Monique und Antoine haben wirklich schon bessere Tage gesehen. Das ungleiche Paar sitzt im Dreck - ohne Geld, ohne Hoffnung. Die attraktive Monique will endlich Luxus und einen "richtigen Mann". Der sanfte Antoine, der Monique abgöttisch liebt, kann ihr beides nicht bieten, obwohl er sich krampfhaft bemüht.
Da tritt eines Tages ein Mann in ihr Leben, der alles ändern könnte: Bob ist vital, stark und skrupellos. Vor allem aber ist Bob ein genialer Dieb, der Geld und Kostbarkeiten haufenweise aus den Häusern der Reichen wegschleppt. Antoine, Monique und Bob tun sich zusammen. Gemeinsam gehen sie in der Nacht auf Beutezug durch die luxuriösen Villen der Stadt. Die Zeit der Armut und Langeweile scheint vorbei. Monique hat sich sofort heftig in Bob verliebt.
Bob jedoch ist von dem schüchternen und verklemmten Antoine fasziniert. Kein Wunder, dass das Gefühls- und Beziehungskarussell sich bald heftig zu drehen beginnt. Ein wechselvolles Spiel der erotischen Anziehung und Abstoßung nimmt seinen Lauf ein Abenteuer, bei dem alles möglich scheint und nichts auf Dauer zusammenpaßt.
Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Tragisch, komisch, intelligent und obszön: "Abendanzug" ist ein widerspruchsvoller, provokativer und sehr unterhaltsamer Film über den unmöglichen Traum vom Liebesglück. Regisseur Bertrand Blier erregte mit dieser erotischen Farce, die mit frechem Witz alle gesellschaftlichen und sexuellen Rollenklischees auf den Kopf stellt, beim Filmfestival von Cannes großes Aufsehen.
Lexikon des internationalen Films: Eine brillant gespielte und wirkungsvoll inszenierte Komödie, die grelle Schlaglichter auf Gesellschaft und zwischenmenschliche Machtstrukturen wirft; mit ordinären und obszönen Dialogen und "Schocks" strahle der Film jedoch genau die Kälte aus, die er anzuprangern vorgibt.