Kleine Morde unter Freunden

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Kleine Morde unter Freunden
Titel England: Shallow Grave
Genre: Thriller
Farbe, England, 1994, FSK 16

Kino Deutschland: 1995-08-10
Laufzeit Kino: 93 Minuten
Kinoverleih D: MFA

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1996-02-06
Kaufkassette: ja
Laufzeit Video: 89 Minuten
Anbieter: VMP


Szenenfoto Die drei Freunde Juliet, David und Alex suchen für ihre schicke Yuppi-WG einen Untermieter. Keiner der Bewerber kann es aber dem ziemlich exzentrischen Trio rechtmachen, bis ein junger Mann namens Hugo das höchstpeinliche Verhör cool übersteht. Hugo bezeichnet sich als Schriftsteller, der auf der Suche nach sich selbst ist.

Doch schon bald liegt der coole Hugo eiskalt auf dem Bett - gestorben an einer Überdosis Drogen. Das eigentliche Übel befindet sich aber unter dem Bett: ein Koffer randvoll mit Geld.

Szenenfoto Das Trio beschließt, das Geld zu behalten und die Leiche zu entsorgen, und zwar so, dass sie weder an Füßen, Händen oder an den Zähnen identifiziert werden kann. Kaum geschehen, treten neue Probleme auf, unter anderem in Gestalt von zwei Polizisten und zwei Killern. Weitere Leichen müssen verschwinden, doch das Grab ist nicht tief genug ...

Und dann - langsam aber sicher - machen sich erst abgrundtiefes Mißtrauen und schließlich nackter Wahnsinn unter den vermeintlichen Freunden breit ...


SzenenfotoDarsteller: Kerry Fox (Juliet Miller), Christopher Eccleston (David Stephens), Ewan McGregor (Alex Law), Keith Allen (Hugo), Ken Stott (Inspektor McCall), Colin McCredie (Cameron)

Regie: Danny Boyle

Stab: • Produzenten: Andrew MacDonald für Channel Four / Figment Film / Glasgow Film • Drehbuch: John Hodge • Vorlage: - • Filmmusik: Simon Boswell • Kamera: Brian Tufano • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Masahiro Hirakubo • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Cinema: Regisseur Danny Boyle versteht es, auf engstem Raum Tempo und Spannung zu erzeugen - über die Hälfte des Films spielt in der Wohnung des Yuppie-Trios - und erzeugt mit ungewöhnlichen Kameraperspektiven und bizarren Licht-Schatten-Effekten ein "Nachtwache"-ähnliches Horror-Feeling. Gravierender Unterschied: Der Schottenhumor ist weitaus wüster und operiert aufgrund des häufigen Gebrauchs von Knochensäge und Hackebeil eindeutig jenseits der Grenzen des guten Geschmacks - wo immer schon die besten Filme spielten ... Messerscharfer Psychothriller mit Horror-Grundierung und Brutalo-Humor.

SzenenfotoDie Woche 1995-08-11: Drehbuchautor Hodge ist praktizierender Arzt und scheint eine berufsbedingte Vorliebe für die Pathologie zu haben. Trotz der sich steigernden Psycho-Dynamik bleiben Plot und Inszenierung schablonenhaft. Angesichts der für eine schwarze Komödie reichlich übertriebenen Splatterszenen, die im Laufe der Story völlig aus dem Ruder laufen, verpufft die Energie des begabten jungen Schauspieler-Trios.

Kölner Stadt-Anzeiger 1995-08-12: Gerade weil es schon so viele Filme dieser Sorte gibt, kann man um so geschickter und gewagter mit den Erwartungen des Publikums spielen. Boyle ... macht das sehr clever. Sein Film nimmt viele kleine, unerwartete, aber keineswegs unwahrscheinliche Wendungen.

SzenenfotoLexikon des internationalen Films: Ein schwarz-homoriger Thriller, der Szenen effektvoll stilisierter Brutalität enthält. Seine Spannung bezieht er aus der ebenso ideen- wie temporeichen Regie, der fantasievollen visuellen Gestaltung und dem nuancierten Spiel.

Dirk Jasper FilmLexikon
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