Dead Man

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Dead Man
Titel USA: Dead Man
Genre: Western-Drama
Farbe, USA, 1995, FSK 16

Kino Deutschland: 1996-01-04
Laufzeit Kino: 121 Minuten
Kinoverleih D: Pandora

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1997-01-20
Kaufkassette: 1997-04-01
Laufzeit Video: 115 Minuten
Anbieter: Arthaus DVD Deutschland: 2002-10-29
Laufzeit DVD/Video: 116 Minuten



Szenenfoto Als der Buchhalter William Blake in der Gemeinde Machine eintrifft, erwartet ihn eine unangenehme Überraschung. Er hat die Reise von Cleveland in das ferne Grenzgebiet offenbar vergebens gemacht, denn der zugesagte Posten in den Metall-Werken des John Dickinson ist in der Zwischenzeit längst besetzt worden. Von dem barschen Fabrikbesitzer persönlich an die Luft befördert, irrt Blake durch die nächtlichen Straßen.

Die Begegnung mit dem Blumenmädchen Thel mündet in eine Katastrophe, denn ihr Ex-Liebhaber überrascht die beiden im Bett und erschießt Thel. Blake übt Vergeltung und tötet den Mörder - Dickinsons Sohn. Damit gehört William Blakes Leben als gesetzestreuer Bürger der Vergangenheit an, und seine Karriere als Outlaw beginnt. Drei Kopfgeldjäger, angeführt von dem sadistischen Cole Wilson, werden von Dickinson beauftragt, den Flüchtigen zur Strecke zu bringen. Schon bald befindet sich das Trio jedoch in Gesellschaft, denn der Alte vertraut nicht allein auf ihren Spürsinn, sondern setzt auch öffentlich eine Belohnung auf Blakes Kopf aus.

Der Gejagte schlägt sich in die winterlichen Berge durch, mit einer Kugel im Leib, an der er verbluten wird. Für Blake beginnt nun eine lange Reise ins Reich der Schatten, zu den letzten Grenzen des Mystizismus und der Spiritualität. Sein Begleiter und Führer auf diesem Trip ist ein einzigartiger Indianer namens Nobody, der vorzügliches Englisch spricht, bewußtseinserweiternde Drogen nimmt und bestens vertraut ist mit den Werken des verstorbenen englischen Dichters William Blake, den er meint in der Person seines neuen Freundes wiedergefunden zu haben ...


SzenenfotoDarsteller: Johnny Depp (William Blake), Gary Farmer (Nobody), Lance Henriksen (Cole Wilson), Michael Wincott (Conway Twill), Gabriel Byrne (Charlie Dickinson), John Hurt (John Scholfield), Alfred Molina (Handelsposten-Missionar), Mili Avital (Thel Russel), Robert Mitchum (John Dickinson), Crispin Glover (Heizer), John North (Mr. Olafsen), Gibby Haines (Mann auf der Gasse), Peter Schrum (Betrunkener), Eugene Byrd (Johnny "The Kid" Pickett), Iggy Pop (Salvatore "Sally" Jenko), Billy Bob Thornton (Big George Drakoulious), Jared Harris (Benmond Tench), Jimmie Ray Weeks (Marvin, älterer Marshall), Mark Bringelson (Lee, jüngerer Marshall), Michelle Thrush (Nobodys Freundin), Steve Buscemi (Bartender)

Regie: Jim Jarmusch

Stab: • Produzenten: Demetra J. MacBridge • Drehbuch: Jim Jarmusch • Vorlage: - • Filmmusik: Neil Young • Kamera: Robby Müller • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Bob Ziembicki • Schnitt: Jay Rabinowitz • Kostüme: Marit Allen • Make Up: - • Ton: - • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Filmkritik von Rolf Spiess

Stern 02/1996: Viel mehr als ein paar dieser unnachahmlichen Gitarrensounds brauchte er der Reise des "Dead Man" sowieso nicht hinzuzufügen - denn eigentlich ist der ganze Film ein einziger Tribut an Neil Young.

Playboy 01/1996: Die wenigen Jarmusch-typischen lakonischen Höhepunkte können diesen angestrengt symbolischen Pseudo-Western nicht beleben, der als Interpretationsseminar, nicht aber als Film zu empfehlen ist.

Rhein-Zeitung 03.01.1995: Kultregisseur Jim Jarmusch zeigt bei seinem Ausflug ins Westerngenre gewohnt Ungewöhnliches und läßt Hauptdarsteller Johnny Depp in langen, in Schwarzweiß gefilmten Sequenzen vom braven Geschäftsmann zum wilden Außenseiter werden.

Süddeutsche Zeitung: Diese Initiationsreise ins Jenseits lebt auch von ihrem verwegenem Humor, der bis an die Grenze zum Kalauer reicht.

Blickpunkt Film: Neil Youngs wunderschöner Sountrack verleiht dem Film in den man hineinlegen kann, was immer man mag, seinen maßgeschneiderten Schwebezustand. Kino für Liebhaber.

epd Film: Es gehört ein gewisser Mut dazu, sich von den schwarz-weiß Bildern dieses Film berühren zu lassen. Wagt man es aber, bekommt man etwas ganz besoderes geschenkt.

Dirk Jasper FilmLexikon
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