Killing Zoe

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Killing Zoe
Titel USA: Killing Zoe
Genre: Action-Krimi
Farbe, USA, Frankreich, 1994, FSK 18

Kino Deutschland: 1995-02-02
Laufzeit Kino: 96 Minuten
Kinoverleih D:

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1995-08-22
Laufzeit Video: 92Minuten
Anbieter: VMP


Szenenfoto Zed ist ein Safeknacker, der sich zu den besten seiner Zunft zählt. Ein Perfektionist, besonnen und scharfsinnig. Gerade ist er in Paris eingetroffen, wo er mit seinem Freund Eric am nächsten Tag eine Bank ausrauben will.

Doch da Paris nicht nur der Schauplatz seines geplanten Verbrechens, sondern auch die Stadt der Liebe ist, läßt sich Zed von dem Taxifahrer, der ihn vom Flughafen zum Hotel chauffiert, eine Frau für eine Nacht vermitteln.

So lernt Zed die bildschöne Zoe kennen, die so gar nicht dem Klischee einer Prosituierten entspricht: Sie ist hochintelligent, sinnlich und liebenswert. Schon bald erkennen Zed und Zoe, dass sie kurz davor stehen, sich Hals über Kopf ineinander zu verlieben.

Doch dann taucht plötzlich Eric auf, schmeißt Zoe achtkantig aus dem Zimmer und drängt darauf, dass Zed seine zukünftigen Komplizen kennenlernt. Die entpuppen sich als Schock: Denn statt kühlen Strategen, die bei einem Bankraub vonnöten wären, sind Erics Kumpanen nur ein Haufen beschränkter, aggressiver und selbstgefälliger Machos.

Doch nachdem Zed mit der Meute eine Nacht lang durch Paris gezogen ist, vollgepumpt mit billigem Wein und Heroin, akzeptiert er tatsächlich Erics Plan für den Coup: "Wir marschieren einfach 'rein und nehmen uns, was wir brauchen".

Der Überfall wird zum Fiasko: Opfer und Täter des Überfalls geraten gleichermaßen in Panik. Bevor die Gangster die Bank wieder verlassen können, hat sich auf dem Vorplatz schon die Polizei versammelt. Den Bankräubern bleibt nichts anderes übrig, als die Angestellten und Kunden als Geiseln zu nehmen.

Und unter ihnen, stellt Zed entsetzt fest, befindet sich auch Zoe, die nur nachts Freier bedient und tagsüber als Bankkauffrau arbeitet.

Zed ist fest entschlossen, sich selbst und Zoe mit heiler Haut aus dem Schlamassel herauszubringen. Doch das scheint unmöglich, denn Eric beginnt langsam aber sicher durchzudrehen ...


SzenenfotoDarsteller: Eric Stoltz (Zed), Jean Hugues Anglade (Eric), Julie Delpy (Zoe), Gary Kemp (Oliver), Bruce Ramsay (Ricardo)

Regie: Roger R. Avary

Stab: • Produzenten: Quentin Tarantino • Drehbuch: Roger R. Avary • Vorlage: - • Filmmusik: Tomandany • Kamera: Tom Richmond • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: - • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Cinema: Avary kann vital inszenieren, doch er hat keine Geschichte, keine Motivation für die richtigen Bilder gefunden.

Für Sie: Eine zarte, aber intensive, unwirkliche Liebesgeschichte im Milieu knallharter Straßenkriminalität - ein toller Kontrast.

Tip Berlin: "Killing Zoe" gleicht einem dieser Alpträume, in denen die Leichen, die man im Garten vergraben hat, auf einmal wieder zum Vorschein kommen.

Kölner Rundschau: Roger R. Avarys Regiedebüt ist reinstes Kino, zugleich Lovestory, Buddy-Movie und Gangsterfilm.

epd Film: Im Nihilismus einer Generation erinnert der Film an Claude Charols "Nada".

film-dienst: Eine neue Strömung im Hollywood-Kino.


SzenenfotoBemerkungen

Regiedebütant Roger R. Avary war einst der Kollege Quentin Tarantinos, als der noch als Verkäufer in einer Videothek arbeitete. Etliche Ideen, die er später in "Reservoir Dogs" und "Pulp Fiction" verwendete, stammen laut Tarantino von den nächtelangen Phantastereien, denen er mit Avary hinter dem Verkaufstresen frönte. Ehrensache also, dass Tarantino bei Avarys ersten Schritten im Film-Business als ausführender Produzent hilfreich zur Seite stand.

Eric Stoltz, der durch seine Rolle in Peter Bogdanovichs "Die Maske" bekannt wurde, sah man u. a. auch in Bill Consons "Sister, Sister", in "Ist sie nicht wunderbar?", "Die Fliege 2", "Waterdance", "Bodies, Rest & Motion", "Pulp Fiction", "Sleep With Me", "Naked In New York" und "God's Army".

Die 26jährige Julie Delpy spielte in so unterschiedlichen Filmen wie Godards "Detektive", Percy Adlons "Younger And Younger", Volker Schlöndorfs "Homo Faber", dem Abenteuerspektakel "Die drei Musketiere" und in "Weiß", dem zweiten Teil von Kieslowskis "Blau, Weiß, Rot"-Trilogie.

Gary Kemp, ehemaliger Sänger der Popgruppe "Spandau Ballet", gab sein Schauspielerdebüt in "The Krays". Es folgten u. a. "Hide And Seek", Stephen Frears TV-Film "Plaything" und der Kinohit "Bodyguard" mit Kevin Costner und Whitney Huston.

Jean Hugues Anglade ("Subway", "Nächtliches Indien", "Nikita", "Eine Sommernacht in der Stadt", "Die Bartholomäusnacht") hatte seine wohl bekannteste Rolle als Hauptdarsteller in dem Kinohit "Betty Blue, 37,2° am Morgen".

Dirk Jasper FilmLexikon
© 1996 Premiere © 1994 - 2010 Dirk Jasper