Einer flog über das Kuckucksnest

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Oscar ® •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Einer flog über das Kuckucksnest
Titel USA: One Flew Over The Cuckoo's Nest
Genre: Drama
Farbe, USA, 1975

Kino Deutschland: 1976-03-18
Laufzeit Kino: 134 Minuten
Kinoverleih D:

Videocover
Videocover Video Deutschland: ja
Laufzeit Video: 130 Minuten
Anbieter:

DVD Deutschland: 1998-09-25
Laufzeit DVD:
Anbieter: Warner Home Video



Szenenfoto Randel Patrick McMurphy ist ein krimineller gesellschaftlicher Außenseiter. Mitte dreißig, ehemaliger Korea-Kämpfer, wegen Ungehorsam aus der Armee entlassen, wird er wegen Schlägereien, Notzucht und Trunksucht in eine Strafanstalt eingeliefert. Von dort aus läßt er sich mit einem Trick zur Beobachtung in eine psychiatrische Anstalt überweisen.

In die graue Welt einer anonymen Heilanstalt wird McMurphy eines Tages eingeliefert. Er findet dort ein unmenschliches System vor, das seine hilf- und willenlosen Patienten in "Chronische" (schwere Fälle) und "Akute" (leichte Fälle) aufteilt.

Eine despotische Oberschwester unterdrückt mit einer Schar brutaler Wärter jede individualistische Regung. Der Zustand der Kranken wird mit pharmazeutischen Mitteln oder Elektroschock-Therapie "behandelt" und dadurch noch weiter verschlechtert. In diesem System muß McMurphy wie ein Katalysator wirken ... er stellt das System der Irrenanstalt in Frage und wiegelt die Insassen auf.


SzenenfotoDarsteller: Jack Nicholson (Randle Patrick McMurphy), Louise Fletcher (Schwester Mildred Ratched), Danny DeVito (Martini), Brad Dourif (Billy Bibbit), Wiliam Redfield (Harding), Will Sampson (Häuptling Bromden), Michael Berryman (Ellis)

Regie: Milos Forman

Stab: • Produzenten: Saul Zaents, Michael Douglas für Fantasy • Drehbuch: Lawrence Hauben, Bo Goldman • Vorlage: Roman von Ken Kesey; Bühnenstück von Dale Wasserman • Filmmusik: Jack Nitzsche • Kamera: Haskell Wexler, Bill Butler • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Richard Chew, Lynzee Klingman, Sheldon Kahn • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Frankfurter Rundschau: Der Unangepaßte als Schlüsselfigur. Diese Konstruktion weist den Film als gesellschaftskritisches Pamphlet aus. Das Kuckucksnest muß als verfremdetes Kürzel unserer Gesellschaft rezipiert werden. Hier überspringt der Film seinen pseudo-dokumentarischen Charakter, hier fordert er Engagement und Auflehnung gegen jegliche Form zynischer Außenleistung, hier präsentiert er Kommunikation und Liebe als die einzigen möglichen Formen menschlicher Selbstverwirklichung.

SzenenfotoDie Zeit: Forman hat mit "Kuckucksnest" ein perfektes Unterhaltungsprodukt hergestellt, ein Film, wie am Reißbrett entworfen, eine krakelende Schau, die sich ständig zu neuen, turbulenten, überdrehten, grellen, lauten Höhepunkten hinauftrudelt und den Zuschauer keinen Augenblick aus den Klauen läßt. Ein Film für Teenager: Jede Szene ein neuer Appell an jugendliche Solidarität gegen Eltern oder Lehrer, an Heldenbewunderung, an Schülerträume von gelungenen Streichen. Und ein Film, geschaffen für Jack Nicholson. Er grimassiert auf Teufel komm raus, macht jede Nuance zum Super-Gag und jede Szene zum Starauftritt.

Lexikon des internationalen Films: Eine unterhaltsame Tragikomödie, überzeugend in der Schauspielerführung und Milieuzeichnung, zugleich aber fragwürdig in der eher oberflächlichen, auf Lach- und Schockeffekte spekulierenden Schilderung des "Irrsinns".

Kölner Stadt-Anzeiger: Ein hintergründiger Film ...


Oscar ®Oscar ®

Oscar für 1975 für "Einer flog über das Kuckucksnest" (Bester Film)
Oscar für 1975 für Lawrence Hauben, Bo Goldman (Drehbuch-Bearbeitung)
Oscar für 1975 für Jack Nicholson (Hauptdarsteller)
Oscar für 1975 für Louise Fletcher (Hauptdarstellerin)
Oscar für 1975 für Milos Forman (Regie)

Oscar-Nominierung für 1975 für Haskell Wexler, Bill Butler (Kamera)
Oscar-Nominierung für 1975 für Jack Nitzsche (Musik)
Oscar-Nominierung für 1975 für Brad Dourif (Nebendarsteller)
Oscar-Nominierung für 1975 für Richard Chew, Lynzee Klingman, Sheldon Kahn (Schnitt)


Dirk Jasper FilmLexikon

© 1994 - 2010 Dirk Jasper