Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wird der vielgeliebte Can-Can-Tanz immer wieder argwöhnisch auf seine moralische Gefährlichkeit untersucht. Schließlich soll er sogar verboten werden. Der Vorsitzende des Polizeiausschusses, Richter Paul Barriere, würde zwar gerne ein Auge zudrücken, da er den Can-Can recht gerne sieht.
Doch für seinen jungen, ehrgeizigen Kollegen Philippe Forrestier steht fest, dass dieser Tanz nur die niedrigsten Instinkte weckt. Forrestier schickt deshalb die Polizei in die Can-Can-Hochburg 'Le Bal du Paradis', die der reizenden Simone gehört. Mit Trillerpfeifen und Handschellen wird dem 'schändlichen Treiben' ein Ende bereitet.
Unter den Gästen sind auch Paul Barriere und sein Freund, Rechtsanwalt François Dournais - beide entgehen nur knapp einer Festnahme. Forrestier tut sich jedoch mit einer Anklage schwer: Er findet keine Zeugen, die Unmoralisches gesehen haben wollen. Also versucht er es am nächsten Abend erneut mit einer Razzia.
Unerkannt mischt er sich vorher unter die Gäste und kommt mit Simone ins Gespräch. Sie erzählt ihm, dass sie heute ungestört tanzen wird, denn die Polizei sei bestochen worden. Kurz darauf stürmen die Polizisten ins Lokal und nehmen die Tänzerinnen fest.
Trotzdem kommen sich Simone und Forrestier näher, sie wollen sogar heiraten. Doch Forrestier wird klar, dass das seine Karriere beenden würde. Er trennt sich von Simone, die sich nun wieder an ihren alten Freund und Anwalt François Dournais erinnert. Der jedoch wird wenig später bei einer erneuten Can-Can-Vorführung verhaftet.
Man klagt ihn an, doch Richter Paul Barriere sagt zu seinen Gunsten aus. François wird schließlich freigesprochen. Simone begreift inzwischen, dass die Affäre mit Forrestier wirklich nur eine Affäre war - und dass sie in Wirklichkeit nur François liebt ...
Filmkritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: Dieses beschwingte, frech-charmante Musical ist voller Temperament und Raffinement, Übermut und Lebensfreude, verschwenderisch gemacht und atemberaubend gut gespielt.
Lexikon des internationalen Films: Das überlange Spiel wird durch teure Ausstattung und prominente Darsteller ansehnlich, ohne den rechten Schwung zu bekommen. Künstlerische Einfälle beweist vor allem der Choreograf Hermes Pan.
Bemerkungen
Als Grundlage diente das gleichnamige Erfolgsstück von Cole Porter, dem ungekrönten König des Musicals, das am 7. Mai 1953 am Broadway uraufgeführt wurde und drei Jahre lang, ohne Unterbrechung, sein Publikum als sprühende Mischung aus Tanz, Rhythmus, pikanter Story und funkelnder Dialoge begeisterte.
Bei der Besetzung setzte man auf die teuersten Stars, so auf Frank Sinatra, den Mann mit der goldenen Stimme, der hier den Cole Porter-Song "Ganz Paris träumt von der Liebe" vortragen darf, auf Maurice Chevalier, Hollywoods Bilderbuchfranzose, der grauschläfige Charmeur mit dem ewig jungen Herzen, auf Louis Jourdan, Frankreichs Herzensbrecher, der auch in den Vereinigten Staaten Triumphe feierte, und natürlich auf Shirley MacLaine. Zum ersten Mal war es der ausgebildeten Tänzerin hier erlaubt, neben ihren darstellerischen auch ihre tänzerischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.