Das Testament des Dr. Mabuse (1932)

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Das Testament des Dr. Mabuse
Genre: Thriller
Schwarzweiß, Deutschland, 1932, FSK 16

Kino Deutschland: 1951-08-24
Laufzeit Kino: 122 Minuten
Kinoverleih D:

Videocover
Videocover Video Deutschland: ja
Laufzeit Video: 113 Minuten
Anbieter: BMG UFA


Szenenfoto Dr. Mabuse ist der prominenteste Patient in der Nervenklinik des Dr. Baum. Mabuse ist besessen von der Idee, die Menschheit zu vernichten. Dazu verfaßt er ein wahres Horrorszenario. Mit hypnotischen Kräften zwingt er Dr. Baum, seine Hirngespinste von einer Verbrecherbande ausführen zu lassen. Die Terroranschläge und Verbrechen verängstigen die Menschen.

Die Polizei und Kommissar Lohmann sind zunächst ratlos. Gerade als die ersten Spuren auf Mabuse hinweisen, stirbt der Verbrecher, ohne dass die Verbrechen aufhören. Dr. Baum hält sich inzwischen für die Reinkarnation des Toten und für den Vollstrecker seines Testamentes. Aber schließlich kommt ihm die Polizei auf die Spur, sie findet ihn in Mabuses Zelle - wahnsinnig.


SzenenfotoDarsteller: Rudolf Klein-Rogge (Dr. Mabuse), Oskar Beregi (Dr.Baum), Otto Wernicke (Kommissar Lohmann), Theodor Loos (Dr. Kramm), Wera Liessem (Lilli), Karl Meixner (Hofmeister), Camilla Spira (Juwelen-Anna), Theo Lingen (Karetzky), Paul Henckels (Litograph)

Regie: Fritz Lang

Beteiligte: • Produzenten: Nerofilm • Drehbuch: Fritz Lang, Thea von Harbou • Vorlage: Roman von Norbert Jacques • Filmmusik: Hans Erdmann • Kamera: Fritz Arno Wagner, Karl Vash • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Conrad von Molo, Lothar Wolff • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Lexikon des internationalen Films: Als politisches Gleichnis für das Aufkommen des Faschismus umstritten, ist der Film ein spannend und suggestiv inszenierter Thriller von außergewöhnlich kreativer Gestaltung. Vor allem seine Experimente mit dem Ton und den Bauten sind bemerkenswert.


SzenenfotoBemerkungen

Der Film kam auch unter den Titeln "Das Tagebuch des Dr. Mabuse" und "Dr. Mabuses Testament" in die deutschen Kinos.

Mit "Das Testament des Mr. Mabuse" versuchte Fritz Lang, den Erfolg seines Stummfilms von 1922 "Dr. Mabuse, der Spieler" zu wiederholen. Doch die für den 24. März 1933 angesetzte Uraufführung wurde abgesagt, der Film wenige Tage später verboten (die Nationalsozialisten erkannten wohl, dass Lang intuitiv auf den Terror und die Gewalt des Faschismus hinwies). Kurz darauf emigrierte Fritz Lang in die USA.

In Deutschland wurde der Film, der 1933 in Paris und Wien uraufgeführt wurde, erst nach Kriegsende gezeigt. Sein Dr. Mabuse wurde zur Schlüsselfigur des deutschen Grusel- und Horrorfilms. Im Alter von 70 Jahren (1960) wagte sich Lang noch ein drittes Mal an einen Mabuse-Stoff ("Die tausend Augen des Dr. Mabuse").

Dirk Jasper FilmLexikon
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