Blood Simple

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Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Blood Simple
Titel USA: Blood Simple
Genre: Thriller
Farbe, USA, 1984/1999, FSK 16

Kino Deutschland: 1985-09-26
WA USA: 1999-10
WA D: 2000-01-06
Laufzeit Kino: 99 / 95 Minuten
Kinoverleih D: RealFiction (WA)

DVD-Cover
DVD-Cover Video Deutschland: 1986-04-17 (Originalfassung)
Videotitel D: Blood Simple - Eine mörderische Nacht
Kaufkassette: 2001-03-01
Laufzeit Video: 95 Minuten
Anbieter:

DVD Deutschland: 2001-03-01
Laufzeit DVD: 93 Minuten
Anbieter: Columbia Tristar



Szenenfoto Weil die junge Abby in ihrer Ehe mit dem Barbesitzer Julian Marty zutiefst unglücklich ist, beginnt sie eine Affäre mit dem Barkeeper Ray. In dem kleinen texanischen Provinznest bleibt ihrem Mann diese Liebelei natürlich nicht verborgen. Der von ihm engagierte schmierige kleine Privatdetektiv Visser liefert ihm mit eindeutigen Fotos schließlich die letzten Beweise.

Als der betrogene Ehemann Visser auch noch 10.000 Dollar für Abby's und Ray's Ermordung bietet, willigt der Schnüffler ein und plant das perfekte Verbrechen - jedoch nicht unbedingt im Sinne seines Auftraggebers. Nachdem er das Geld kassiert hat, erschießt er Marty mit einem von Abby gestohlenen Revolver.

Doch nicht die Polizei, sondern Ray findet die Leiche. Der schockierte Liebhaber nimmt an, Abby habe ihren Mann auf dem Gewissen. Also verwischt er alle Spuren und will Marty regelrecht entsorgen - dabei ist der noch gar nicht richtig tot!


SzenenfotoDarsteller: John Getz (Ray), Frances McDormand (Abby), Dan Hedaya (Julian Marty), M. Emmet Walsh (Visser), Samm-Art Williams (Maurice), Debora Neumann (Debra), Raquel Gavia (Gutsherrin), Van Brooks (Mann aus Lubbock), Senor Marco (Mr. Garcia), William Creamer (Old Cracker)

Regie: Joel Coen

Stab: • Produzenten: Ethan Coen für River Road / Circle • Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen • Vorlage: - • Filmmusik: Carter Burwell • Kamera: Barry Sonnenfeld • Spezialeffekte: Loren Bivens • Ausstattung: Jane Musky • Schnitt: Roderick Jaynes, Don Wiegmann • Kostüme: Sara Medina-Pape • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Filmkritik von Dirk Jasper

film-dienst 2000-01: Gänzlich überarbeitet und jetzt vier Minuten kürzer, besitzt der düstere Psycho-Thriller um einen fehlgeleiteten Mordauftrag und die daraus resultierende Kette falscher Annahmen und verfehlter Handlungen nun eine glattere Wirkung und hat einen Teil seiner spröden Aura verloren. Dadurch wirkt der Film zwar weniger beklemmend als das 15 Jahre ältere Original, er fesselt aber nach wie vor durch seine atmosphärisch dichten Erzählstil.

Lexikon des internationalen Films: Was als Ehedrama beginnt, entwickelt sich zu einem düsteren, handwerklich nicht uninteressanten Psycho-Thriller in der Tradition der Suspense-Filme; dabei können formale Brillanz und das Bemühen um einen atmosphärisch dichten Erzählstil einzelne Ungereimtheiten und Längen nicht verdecken.

TV Movie 2000-01: "Blood Simple" ist ein böser kleiner Thriller, der auf virtuose Weise erzählerische Raffinesse mit einer aufregenden Bildsprache verknüpft. Der "Director's Cut" ist nicht, wie üblich, länger als das Original, sondern vier Minuten kürzer. Dem Film kommt das zugute, denn einige Längen wurden so eliminiert. Ebenfalls neu: Statt Mono- gibt's jetzt den effektvolleren Dolby-Digital-Ton.

Cinema 2000-01: Der brillante Debütfilm der Coen-Brüder Joel und Ethan (Fargo) in einer neuen Fassung, die vier Minuten kürzer (!) als das Original einen Ehebruch und seine mörderischen Folgen zeigt.

Kölner Stadt-Anzeiger: Eine visuell aufregende Hommage an den "Film noir".


SzenenfotoBemerkungen

Ob "Arizona Junior", "Hudsucker - Der große Sprung", der in Cannes mehrfach ausgezeichnete "Barton Fink" oder der mit einem Oscar-prämierte pechschwarze Thriller "Fargo" - die Filme der derzeit berühmtesten Brüder der Filmgeschichte, Joel und Ethan Coen, haben unbestritten Kultstatus erreicht. Schon in ihrer Debütproduktion "Blood Simple" warten die beiden mit ungewohnten Perspektiven, verwirrenden Wechseln zwischen subjektiver und objektiver Kamera innerhalb einer einzigen Einstellung, makaberem Humor, Zitaten und einem Bruch mit Klischees und Konventionen auf.

Der Film wurde am 6. Januar 2000 in einer kürzeren "Director's Cut"-Fassung (95 Minuten statt 99 Minuten) wieder in die deutschen Kinos gebracht. Der Film wurde dazu neu geschnitten, der Sound überarbeitet, da der Film ursprünglich in Mono veröffentlicht wurde und nun in Dolby Digital 5.2 und mit gesäuberten Dialogspuren veröffentlicht wird. Der Soundtrack enthält neue Musikstücke. In den USA kam der Film im Oktober 1999 wieder in die Kinos.

Dirk Jasper FilmLexikon
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