Gerhard Heeke über Blink

Diese Woche ist ein Thriller neu in die Kinos gekommen. "Blink" handelt von einer jungen Frau, die Dank einer Hornhautverpflanzung ihr Augenlicht wiedererlangt. Aber leider kann sie nach der Operation noch nicht sehr gut sehen. Es verschwimmt alles (tolle Kameraeffekte) und manche Situationen werden erst wesentlich später vom Gehirn verarbeitet. Sie erlebt sog. optische Flashbacks. So passiert es, dass sie eines Abends im Treppenhaus einem Mörder begegnet, dass Gesicht aber erst später erkennt. Die Polizei, insbesondere der zuständige Inspektor, behandeln sie zunächst als Verrückte. Aber der Inspektor verliebt sich in die resolute junge Frau und schenkt ihr widerstrebend Vertrauen.

Der ganze Krimi ist darauf aufgebaut, dass der Zuschauer miträtseln soll, wer denn nun der Mörder sein soll. Aber dafür hat der Zuschauer einfach zu wenig Informationen. So beschränkt sich das Ganze auf das Verhältnis von dem Inspektor zu dieser jungen Frau, wie sie sich lieben und anfeinden. Die Suche nach dem Mörder wird dadurch zur Seite gedrängt.

Der Film hat durchaus einige spannende Momente, er zieht sich aber in der Mitte unerträglich. Etwas mehr Action oder Thrillerelemente hätten dem Film gutgetan. Außerdem hätte es nicht geschadet, den Film um eine gute halbe Stunde zu kürzen.

Fazit: Ärgerlich.

© Gerhard Heeke © 1999 Next Step Mediendienste GmbH