Die Brücken am Fluß

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Oscar ® • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Die Brücken am Fluß
Titel USA: The Bridges Of Madison County
Genre: Lovestory
Farbe, USA, 1995, FSK 12

Kino Deutschland: 1995-09-28
Kino USA: 1995-06-02
Laufzeit Kino: 135 Minuten
Kinoverleih D: Warner Bros.

Videocover
Videocover Video Deutschland: 1996-04-18
Laufzeit Video: 129 Minuten
Anbieter: Warner Home Video

DVD Deutschland: 1998-09-25
Laufzeit DVD:
Anbieter: Warner Home Video



Szenenfoto Carolyn und ihr älterer Bruder Michael irritiert der letzte Wille ihrer verstorbenen Mutter Francesca. Sie verfügte, ihre sterblichen Überreste zu verbrennen und an der "Roseman Bridge", einer alten holzüberdachten Brücke unweit der Farm, zu verstreuen. Dann stößt Carolyn auf Tagebücher, in denen die Tote ihren Wunsch begründet.

Vor über 30 Jahren, im Sommer 1965, lernte Francesa, eine Farmerin aus Iowa, den 48jährigen "National-Geographic"-Fotografen Robert Kincaid kennen. Ihr Mann, Richard Johnson, dem sie vor Jahren aus Europa in die Vereinigten Staaten folgte, ist gerade mit den beiden halbwüchsigen Kindern für vier Tage auf einer landwirtschaftlichen Messe.

Francesca begleitet den Fotografen zu der malerischen "Roseman Bridge", wo sie ihn vorsichtig bei der Arbeit beobachtet. Schnell spüren beide, dass sie füreinander geschaffen sind. Für vier Tage vergessen sie die Welt um sich herum. Als Robert sie am Ende der Woche bittet, ihm zu folgen, lehnt Francesca ab. Sie wird bei ihrer Familie bleiben - auch wenn sie weiß, dass sie damit ihre große Liebe für immer aufgibt.

Nach der Lektüre der Tagebücher sehen Carolyn und Michael ihre Mutter in einem neuen Licht. Sie erfüllen ihr jetzt nicht nur den letzten Wunsch, sondern ändern auch ihr eigenes Leben ...


SzenenfotoDarsteller: Clint Eastwood (Robert Kincaid), Meryl Streep (Francesca Johnson), Annie Corley (Carolyn Johnson), Victor Slezak (Michael Johnson), Jim Haynie (Richard Johnson), Sarah Kathryn Schmitt (Carolyn als Teenager), Christopher Kroon (Michael als Teenager), Michelle Benes (Lucy Redfield), Debra Monk (Madge), Phyllis Lyons (Betty), Richard Lage (Rechtsanwalt), Alison Wiegert (Kind 1), Brandon Bobst (Kind 2), Pearl Fassler (Ehefrau), R. E. "Stick" Faessler (Ehemann), Tania Mishler (Kellnerin 1), Billie McNabb (Kellnerin 2), Art Breese (Kassierer), Lana Schwab (Verkäuferin), Larry Loury (UPS-Fahrer), James Rivers, Mark A. Brooks, Peter Cho, Eddie Dejean sr., Jason C. Brewer, Kyle Eastwood

Regie: Clint Eastwood

Beteiligte: • Produzenten: Clint Eastwood, Kathleen Kennedy für Amblin / Malpaso Produktion • Drehbuch: Richard LaGravenese • Vorlage: Roman "Die Brücken am Fluß" von Robert James Waller • Filmmusik: Lennie Niehaus • Kamera: Jack N. Green • Spezialeffekte: John Frazier, Steve Riley, Joe Pancake, Francis Pennington, Jeff Denes • Ausstattung: Jeannine Oppewall, William Arnold, Jay Hart • Schnitt: Joel Cox • Kostüme: Colleen Kelsall • Make Up: Mike Hancock • Ton: Willie D. Burton • Toneffektschnitt: Gary Krivacek, Mike Dobie, Samuel C. Crutcher, John Morrisey, James J. Klinger • Stunts: Pauline Arthur, Shelley Phillips •


SzenenfotoFilmkritiken

Der Spiegel 39/1995: Trotzdem gibt er keine lächerliche Figur ab, denn Eastwood spielt ihn ohne jede Angst. Ohne Angst davor, unbeholfen und albern und schwach zu wirken. Es ist ein Schock, Clint Eastwood weinen zu sehen, und ein fast noch größerer, ihn beim Lachen zu ertappen. Der Schauspieler fordert Respekt für diesen entspannten, soften Mann und das Recht darauf, verletzlich zu sein. Mehr Selbstsicherheit und Würde hat er nie zuvor bewiesen. Der Film ist eine Reifeprüfung. Bestanden hat Eastwood diese auch deshalb, weil er endlich über den Rand seiner engen Männerwelt hinausblickt. Endlich finden Frauen einen Platz in seiner Wahrnehmung. Und mehr als das: Mit "Die Brücken am Fluß" hat der Regisseur tatsächlich seinen ersten Frauenfilm gedreht.

film-dienst 19/95: Die vordergründig-sentimentale Story ist mit dezenter, oft kühler Intimität inszeniert worden, ohne allerdings der psychologischen Eindimensionalität der erfolgreichen Romanvorlage entgehen zu können. Ein zwiespältiger Film, der ethische Fragestellung nur indirekt anklingen läßt.

Cinema 10/1995: "Die Brücken am Fluß" variiert die alte Binsenweisheit, dass es für ein gutes Buch das Schlimmste ist, in Hollywood verfilmt zu werden: Für dieses schlechte Buch ist die Hollywood-Version das Beste, das ihm passieren konnte ... Liebe ohne Kitsch: eine Meisterleistung von Eastwood und Streep.

Blickpunkt Film: Seit dem unvergessenen Filmklassiker 'Casablanca' war das Publikum selten so sehr zu Tränen gerührt wie in der unaufdringlich bewegenden Love Story 'Die Brücken am Fluß'.

Filmecho / Filmwoche: Clint Eastwood hat diese zarte Liaison als subtiles Kammerspiel aus sparsamen Gesten, Blicken und Worten inszeniert.


SzenenfotoOscar ®

Oscar-Nominierung für 1995 für Meryl Streep (Hauptdarstellerin)


SzenenfotoBemerkungen

Der Film wurde ausschließlich vor Ort in Madison County, Iowa, in einem eigens renovierten Farmhaus gedreht. Zusätzlich wurde noch in den Städtchen Winterset und Adell sowie an der Roseman-Brücke und der Holliwell-Brücke gedreht.

Deutsche Premiere: 13. September 1995 in Hamburg in Anwesenheit von Clint Eastwood im Rahmen einer Clint-Eastwood-Retrospektive im Rahmen des "Filmfest Hamburg".

Dirk Jasper FilmLexikon
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