In einem fast
leeren Kino konnte meine Partnerin und ich mich voll auf den Film
konzentrieren. Die Handlung ist interessant geschrieben und in
Szene gesetzt worden. Frankfurt, als der Ort aller
Kriminalität, ist genau dargestellt und trotzdem auch von
seinen 'romantischen' Seiten in den Mainauen sehr gut
getroffen.
Die Geschichte eines Polizisten, der von seiner "Verlobten" vor die Tür gesetzt wird, ist nicht neu aber schön und humorvoll umgesetzt worden. Etwas unrealistisch erscheint mir, dass sich jemand auch im größten Rausch in einer Schwulenbar von einem Mann "abschleppen" läßt. Dazu ist auch der Schwule etwas zu 'schön' ausgefallen. Nach der ersten Nacht, will der Polizist möglichst schnell wieder weg, aber die Zwänge ein Bett für die Nacht zu finden treiben ihn doch wieder zurück. Ebenfalls etwas unrealistisch, da es in Frankfurt (außer zu Messezeiten, und davon war nichts im Film zu merken Staus etc.) wirklich eine Menge Hotels gibt. Sei's drum, sonst wäre die Geschichte ja nicht fortführbar gewesen. Auch wie von einem anderen Stern wirkt die unnatürlich hübsche neue Kollegin. Deutsche Polizistinnen sehen m. E. zwar charmant aber nicht so 'sexy' aus. Das von den Kollegen über diese Frau getratscht wird ist auch unter Männern normal und gut beschrieben worden. Etwas überrascht waren wir davon, dass es erst so aussah, als ob sie auch nicht 'hetero' wäre. Die Zärtlichkeiten zwischen den Schwestern gingen ein kleinen Tick zu weit. Unterhaltsam wurde die Geschichte weiter gesponnen, allerdings dass es plötzlich von jedem Schwulen Lichtbilder und Polizeiakten gab machte, es nicht realistischer. Bis zum "Happy End" der Geschichte haben wir uns gut amüsiert - auch der kleine Hinweis auf "Der bewegte Mann" als Poster im Notausgang der Schwulenbar hat uns gut gefallen. Obwohl "Der bewegte Mann" orgineller und schriller gemacht war, kamen in "Echte Kerle" auch einige wenige Randfiguren der Schwulenszene ins Bild. Wir würden diesem Film eine
Note 2-3 verpassen ... evtl. weil wir auch zu sehr "Der bewegte
Mann" geschädigt sind :-)
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In einem fast
leeren Kino konnte meine Partnerin und ich mich voll auf den Film
konzentrieren. Die Handlung ist interessant geschrieben und in
Szene gesetzt worden. Frankfurt, als der Ort aller
Kriminalität, ist genau dargestellt und trotzdem auch von
seinen 'romantischen' Seiten in den Mainauen sehr gut
getroffen.