Kameradschaft

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Kameradschaft
Titel Frankreich: La tragedie de la mine
Genre: Drama
Schwarzweiß, Deutschland, Frankreich, 1931, FSK 12

Kino Deutschland: 1931-11-17
Wiederaufführung: 1997-03-20
Laufzeit Kino: 90 Minuten
Kinoverleih D:

Videocover
Videocover Video Deutschland: ja
Laufzeit Video: 86 Minuten
Anbieter: BMG UFA


Szenenfoto Der Erste Weltkrieg ist noch nicht vergessen, die wirtschaftliche Lage beiderseits der deutsch-französischen Grenze angespannt, und Bergleute hüben wie drüben betrachten sich mit Mißtrauen.

In einem französischen Bergwerk nahe der deutschen Grenze kommt es zu einer Grubenexplosion. Nahezu 600 französische Kumpel werden verschüttet, jede Hilfe scheint aussichtslos. In der benachbarten deutschen Grube kommt es zu erregten Auseinandersetzungen.

Obwohl zeitweilig die alte Feindschaft zu Frankreich triumphiert, entschließen sich die deutschen Bergleute zu einer solidarischen Rettungsaktion. Die Grenze, die zwei Völker in feindliche Lager trennt, ist vorübergehend gefallen. Die Rettungsaktion ist erfolgreich, ein Zeichen ist gesetzt.


SzenenfotoDarsteller: Fritz Kampers (Kasper), Alexander Granach (Wilderer), Ernst Busch (Wittkopp), Elisabeth Wendt (Frau Wittkopp), Gustav Püttjer (Kaplan), Andrée Ducret (Françoise), Oskar Höcker, Daniel Mendaille, Georges Charlia, Alex Bernard, Pierre Louis, Heléna Manson

Regie: G. W. Pabst

Stab: • Produzenten: Ernst Wolff für Nero Film • Drehbuch: Ladislaus Vajda, Karl Otten, Peter Martin Lampel • Vorlage: - • Filmmusik: - • Kamera: Fritz Arno Wagner, Robert Baberske • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: - • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Dirk Jasper FilmLexikon: Pabst und seine Drehbuchautoren verlegen die Handlung und den in ihr dargestellten Akt der grenzüberschreitenden Solidarität in die Zeit nach dem 1. Weltkrieg, was es ihnen ermöglicht, die in Pabsts "Westfront 1918" aufgerissene Perspektive eines durch internationale proletarische Solidarität bestimmten Pazifismus in eine Gegenwart zu verlängern.

Lexikon des internationalen Films: In dokumentarischem Stil gehaltener Film, mit gleichermaßen virtuosen wie realistischen Aufnahmen der Arbeitsbedingungen unter Tage; ein packendes Zeugnis völkerverbindender Menschlichkeit.


SzenenfotoBemerkungen

Der Film wurde 1933 von der NS-Zensur verboten.

Das Grubenunglück, das dem Film zugrunde liegt, trug sich 1906 in der französischen Zeche Courrières zu; damals waren deutsche Bergleute ihren französischen Kollegen zu Hilfe gekommen.

Der Film wurde auch unter den Titeln "Grubentragödie" und "Kameradschaft Sohle VI" veröffentlicht.

Dirk Jasper FilmLexikon
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