Die Zukunft: Die Polareis-Kappen sind
geschmolzen, die Erde ist seitdem ein einziger Ozean. Die
Überlebenden dieser globalen Katastrophe haben sich auf
künstlichen Atollen niedergelassen, die aus Stahl und
Zivilisationsmüll gefertig sind. Sie haben eigene Techniken
entwickelt, um auf dem Wasser existieren zu können. Die
Atoller sind friedfertig, sie haben ein Gemeinwesen entwickelt, das
an das früherer Siedler und Pioniere erinnert.
Bedroht werden sie jedoch nicht nur von den Naturgewalten, sondern auch von den "Smokers". Das sind marodierende Piraten, die von einem ehemaligen, noch schwimmfähigen Supertanker des 20. Jahrhunderts aus die weiten Wasser von "Waterworld" tyrannisieren. Die "Smokers" haben einen Weg gefunden, das noch im Bauch des Tankers lagernde Öl zu raffinieren. Damit treiben sie eine Armada aus Booten und Wassergleitern an. Sie fertigen Waffen und Munition, indem sie ihr Schiff, der einzige Boden unter ihren Füßen, langsam zusammenschmelzen.
Man offeriert ihm aber noch mehr: eine junge Frau, die ein Kind von ihm austragen soll. Der Mariner lehnt dankend ab und sieht sich umgehend in einem Stahlkäfig gefangen, als die "Smokers" einen Angriff starten. Helen, eine junge Frau, die mit einem zehnjährigen adoptierten Mädchen namens Enola auf dem Atoll lebt, ist bereit, ihn zu befreien - wenn er sie und das Kind mit sich nimmt. Mariner läßt sich auf diesen Handel ein - die Alternative für ihn wäre der Tod.
Er segelte im Lauf der Jahre von
einem zum anderen Ende von "Waterworld", doch Land hat er nie
gesehen. Nach und nach verlieren sich indes Feindschaft und
Ablehnung zwischen ihm und den beiden Frauen auf seinem Boot, und
nach einem Überfall der "Smokers", bei dem sie Enola
entführen, macht der Mariner sich allein auf, das Kind und
nicht nur dessen Zukunft zu retten. Darsteller: Kevin Costner (Mariner),
Dennis Hopper
(Deacon), Jeanne
Tripplehorn (Helen), Tina Majorino (Enola), Michael Jeter
(Gregor), Gerard Murphy (Nord), John Fleck (Doctor), R. D. Call
(Verräter), Chaim Jeraffi (1. Drifter), Kim Coates (2.
Drifter), Jack Kehler (Banker)
Regie: Kevin Reynolds Beteiligte: •
Produzenten: Charles Gordon, John Davis , Kevin Costner für
Universal Pictures • Drehbuch: Peter Rader, David Twohy
• Vorlage: - • Filmmusik: James Newton Howard
• Kamera: Dean Semler • Spezialeffekte: - •
Ausstattung: Dennis Gassner, David Klassen, Nancy Haigh •
Schnitt: Peter Boyle • Kostüme: John Bloomfield •
Make Up: - • Ton: Steve Maslow, Gregg Landaker, Keith A.
Wester • Toneffektschnitt: - • Stunts: -
• Filmkritiken
Hintergrundbericht von Erich Kocian Kölner Stadt-Anzeiger 26.08.1995: Der bislang teuerste Film der Geschichte ist besser als sein ihm zugeflogener Ruf. Die Erwartungen, die seine Produktionsgeschichte weckte, könnten sowieso jeden Film erschlagen. Mit seinen opulent photographierten Szenarien erinnert er eher an altmodische Abenteuerspektakel; ein "Mad Max"-Aufguß für Roger Corman hatte es irgendwann einmal werden sollen. Blickpunkt Film: Das Mammutprojekt, dessen Kosten sich auf geschätzte 175 Millionen Dollar belaufen, wartet mit einr mehr als nurbeeindruckender Vision einer Welt auf,in der es nach dem Schmelzen der Polarkappen kein Land mehr gibt. Der Triumph von Regisseur Kevin Reynolds liegt darin, diese postapokalyptische Szenario restlos glaubwürdig an die Leinwand gezaubert zu haben. film-dienst 19/1995: Ziemlich fantasielos in Charakteren und Story, erreicht "Waterworld" seine Höhepunkte bei der Beschreibung der bizarren Szenerie und den artistischen Stunts der Kampfszenen. Stilistisch ein gigantisches Recycling-Unternehmen. Filmecho/Filmwoche: James Bond und Indiana Jones fallem einem als Kevin Costners Vorbilder ein. Doch diesmal ist eben alles viel nasser. Cinema 9/1995: "Mad Max" zu
Wasser: Costners SF-Öko-Epos bietet viel Action, aber wenig
Story. Oscar ®
Oscar-Nominierung für 1995
für Steve Maslow, Gregg Landaker, Keith A. Wester
(Ton) Bemerkungen
Die Außenaufnahmen wurden in Kawaihae Harbor auf Hawaii gedreht. Die schlechten Wetterbedingungen vor Hawaii führten im Lauf der 166 Drehtage (geplant waren 96 Tage) zu unvorhersehbaren Verzögerungen. Riesige Meereswellen führten zum Versenken einer Plattform, die für die Aufbauten des Sets benötigt wurde und gehoben werden mußte. Zwei schwere Tauchunfälle führten zu Auseinandersetzungen, Costners Stuntdouble Norman Howell wäre unter Wasser fast ums Leben gekommen. Noch Anfang Juli 1995 wurden von Kevin Costner Szenen nachgedreht. Fehlkalkulationen, Dreh-Streß, Seekrankheit und schwere Unfälle führten zu einer angespannten Situation. Schon nach wenigen Wochen war das Budget von 100 Mio. Dollar überzogen. Der Film ist mit 180 Millionen Dollar Produktionskosten der bis dahin teuerste Film aller Zeiten. Regisseur ist Kevin Reynolds, der
jedoch von Produzent Kevin Costner bei der Abnahme der ersten
Schnittversion gefeuert wurde.
|



Die Zukunft: Die Polareis-Kappen sind
geschmolzen, die Erde ist seitdem ein einziger Ozean. Die
Überlebenden dieser globalen Katastrophe haben sich auf
künstlichen Atollen niedergelassen, die aus Stahl und
Zivilisationsmüll gefertig sind. Sie haben eigene Techniken
entwickelt, um auf dem Wasser existieren zu können. Die
Atoller sind friedfertig, sie haben ein Gemeinwesen entwickelt, das
an das früherer Siedler und Pioniere erinnert.
Anführer der
"Smokers" ist Deacon, ein sadistischer, gnadenloser Glatzkopf. Die
Geschichte beginnt mit Mariner: Er ist ein Einzelgänger, der
auf einem mächtigen Trimaran lebt und dem der Ruf des
unbeugsamen Helden in dieser tristen Welt vorangeht. Er lebt von
dem, was das Meer ihm gibt, und vom Handel. Bei seinen
Tauchgängen bringt er Gegenstände der alten Zivilisation
empor, die er tauscht. Kostbarstes Gut in dieser Welt ohne Land ist
eine Handvoll Sand. Im Atoll, der nächsten schwimmenden
Siedlung, hofft er, es gegen frisches Wasser, eine Tomatenpflanze
und andere Kleinigkeiten tauschen zu können.
Die Flucht der drei
gelingt, doch bald haben sie wieder die "Smokers" hinter sich. Der
Grund für deren Anhänglichkeit: Die kleine Enola
trägt auf ihrem Rücken eine kryptische Tätowierung.
Es geht die Sage, dass diese an eine Karte erinnernde Zeichnung den
Weg zu Dryland, einem trockenen Stück Land, weisen würde.
Auch Helen und Enola glauben fest an diesen Mythos, der Mariner
denkt da pragmatischer.
Darsteller:
Filmkritiken
Oscar ®
Bemerkungen