Pulp Fiction

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Oscar ® • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Pulp Fiction
Titel USA: Pulp Fiction
Genre: Action
Farbe, USA, 1994, FSK 16

Kino Deutschland: 1994-08-25
Laufzeit Kino: 153 Minuten
Kinoverleih D: Scotia Film

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1995-11-02
Laufzeit Video: 148 Minuten
Anbieter: BMG UFA

DVD Deutschland: 2000-05-22
Laufzeit DVD: 148 Minuten
Anbieter: BMG



Szenenfoto Zweiter Tag, morgens: Die verlodderte Gangsterbraut Honey Bunny und ihr Lover, der Junkie Pumpkin, sitzen in einem Fast-food-Restaurant und diskutieren ernsthaft: Was könnte gefährlicher sein: Der Überfall eines Schnapsladens oder der eines Diners, wie beispielsweise jenes, in dem sie sich gerade aufhalten?

Erster Tag: Die Profikiller Vincent und Jules führen eine angeregte Unterhaltung über Fast food, Fußmassagen und Fernsehserien, bevor sie routiniert einige Lebenslichter ausblasen, die dem Chef des Killerduos, Marsellus Wallace, einen Aktenkoffer gestohlen haben. Auf dem Rückweg erschießt Vincent aus Versehen eine Geisel und richtet eine blutige Sauerei an.

Ein Profi-Cleaner, "The Wolf", muß den blutbespritzten Wagen und die Kleidung der Quasselstrippen säubern. Am Abend erhält Vincent den Auftrag, Mia, die drogenabhängige Ehefrau des Bosses, auszuführen. Nach einem coolen Twist im Diner "Jackrabbit Slims" bringt Vincent Mia nach Hause, wo sie nach einer Überdosis ins Koma fällt. Nur eine überdimensional große Adrenalin-Spritze mitten ins Herz kann die Schöne wieder erwecken.

Zweiter Tag, später: Der Boxer Butch Coolidge wird von Marsellus geschmiert. Butch soll in der fünften Runde eines Kampfes k. o. gehen. Doch das Muskelpaket setzt einen Haufen Geld auf sich selbst, gewinnt den Kampf und plant, mit seiner Geliebten Fabian durchzubrennen.

Doch die goldene Uhr, schon seit Generationen in der Familie, liegt noch in seiner Wohnung, und er muß noch einmal zurück. Vincent, der ihn hier erwartet, wird von Butchs Kugeln durchsiebt.

Auf der Straße trifft Butch auf Marsellus, mit dem er sich eine wilde Verfolgungsjagd liefert, die in einer Pfandleihe endet. Hier fallen sie zwei verkorksten Südstaatlern in die Hände, die im Keller perversen sexuellen Lüsten frönen.

Zweiter Tag, morgens: Nach einer langen Nacht begeben sich Vincent und Jules zum Frühstücken in ein Restaurant. Hier treffen sie auf Honey Bunny und Pumpkins, die beschlossen haben, zur Abwechslung ein Restaurant zu überfallen.

Jules Entschluß ehrbar zu werden, wird durch das Gaunerpärchen auf eine schwere Probe gestellt ...


SzenenfotoDarsteller: John Travolta (Vincent Vega), Uma Thurman (Mia), Bruce Willis (Butch Coolidge), Samuel L. Jackson (Jules Winnfield), Harvey Keitel (The Wolf), Tim Roth (Pumkin), Amanda Plummer (Honey Bunny), Ving Rhames (Marsellus Wallace), Maria de Medeiros (Fabian), Eric Stoltz, Rosanna Arquette, Christopher Walken, Steve Buscemi (Buddy Holly Look-alike)

Regie: Quentin Tarantino

Stab: • Produzenten: Lawrence Bender, Danny DeVito • Drehbuch: Quentin Tarantino, Roger R. Avary • Vorlage: - • Filmmusik: Karyn Rachtman • Kamera: Andrzey Sekula • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Sally Menke • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Der leicht melancholische Film hebt die Grenzen des Genres auf, er entführt, mal heiter, mal mit unerwarteter Gewalt, in eine Welt des chronischen Wahnsinns, in der das Böse erschreckend banal auftritt.

Kölner Stadt-Anzeiger: Tarantinos Filme zehrten nur vom Kino, nicht vom Leben, ist ein Hauptvorwurf seiner Kritiker. Das mag stimmen, aber entscheidend ist, was er herstellt. Für die Länge eines Spielfilms erzeugt "Pulp Fiction" mit seinen Darstellern jede Menge atemberaubender Wirklichkeit.

Süddeutsche Zeitung: "Pulp", so klärt der Vorspann auf, ist zweierlei: Zum einen eine weiche formlose Masse, wie man sie in Fast food findet, zum anderen ein Groschenroman, der auf billigem Papier noch billigere Geschichten erzählt.

Der Spiegel: Travolta, bleich, verfettet und mit strähnigem schwarzen Pferdeschwanz, macht seine Sache großartig.

Frankfurter Rundschau: Tarantino glaubt an das Kino und dessen spezielle Metaphysik: daran, dass man die Zeitenfolge aufmischen und von den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit gelangweilt sein kann, dass Figuren zwischen Geschichten wechseln können, wie Serienhelden im Fernsehen und dass der Konjunktiv des Kinos ureigenster Modus ist.

Empire: Er ist zurück und er ist besser denn je. Nach dem berauschenden Kultfilm "Reservoir Dogs" tobt Tarantinos verwickelt-komplizierter, trashiger und spaßiger Nachfolger "Pulp Fiction" über die Leinwand - ein muß für alle Cineasten auf beiden Seiten des Atlantiks.


Oscar ®Oscar ®

Oscar für 1994 für Quentin Tarantino, Roger Avary (Original-Drehbuch)

Oscar-Nominierung für 1994 für "Pulp Fiction" (Bester Film)
Oscar-Nominierung für 1994 für John Travolta (Hauptdarsteller)
Oscar-Nominierung für 1994 für Samuel L. Jackson (Nebendarsteller)
Oscar-Nominierung für 1994 für Uma Thurman (Nebendarstellerin)
Oscar-Nominierung für 1994 für Quentin Tarantino (Regie)
Oscar-Nominierung für 1994 für Sally Menke (Schnitt)


SzenenfotoBemerkungen

"Pulp Fiction" wurde 1995 in Cannes als bester Film mit der Goldenen Palme ausgezeichnet.

Quentin Tarantino bekam 1995 sowohl den Golden Globe als auch den Oscar für das beste Drehbuch überreicht.

Über 1 Million Kinozuschauer in Deutschland.

Dirk Jasper FilmLexikon
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