B. Kaplan • Toneffektschnitt: Gloria S. Borders, Randy Thom • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Filmkritik von Gerhard Heeke

Dirk Jasper FilmLexikon: Die Geschichte eines charmanten Einfaltspinsels umreißt 30 Jahre bewegende US-Geschichte. Robert Zemeckis technisch brillanter Film wird Spät-Yuppies das Gefühl geben, ihre eigene Geschichte auf der Leinwand nachzuerleben.

Focus: Tom Hanks schüttelt die Hände toter US-Präsidenten - und überlebt sie unbekümmert.

SzenenfotoCinema 9/95: Ohne es darauf anzulegen, wird er Sportidol, Kriegsheld, Multimillionär - und sechsfacher Oscar-Preisträger. Respekt!

Frankfurter Rundschau: Die Special-Effects verschmelzen mit dem orchestralen Rauschen der Musik und dem schwelgenden Pathos der Kranfahrten zu der Kino-Geste, die einem, ob man will oder nicht, immer wieder das Wasser in die Augen treibt.

Süddeutsche Zeitung: "Forrest Gump" hat einen furiosen Soundtrack, er ist ein Melo-Drama aus den großen Hits des Rock 'n' Roll.

Lexikon des internationalen Films: Eine ganz auf den nicht immer überzeugenden Hauptdarsteller zugeschnittene Mär vom reinen Tor, der unbeirrt auf seiner Suche nach Glück durch die amerikanische Zeitgeschichte wandelt. Das naive Buch und die uninspirierte Regie halten mit dem technischen Aufwand nicht Schritt, so dass sich nur in Ansätzen Reflexion und ironische Brechung des Zeitgeschehens einstellen.


Oscar ®Oscar ®

Oscar 1994 für "Forrest Gump" (Bester Film)
Oscar 1994 für Tom Hanks (Hauptdarsteller)
Oscar 1994 für Robert Zemeckis (Regie)
Oscar 1994 für Eric Roth (Drehbuch-Adaption)
Oscar 1994 für Arthur Schmidt (Schnitt)
Oscar 1994 für Ken Ralston, George Murphy, Stephen Rosenbaum, Allen Hall (Spezialeffekte)

Oscar-Nominierung 1994 für Rick Carter, Nancy Haigh (Ausstattung)
Oscar-Nominierung 1994 für Gary Sinise (Nebendarsteller)
Oscar-Nominierung 1994 für Don Burgess (Kamera)
Oscar-Nominierung 1994 für Daniel C. Striepeke, Hallie d'Amore, Judith A. Cory (Make-Up)
Oscar-Nominierung 1994 für Alan Silvestri (Musik)
Oscar-Nominierung 1994 für Randy Thom, Tom Johnson, Dennis Sands, Eilliam B. Kaplan (Ton)
Oscar-Nominierung 1994 für Gloria S. Borders, Randy Thom (Toneffektschnitt)


SzenenfotoBemerkungen

Bei der Golden-Globe-Verleihung wurde "Forrest Gump" als bestes Drama ausgezeichnet. Tom Hanks und Robert Zemeckis erhielten für ihre Arbeit ebenfalls den Golden Globe.

Lesen Sie den großen Hintergrundbericht zum Film.

Dirk Jasper FilmLexikon
© AMPAS © 1995 UIP © 1996 CIC © 1994 - 2010 Dirk Jasper