Mary Shelley's Frankenstein

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Mary Shelley's Frankenstein
Titel USA: Mary Shelley's Frankenstein
Genre: Horror-Drama
Farbe, USA, 1994, FSK 12

Kino Deutschland: 1995-01-05
Laufzeit Kino: 128 Minuten
Kinoverleih D: Columbia Tristar

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1995-09-05
Laufzeit Video: 118 Minuten
Anbieter: Columbia Tristar

DVD Deutschland: 1998-08-18
Laufzeit DVD: 119 Minuten
Anbieter: Columbia Tristar



Szenenfoto Die kräftezehrende Odyssee von Kapitän Walton und seiner Crew, die im Jahre 1794 den Nordpol erreichen wollen, erreicht durch eine unheimliche Begegnung im Eismeer ihren dramatischen Höhepunkt.

Wie aus dem Nichts taucht der erschöpfte Victor Frankenstein auf und erzählt eine unglaubliche Geschichte. Einst lebte er in Genf in wohlhabenden Verhältnissen. Doch als seine geliebte Mutter bei der Geburt ihres zweiten Kindes stirbt, reift in ihm der verzweifelte Plan, künstliches Leben zu schaffen.

Er verläßt seine Adoptivschwester und zukünftige Braut Elizabeth und reist nach Ingolstadt, um hier Medizin zu studieren. Er freundet sich nicht nur mit dem lebenslustigen Kommilitonen Henry an, sondern findet auch in Professor Waldman einen Verbündeten, der bereits an der Schaffung künstlichen Lebens arbeitet.

Szenenfoto Nachdem Waldman während einer Choleraepidemie von aufgebrachten Bürgern ermordet wurde, bemächtigt sich Frankenstein seiner Unterlagen und beginnt fanatisch auf einem Dachboden ein unheimliches Labor einzurichten.

Schließlich wird sein Traum wahr: Er erschafft einen Mann aus Körperteilen von Cholerakranken und dem gehängten Mörder Waldmanns. Das Labor scheint vor knisternder Energie zu bersten, als Frankensteins "Kreatur" zum Leben erweckt wird.

Als Frankenstein - von Gewissensbissen geplagt - seine Kreatur töten will, ist es zu spät - das menschliche Flickwerk ist verschwunden. Fest davon überzeugt, dass sein Homunculus die Choleraepidemie nicht überleben wird, reist Frankenstein in seine Heimat zurück. Aber das Wesen lebt und will sich an seinem Schöpfer für sein erbarmungswürdiges Leben rächen.

Gut und Böse haben sich verkehrt, die natürliche Ordnung ist aufgehoben, und Frankenstein muß mit allem bezahlen, was ihm lieb und teuer ist.


SzenenfotoDarsteller: Robert de Niro ("Kreatur"), Kenneth Branagh (Victor Frankenstein), Helena Bonham Carter (Elizabeth), Tom Hulce (Henry), John Cleese (Prof. Waldman), Aidan Quinn (Kapitän Walton), Cherie Lungi (Mutter)

Regie: Kenneth Branagh

Stab: • Produzenten: Francis Ford Coppola, James V. Hart, John Veitch • Drehbuch: Steph Lady, Frank Darabont • Vorlage: Roman "Frankenstein" von Mary Shelley • Filmmusik: Parick Doyle • Kamera: Robert Pratt • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Andrew Marcus • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Kölner Stadt-Anzeiger: Seine Einfallslosigkeit als Regisseur (die von seiner Eitelkeit als Darsteller noch übertroffen wird) versucht Branagh mit wilden Kamerafuchteleien zu kaschieren. Wenn Dramatik im Bild fehlt, müssen die Darsteller in Laufschritt fallen. Für einen Hollywoodfilm ist das Ausmaß der dramaturgischen Fehlentscheidungen und falschen Töne nachgerade spektakulär. Offenbar haben Produzent Francis Coppola und die Crew blind auf dem Boden gelegen vor dem Ruhm des europäischen Regietalents. Inzwischen dürften sie aufgewacht sein.

epd Film: "Mary Shelley's Frankenstein" ist ein Männer-Melo, ein Film der großen Gesten, der ausgebreiteten Arme, der herausgerissenen Herzen. Ein Film über Energie und Elektrizität, eine Show der Emotionen und Eruptionen.

Blickpunkt: Film: So offenbart sich die Passion der geprügelten Kreatur und ihres schuldbeladenen Schöpfers als gewaltige Oper des Schreckens.

Cinema 09/1995: Bildgewaltige Selbstinszenierung von Kenneth Branagh.


SzenenfotoBemerkungen

Die Studioaufnahmen fanden in London in den Shepperton-Studios statt. Es wurde für den Film die bisher größte Kulisse der britischen Filmgeschichte aufgebaut.

Kenneth Branagh übernahm nicht nur die zweite Hauptrolle in "Mary Shelley's Frankenstein", sondern fungierte auch als Regisseur und Koproduzent. Er inszenierte somit seinen fünften Film nach "Henry V.", "Schatten der Vergangenheit", "Peter's Friends", dem "Oscar"-nominierten Kurzfilm "Swan Song" und "Viel Lärm um nichts". 1995 war seine Regiearbeit "Ein Winternachtstraum" in den Kinos zu sehen, auch konnte man den Engländer in Oliver Parkers "Othello" erleben.

Helena Bonham Carter gab in Trevor Nunns "Lady Jane" (1985) ihr Filmdebüt. Im selben Jahr wurde sie mit ihrem zweiten Film "Zimmer mit Aussicht" zum Star. Es folgten u. a. "Wiedersehen in Howards End" und "Geliebte Aphrodite", der am 15. August 1996 in den deutschen Kinos startete. In Arbeit ist die Verwechslungskomödie von Shakespeares "Was ihr wollt". Regisseur ist Trevor Nunn.

Tom Hulce ("Ich glaub', mich tritt ein Pferd", "Eine Wahnsinnsfamilie", "Der innere Kreis", "Fearless") wurde durch seine unvergeßliche Leistung als Titeldarsteller in "Amadeus" weltbekannt, für die er sowohl den Golden Globe als auch den Oscar erhielt. Zuletzt drehte er unter der Regie von Jean-Jacques Annaud "Wings Of Courage".

Dirk Jasper FilmLexikon
© 1995 Columbia Tristar © 1996 Premiere © 1994 - 2010 Dirk Jasper