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Nach seinem letzten Fehlschlag (Wyatt Earp) ist Kevin Costner nun ins Wasser gegangen ... und endgültig abgesoffen.So möchte man meinen. So oder so ähnlich haben in den letzten Monaten, fast durch die Bank die Kritiken gelautet. Über kaum einen Film ist schon weit im Vorfeld berichtet worden. Dabei ging es immer weniger um den Film, als um die immensen Kosten. Dabei schwanken die Angaben je nach Lust und Laune zwischen 180 Mio. und 220 Mio. Für diese Summe werden üblicherweise so ca. 3 Blockbuster gedreht. Das zweite Thema der Kritik, waren die Katastrophen während der Dreharbeiten. Aber beides soll uns nur am Rande interessieren. Denn der Film hat es nun (endlich?) in die Kinos geschafft. Und dort zählt nur eins: Ist der Film spannend, lustig, fesseln die Schauspieler? Kurzum, werde ich für mein Kinogeld gut unterhalten? Die Geschichte von Waterworld erzählt von einem Planeten Erde bei dem alle Kontinente im Meer versunken sind. Terra ist nun wirklich der blaue Planet - ein endloser Ozean. Aber dennoch hat die Menschheit, besser was von ihr übrig blieb, überlebt. Die Gesellschaft teilt sich in drei Gruppen auf. Das sind zunächst die Atoller. Sie haben sich zu schwimmenden Siedlungen zusammengeschlossen und schlagen sich so recht und schlecht durch. Auf der anderen Seite sind die Smoker. Die Smoker verfügen noch über Treibstoff (fragt lieber nicht woher die den noch haben) und überfallen mit motorgetriebenen Wasserschlitten und Booten die Festungen der Atoller. Die Smokers verfügen auch noch über wirkungsvolle Munition (fragt lieber nicht, woher die die noch haben). Zwischen diesen Gruppen sind die Drifter. Es sind einsame Wölfe. Sie ziehen monatelang über die Ozeane auf der Suche nach Verwertbarem zum Tauschen oder Handeln. Einer von ihnen ist der Mariner (Kevin Costner). Durch eine Mutation haben sich bei ihm Schwimmhäute und Kiemen gebildet. Dies wird ihm zum Verhängnis, denn die Atoller verurteilen den Andersartigen zum Tode. Gerettet wird er durch eine junge Frau (Jeanne Tripplehorn) und ein geheimnisvolles Mädchen. Das Mädchen hat auf dem Rücken eine geheimnisvolle Karte tätowiert, die den Weg nach 'Dry-Land' ('Trockenes' Land) weisen soll. Hinter dem Mädchen ist auch der Deacon (Dennis Hopper), der Anführer der Smokers her. So beginnt eine lange Verfolgungsjagd... Um eine Antwort auf die doch immer noch brennende Frage zu geben: Nein, man sieht dem Film in keiner Weise an, dass er 180 Mio. US-$ oder mehr gekostet haben soll. Die Spezialeffekte sind unauffällig und gehen unter. Der größte Teil des Geldes dürfte auch für die Logistik drauf gegangen sein. Die Story ist nur mäßig interessant. Das finde ich in sofern schade, als das ich das Thema durchaus interessant finde. Die Geschichte leidet vor allem darunter, dass man sie nicht ernst nehmen kann. Insbesondere die "Bösewichte" sind so panne und zum Schieflachen, dass man aus der eigentlich bedrohlichen Endzeitstimmung rauskommt. Dies zeigt sich auch an anderen Stellen, aber ich möchte Euch nicht den Spaß nehmen und jetzt alles erzählen. An anderen Stellen kommt man unwillkürlich ins Nachdenken. Nach der Story ist die Erde seit mehreren hundert Jahren abgesoffen. Der Obermotz kann aber unter seinen Leuten hunderte von Packungen Zigaretten schmeißen, die aussehen als seien die Glimmstengel direkt vom Automaten nebenan. Außerdem finde selbst ich als passionierter Nichtraucher die Assoziation von Zigaretten und Bösewichtern mehr als nur platt. Die Story ist aber voll von solchen Situationen und Konstellationen. Aber es gibt durchaus auch positive Seiten. So empfinde ich die Szene bei dem der Angriff der Smokers auf die Atoller dargestellt wird durchaus als spannend und gut fotografiert. Auch die Flucht aus einem Hinterhalt der Smokers ist voller Dynamik. Die Schauspieler sind recht gut. Kevin Costner hat mir allerdings schon besser gefallen. Dennis Hopper leidet unter dem Drehbuch, das ihm diese schwachsinnige Rolle aufdrückt. Er kann seine Bösewicht Qualitäten gar nicht ausspielen. Die Musik im Film ist unauffällig und belanglos. Allerdings ist der Ton ansonsten sehr gut. Fazit: Eher mäßiger SF-Actionfilm.
Urteil: 4 von 10 Planschbecken.
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