Der Totmacher

• Inhalt • Darsteller, Regie, Stab • Filmkritiken • Oscar ® • Bemerkungen •

Filmplakat
Filmplakat Titel Deutschland: Der Totmacher
Genre: Drama
Farbe, Deutschland, 1995, FSK 12

Kino Deutschland: 1995-11-23
Laufzeit Kino: 114 Minuten
Kinoverleih D: Warner Bros.

DVD-Cover
DVD-Cover DVD Deutschland: 2001-07-12
Laufzeit DVD: 110 Minuten
Anbieter: Warner Home Video

Video Deutschland: 1996-05-24
Kaufkassette: 1996-11-07
Laufzeit Video: 111 Minuten
Anbieter: Warner Home Video



Szenenfoto 1924, als "Der letzte Mann" von Friedrich Wilhelm Murnau entsteht, "Der Zauberberg" von Thomas Mann erscheint und Adolf Hitler in München wegen Hochverrat angeklagt wird, erregt ein Kriminalfall in Hannover großes Aufsehen in der deutschen Öffentlichkeit.

Der Kaufmann Fritz Haarmann gesteht, 24 junge Männer getötet und ihre Leichen zerstückelt zu haben, den Vorwurf des Kannibalismus weist er zurück. Das psychiatrische Gutachten, das die Frage der Zurechnungsfähigkeit von Haarmann klären soll, wird bei Professor Dr. Ernst Schultze in Auftrag gegeben.

Im August 1924 beginnen die sechswöchigen psychiatrischen Untersuchungen in der Provinzial Heil- und Pflegeanstalt von Göttingen. Die Gespräche werden von einem Stenographen protokolliert. Die beiden Männer sitzen sich in einem kargen Raum gegenüber und reden ...


SzenenfotoDarsteller: Götz George (Fritz Haarmann), Jürgen Hentsch (Dr. Ernst Schultze), Pierre Franckh (Stenograph), Hans-Michael Rehberg (Kommissar Rätz), Matthias Fuchs (Dr. Machnik), Marek Harloff (Fürsorgezögling Kress), Christian Honhold (Wärter Schweimler), Joachim Krol

Regie: Romuald Karmakar

Stab: • Produzenten: Thomas Schühly für Pantera Film / WDR / SWF • Drehbuch: Romuald Karmakar, Michael Farin • Vorlage: Protokolle der gerichtspsychiatrischen Untersuchung • Filmmusik: - • Kamera: Fred Schuler • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Toni Lüdi • Schnitt: Peter Przygodda • Kostüme: Peri de Braganca • Make Up: Wolfgang Böge • Ton: Robi Güver • Toneffektschnitt: - • Stunts: - •


SzenenfotoFilmkritiken

Filmkritik von Ernst Corinth

Kölner Stadt-Anzeiger 02.09.1995: George ist großartig - gerade weil er auf psychologische Konsistenz verzichtet in seinem Spiel. Weil er aufs Spielen überhaupt verzichtet und sich ganz auf den jeweiligen Moment einläßt in dieser Frage-und-Antwort-Partie, sich physisch und psychologisch den Stichworten des Seelenforschers anschmiegt: Die Sätze folgen strikt dem Protokoll von damals, Karmaker und George reichern sie an mit der Aura, dem Dunst von mehreren Jahrzehnten deutscher Geschichte.

film-dienst 24/1995: Der Zuschauer schwankt im Verlauf der Gespräche zwischen Mörder und Gutachter, zwischen Abscheu und Faszination. Als ungemein dichtes Kammerspiel inszeniert, das nicht auf Emotionalisierung angelegt ist, sondern als nüchterne Fallstudie. Ein glänzender Hauptdarsteller vermittelt in der Rolle des Haarmann das eigentlich Unfaßliche. Sehenswert.

TV Hören und Sehen 49/1995: Götz George in einer atemberaubenden Rolle.


SzenenfotoOscar ®

Biennale in Venedig 1995: Eröffnungsfilm
Biennale in Venedig 1995: "Goldener Löwe" als "Bester Hauptdarsteller"

Deutscher Beitrag zur Oscar-Nominierung für 1995 als "Bester Auslandsfilm"


SzenenfotoBemerkungen

1,3 Millionen DM Produktionskosten.

"Der furchtbarste Mörder des 20. Jahrhunderts", wie Fritz Haarmann bezeichnet wurde, inspirierte Künstler, Autoren und Filmregisseure, etwa George Grosz und Alfred Hrdlicka sowie Alfred Döblin zum Psychogramm des Franz Biberkopf in "Berlin Alexanderplatz" und Fritz Lang für Peter Lorres Rolle in "M - Eine Stadt sucht einen Mörder".

Dirk Jasper FilmLexikon
© 1995 Warner Bros. © 1994 - 2010 Dirk Jasper