Hudsucker - Der große Sprung

Filmkritik von

Mit "Hudsucker - Der große Sprung" hat wieder eine gute Komödie den Sprung auf die Leinwand geschafft. Norville Barnes (Tim Robbins), ein junger Mann aus der Provinz, fährt nach New York um "sein Glück zu machen". Zur gleichen Zeit, zu der er als Laufbursche bei Hudsucker Industries anfängt, stürzt sich der Präsident der Firma aus den 44. Stock in die Tiefe. Die restlichen Vorstandsmitglieder suchen nun nach einem Dummen, der die Firma für eine gewisse Zeit führen soll.

Aufgrund dieses Schachzuges sollen die Aktien in den Keller fallen. Der Restvorstand plant dann die Aktien wieder billig aufzukaufen. Die Wahl fällt auf den jungen Norville. Norville hatte mit seiner Erfindung" (einem Kreis auf einem Blatt Papier "Sie wissen schon, für Kinder ...") beim Vorstand für Aufmerksamkeit gesorgt.

Aber der Plan geht schief. Norvilles Erfindung wird ein voller Erfolg. Zu dieser Rahmenhandlung gehört natürlich auch eine hübsche junge Frau. Amy Archer (Jennifer Jason Leigh) arbeitet zwar erst gegen Norville, erkennt dann aber den guten Charakter des jungen Mannes und unterstützt ihn voll.

Die Geschichte an sich ist relativ platt und hat auch seine Längen, aber der Film insgesamt ist sehr lohnend. Zunächst gibt es immer wieder etwas zu sehen. Der Film strotzt nur so von eindrucksvollen Szenen und Bildern. Allein den Konferenzraum und das Büro von mußsburger (Paul Newmann) ist schon sehenswert. Ebenso die Sprungszene.

Aber über die Dekoration ist schon viel in den Medien berichtet worden. Einen Aspekt haben bisher alle ausgelassen. In "Hudsucker" gibt es auch jede Menge zu hören. Der Film strotzt nur so von akustischen Effekten und Spielereien.

Was den Film außerdem sehr interessant macht, sind die guten Schauspieler. Da ist zunächst Tim Robbins als Norville Barnes. Er verkörpert dieses verkappte "Genie", den niemand aus seiner Umwelt richtig ernst nimmt, sehr gut.

Wenn man es als Zuschauer nicht besser wüßte, könnte man zunächst wirklich meinen, man hätte einen Dummkopf vor sich. Genauso gut bekommt er aber auch die Wandlung zu der ehrlichen, menschlichen, verzweifelten Person hin, zu der Norville im Verlaufe der Geschichte wird. Seit "The Player" bin ich ein Fan von Tim Robbins.

Jennifer Jason Lee ist (fast) immer das Energiebündel Amy Archer, die engagierte Zeitungsreporterin. dass Paul Newmann die Rolle des Sidney J. mußsburger gut verkörpert, bedarf - glaube ich - keiner besonderen Erwähnung.

Fazit: Sehenswerte Komödie mit guten Schauspielern und überraschendem Ende. Tolle visuelle und akustische Effekte.

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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